Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost

Das Fördergebiet Marzahn-Hellersdorf

Projekte des Fördergebiets
Die Ahrensfelder Terrassen

Das Stadtumbau-Fördergebiet Marzahn-Hellersdorf besteht im Wesentlichen aus den beiden Großwohnsiedlungen Marzahn und Hellersdorf sowie den angrenzenden Landschaftsräumen des Seelgrabens und der Ahrensfelder Berge. Das in Nord-Süd-Richtung verlaufende Wuhletal verbindet Marzahn mit dem östlich gelegenen und etwas später entstandenen Hellersdorf (siehe Karte weiter unten).

Marzahn und Hellersdorf bilden zusammen die größte Siedlung im industriell gefertigten Wohnungsbau Deutschlands. Bis auf wenige Ergänzungsbauten in den Wohngebieten selbst sowie das Zentrum Helle Mitte und das Einzelhandelszentrum Eastgate wurde die gesamte Bausubstanz zwischen 1977 und 1990 errichtet. Die umliegenden ausgedehnten Einfamilienhaus-Siedlungen in den Ortsteilen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf gehören nicht zum Fördergebiet, wohl aber zum Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf.

Marzahn-Hellersdorf ist eine Großstadt in der grünen Randlage der Metropole. In den beiden Großwohnsiedlungen wohnen mehr Menschen als in der benachbarten Landeshauptstadt Potsdam - Ende 2013 waren es 179.426 (Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg). Nach den dramatischen Rückgängen zwischen 1990 und 2006 steigt die Bevölkerungszahl seit 2009 allmählich wieder. Dabei entwickeln sich die beiden Ortsteile recht unterschiedlich: Von Ende 2009 bis Juni 2012 betrug die Steigerungsrate in Marzahn 1,8 Prozent, in Hellersdorf dagegen 5 Prozent.

Die Wohnungen sind nahezu vollständig saniert und modernisiert. Man ist schnell im Brandenburger Umland; S- und U-Bahn sowie mehrere schnelle Straßenbahnlinien gewährleisten eine direkte Verbindung in die Innenstadt und schaffen damit Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten, die im Stadtbezirk selbst nicht ausreichend vorhanden sind. Innerhalb des Gebiets gibt es viele Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Berlinweit bekannt sind die Gärten der Welt.

Informationen

Stadtumbau Ost

Fläche: 1896,5 ha

Einwohner: 179.426 (Stand: 31.12.2013)

Wohnungen: 98.101 (Stand: 31.12.2009)
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AktuellRückbau soziale InfrastrukturAbgeschlossenRückbau soziale Infrastruktur

"Die Platte" wird wieder attraktiv für junge Familien, das zeigt vor allem der Bevölkerungs-Trend bei den Unter 6jährigen: In dieser Altersgruppe war von 2009 bis 2012 in Marzahn ein Anstieg um 9,4 Prozent, in Hellersdorf sogar um 24,3 Prozent zu verzeichnen. Die Hauptursache hierfür sind sicher die steigenden Mieten in den Innenstadtbezirken. Die mit großem Mitteleinsatz planmäßig durchgeführten Stadtumbau-Maßnahmen - besonders die Investitionen in die Bildungs- und soziale Infrastruktur - tragen ebenfalls zu einer besseren Akzeptanz der Großsiedlungen als Wohn- und Lebensort für alle Generationen bei.

Die auf dem Reißbrett geplante Architektur und das extrem schnelle Wachstum in den 1980er Jahren sind die bis heute nachwirkenden besonderen Bedingungen, die das Fördergebiet charakterisieren. In den letzten 20 Jahren haben sich die einzelnen Bezirksregionen (Marzahn Nord, Mitte, und Süd sowie Hellersdorf Nord, Ost und Süd) teilweise deutlich unterschiedlich entwickelt. Von den 23 im Monitoring Soziale Stadtentwicklung definierten "Lebensweltlich orientierten Planungsräumen" (LOR) des Fördergebiets wiesen im Bericht 2013 neunzehn einen stabilen, einer einen positiven und nur noch drei einen negativen Dynamikindex auf (Siehe Monitoring Soziale Stadtentwicklung). Der in Umfragen oft bestätigten Zufriedenheit eines großen Teils der Bewohnerschaft steht noch immer das teilweise negativ belastete Image des gesamten Stadtbezirks gegenüber.

