Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Marzahn-Hellersdorf

Kurt-Weill-