2002: Entscheidung für den konsequenten Stadtumbau

Zwischen 1977 und 1989 entstanden in Marzahn und Hellersdorf rund 100.000 Wohnungen, die überwiegend in sechs- oder elfgeschossigen Zeilen sowie in Punkthochhäusern mit bis zu 22 Geschossen errichtet wurden. Zu Beginn der 1990er Jahre waren die Wohnungen nahezu vollständig vermietet. Die verantwortlichen Akteure entschieden sich daher für eine umfassende  Modernisierung von Wohnungen und komplexe Gebäudesanierungen. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Marzahn (WBG, heute degewo AG) modernisierte bis 2002 rund zwei Drittel ihres Bestandes.

Parallel dazu setzte ein Bevölkerungsverlust ein, der sowohl auf Abwanderung ins Umland und in die alten Bundesländer als auch auf den schlagartigen und extrem hohen Rückgang der Geburtenraten zurückzuführen war. Die Plattenbau-Siedlungen verloren von 1990 bis 2002 mehr als ein Viertel ihrer Bevölkerung bzw. 12 Prozent der Haushalte. Etwa 11.500 Wohnungen standen leer. Dies brachte vor allem die Wohnungsunternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Vormals funktionierende Nachbarschaften zerfielen zusehends, der soziale Niedergang ganzer Ortsteile drohte. Angesichts anhaltend negativer Prognosen und trotz Widerstands bei den Anwohnern entschied man sich im Bezirk und bei den Wohnungsunternehmen für eine planmäßige Reduzierung des Wohnungsangebots und für den Einstieg in den Stadtumbau.

Den Auftakt des Stadtumbauprozesses in den Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf bildete 2002 der "Wettbewerb Stadtumbau Ost - für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, aus dem Marzahn-Hellersdorf als einer der 1. Preisträger hervorging.

2002 bis 2007: Reduzierung von Wohnraum und sozialer Infrastruktur

Teilrückbau eines Elfgeschossers in der Mehrower Allee

Rückbau und Aufwertung

Um die Dynamik von Abwanderung und sozialem Abstieg zu stoppen und sowohl die Quartiere als auch die Wohnungsunternehmen zu stabilisieren, wurden zwischen 2002 und 2008 insgesamt 4.333 Wohnungen zurückgebaut. Daneben ging es den Verantwortlichen von Anfang an auch um die Etablierung oder Stärkung von lokalen Zentren wie der Hellen Mitte, dem Helene-Weigel-Platz oder der Neuen Grottkauer Straße, um die Ortsteile für die Bewohner attraktiver zu machen.
Bevorzugtes Rückbaupotenzial boten unsanierte Hochhäuser mit elf bis 18 Geschossen und hohen Leerständen. Die Herangehensweise war vielfältig: neben dem  Abriss ganzer Gebäude gab es Teilrückbauten von Elfgeschossern auf drei bis sechs Geschosse.

Die räumlichen Schwerpunkte lagen in den Vertiefungsbereichen Marzahn-Nord und Marzahn-Ringkolonnaden sowie in Hellersdorf in den Bereichen zwischen Zossener Straße und Hellersdorfer Graben. An der Magdeburger Allee (heute Hellersdorfer Promenade) in Hellersdorf und an der Marzahner Kienbergstraße wurde lediglich die leerstehende soziale Infrastruktur zurückgebaut.
Rückbau und Aufwertung wurden von Anfang an im Zusammenhang gesehen: Dem Abriss folgte möglichst bald die Anpassung des Straßen- und Wegenetzes und die Nutzung der Brachen für grüne Wohnhöfe oder Quartiersplätze.

Der Stadtumbau eröffnete an einigen Orten städtebauliche Korrekturmöglichkeiten, z.B. in Marzahn Nord. Dort wurde die dichte und hohe Bebauung aufgelockert. Bundesweit bekannt geworden sind die Ahrensfelder Terrassen - kaum ein anderes Projekt hat das Quartiersimage so aufgewertet. Das städtische Wohnungsunternehmen degewo gestaltete hier rund um die Havemannstraße durch Rück- und Umbau eine attraktive, nachgefragte Wohnanlage mit überschaubaren Nachbarschaften (Siehe Projekt Ahrensfelder Terrassen). Der Rückbau von Wohngebäuden in den Großsiedlungen wurde mit dem Teilrückbau-Projekt an den Ringkolonnaden/Mehrower Allee im Jahr 2008 abgeschlossen (Siehe Projekt Teilrückbau Mehrower Allee).

Infrastruktureinrichtungen

Als eine Besonderheit des Stadtumbaus in Berlin wurde auch der Abriss sozialer Infrastruktureinrichtungen in den Großwohnsiedlungen in die Förderung einbezogen. Zu deren Entstehungszeit waren hier wegen der altershomogenen Erstbeziehergeneration junger Familien überdurchschnittlich viele Schulen und Kindergärten benötigt worden. Nach 1990 schrumpfte die Zahl der Einschulungen rapide um rund zwei Drittel. Wegen der Wegzugstendenzen und der sinkenden Geburtenraten standen nun sehr viele Kindergärten und Schulen leer. Um Verwahrlosung und Vandalismus vorzubeugen, wurden bis 2012 insgesamt 142 dieser Gebäude abgerissen, zahlreiche weitere baute man um, zum Beispiel als Jugendfreizeiteinrichtung, Bürgerhaus oder Frauen- und Mädchenzentrum (Siehe Projekt Jugendfreizeiteinrichtung Aufwind).

Freigewordene Flächen wurden zum Teil in bestehende Grünanlagen eingebunden oder für Schulhoferweiterungen genutzt. Andere wurden für den Einfamilienhausbau parzelliert. In Einzelfällen gelang es außerdem, Rückbauflächen als "Entfaltungsräume" für Bewohner und sonstige Akteure weiterzuentwickeln und so neue Potenziale für die Großwohnsiedlung zu generieren (Siehe Projekt Interkultureller Garten, sowie Projekt Hochzeitspark).

2007 bis 2012: Aufwertung von Infrastruktur und Quartieren

Brunnen auf dem Fred-Löwenberg-Platz im Cecilienviertel

Mit der allmählichen Stabilisierung der Bevölkerungszahlen verlagerten sich die Schwerpunkte des Stadtumbaus. Der Bezirk setzte sich in der Fortschreibung des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (INSEK) von 2007 zum Ziel, das Image eines grünen und familienfreundlichen Stadtteils zurückzugewinnen. Leitbild wurde die Umwandlung der kompakten Großsiedlung in eine differenzierte Stadtlandschaft. Um die Attraktivität für Familien zu erhöhen, sollte mit Hilfe der Fördermittel die Qualität der verbliebenen Schulen und Kitas und des öffentliche Freiraums schrittweise verbessert werden.

Dem angestrebten Image entsprechend wurden zahlreiche Schulen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen inklusive der Außenanlagen saniert und den aktuellen Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Auf Rückbauflächen konnten verschiedene Parks erweitert werden (siehe Grünanlage Sebnitzer Straße, Bürgerpark Ludwig-Renn-Straße). Im Landschaftsraum des Hellersdorfer Grabens entstand ein völlig neues Freizeit- und Erholungsareal - der Regine-Hildebrandt-Park. Wie schon zuvor wurden auch weiterhin entkernte Wohnhöfe in grüne Oasen umgewandelt (Siehe Projekt kiezPARK).

Die Akteure im Schorfheideviertel (Marzahn-Nord) erhielten den Deutschen Landschaftsarchitekturpreis für die Aufwertung des Wohnumfelds nach dem Abriss einiger Blöcke. Hier entstand eine künstlich angelegte Landschaft, die den Namen des Viertels identitätsstiftend illustriert. Sie wurde nach den Wünschen und mit großer Beteiligung der Bewohner gestaltet (Siehe Projekt Schorfheideviertel).

Im Umfeld von Schwerpunkt-Einrichtungen entstanden attraktive Stadtplätze, die auf das umliegende Wohngebiet ausstrahlen (Bereich am Stadtteilzentrum Kompass, Fred-Löwenberg-Platz, Platz am Glambecker Ring).

Die Zahl der Seniorinnen und Senioren einschließlich der Hochbetagten nimmt seit Jahren beständig zu: zwischen 2008 und 2010 erhöhte sie sich beispielsweise um 5,4 Prozent. Daraus ergab sich für die Verantwortlichen von Bezirk und Wohnungsunternehmen die Aufgabe, das Wohnungsangebot und Wohnumfeld auch den Bedürfnisse der älteren Generationen entsprechend zu gestalten. Im Gebiet der Ringkolonnaden wurde mit einer gemischten Strategie aus Teilabriss, altengerechter Sanierung und Umnutzung reagiert (Siehe z.B. Projekt Seniorengerechten Wohnanlage Sella-Hasse-Straße). Nach Rück- und Umbau von ehemals elfgeschossigen Wohnbauten auf sechs Geschosse in der Ludwig-Renn-Straße entstand zudem das benachbarte Seniorenzentrum POLIMAR in unmittelbarer Nähe des Gesundheitszentrums RENTAmed.

Zunehmend wichtiger wurde die intensive Beteiligung der Bürger am Stadtumbau-Prozess. Sie hatte bereits beim Projekt der Ahrensfelder Terrassen mit einer Bürgerinitiative begonnen, die diese Beteiligung massiv einforderte und so den Prozess aktiv gestaltete. Von Beginn an gab es auch die Jugendkonferenzen, die später zum Jugend-Wettbewerb Stadtumbau Ost wurden: Hier gestalten Jugendliche ganz selbstbestimmt ihre eigenen Projekte. Zur breiten Diskussion um die Entwicklung rund um die Ringkolonnaden wurde das Forum der Stadtumbauwerkstatt geschaffen, das dort nach einvernehmlichen Lösungen suchte. Der Hochzeitspark, die Umgestaltung des Wohnumfelds im Schorfheideviertel, der Interkulturelle Garten und zuletzt der kiezPark sind herausragende Beispiele der gemeinsamen Planung und Umsetzung von Stadtumbau-Projekten mit den BürgerInnen. Auf diesem Gebiet hat sowohl im Bezirk als auch bei den Eigentümern und den Bürgern ein jahrelanger Lernprozess gewirkt, der eine Grundbedingung für die erfolgreiche Lösung der aktuellen Aufgaben des Stadtumbaus ist.

Aktuelle Aufgaben des Stadtumbaus

Im Kiezgarten

Die beiden Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf haben sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Infolge der Aufwertungsmaßnahmen und der stark steigenden Mieten in den Innenstadtbezirken hat sich die Bevölkerungszahl stabilisiert und steigt sogar an. Besonders junge Familien ziehen in die modernen und trotzdem günstigen Wohnungen. Auch das Image des Bezirks hat sich verbessert. Bei Marzahn denkt man heute auch an die Gärten der Welt und an das Unfallkrankenhaus als wichtigen Arbeitgeber, in Hellersdorf hat sich die Alice-Salomon-Hochschule angesiedelt und betreibt mit den Studierenden wichtige Kooperationsprojekte mit dem Stadtteil und dem Quartiersmanagement-Team.

Um die positive Entwicklung zu verstetigen, setzt sich der Bezirk im überarbeiteten Integrierten  Stadtentwicklungskonzept (INSEK) 2011/12 neue Entwicklungsziele. Dazu gehören

Schaffung eines bedarfsgerechten Wohnungsangebots

Vor dem Hintergrund des bis 2030 erwarteten Bevölkerungswachstums um 250.000 Einwohner in Berlin, der zunehmenden Verknappung von preiswertem Wohnraum und der darauf bezogenen wohnungspolitischen Initiative des Berliner Senats wird es in den nächsten Jahren auch in Marzahn-Hellersdorf größere Wohnungsneubauvorhaben geben. Sie bieten die Möglichkeit, Modellprojekte für das generationsübergreifende Wohnen sowie für eine klimagerechte Stadtentwicklung durchzuführen und durch Nachverdichtungen in zentralen Lagen die Nahversorgungszentren zu stärken.

Klimagerechte Stadtentwicklung

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat 2012 ein Klimaschutzkonzept entwickelt. Darin werden u.a. die Fortführung der energetischen Sanierung und die Erarbeitung von Integrierten energetischen Quartierskonzepten für ausgewählte Viertel festgelegt. Der Bezirk wird in den nächsten Jahren außerdem bei der Versorgung öffentlicher Gebäude mit Wärme und Strom verstärkt auf den Einsatz erneuerbarer Energien setzen. Auch neue Möglichkeiten der dezentralen Erzeugung, Verteilung und Speicherung von erneuerbaren Energien, nicht zuletzt auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen werden erprobt. Diese Maßnahmen zur klimagerechten Entwicklung werden in Zukunft eine wachsende Rolle bei den Zielen und Projekten des Stadtumbaus in Marzahn-Hellersdorf spielen.

Grünes Klassenzimmer Peter-Pan-Schule

Weiterentwicklung zu einem zukunftsfähigen Bildungsstandort

Das beinhaltet aktuell

  • die bedarfsgerechte Erhöhung der Zahl der Kindergarten- und Grundschulplätze

  • die inhaltliche Weiterentwicklung und Profilierung der Schulen und der Ausbau als Quartiersschulen

  • die weitere Sanierung und Modernisierung der Gebäude-Infrastruktur und der Freiflächen

  • die Schaffung besonderer Bildungsorte (Kinderforscherzentrum Helleum)

Anpassung der öffentlichen Räume an den demografischen Wandel

  • die Entwicklung zu einem barrierefreien Modellgebiet

  • die Förderung von öffentlichen Sport- und Freizeitangeboten für alle Altersgruppen

Förderung lebendiger Nachbarschaften in den Stadtteilen und Quartieren

  • die Herausbildung oder Profilierung identifizierbarer Stadtteile und Quartiere, wie z.B. das Gebiet der Ringkolonnaden Marzahn Mitte, Gelbes Viertel in Hellersdorf Süd

  • die Qualifizierung von Stadtteilzentren als urbane Orte, z.B. die Marzahner Promenade, Hellersdorfer Promenade, Boulevard Kastanienallee, Cottbusser Platz

Qualifizierung der stadträumlichen Situation und der städtischen Umwelt

  • die langfristige Entwicklung beider Großsiedlungen zu „Grünen Städten“ als Teil der Berlin-Barnimer Großstadtlandschaft in der Hauptstadtregion

  • die Vernetzung der historischen Struktur der alten Dorfbereiche von Marzahn und Hellersdorf mit den Großsiedlungen, wie z.B. im Bereich des Dorfs Marzahn und des  KulturGuts in Marzahn-Süd sowie des Gutes Hellersdorf

  • die Verbindung von vorhandenen Parks und Landschaften mit Hilfe von "grünen Bändern", wie z.B. Hochzeitspark und Bürgerpark in Marzahn-Mitte

  • die Entwicklung von noch vorhandenen Brachflächen, wie im Gebiet  Karl-Holtz-Platz/Rudolf-Leonhard-Straße

  • die bessere Vernetzung von Marzahn und Hellersdorf durch die Schaffung von Rad- und Fußwegeverbindungen zwischen beiden Ortsteilen

  • die Verbesserung der Erreichbarkeit der Arbeitsorte in der Region

Durch die Festlegung der Gärten der Welt als Austragungsort der Internationalen Gartenschau 2017 wird das Gebiet weitere Entwicklungsimpulse erhalten. Insbesondere bei der besseren Vernetzung der Natur- und Landschaftsräume mit der Großsiedlung kann der Stadtumbau in den kommenden Jahren diese Impulse verstärken.

Quelle: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Text: Anka Stahl
Stand: März 2013

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Dahlem, Margitta
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Tel: (030) 90139 4863
Antony, Sabine
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Abt. Wirtschaft und Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsamt
Tel: (030) 90293 5210
Hanczuch, Sven
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Abt. Wirtschaft und Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsamt
Tel: (030) 90293 5214

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News aus dem Fördergebiet

Mai 2016

3.6.: Fachkonferenz "30 Jahre Wohnstadt Hellersdorf - Vom Neubaugebiet zur grünen Wohnstadt"

Mai 2016

Rund 250 Menschen strömten zum letzten Pflanzfest in den Hochzeitspark Marzahn

April 2016

Start des IGA-Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekts "Chilling Dreams"

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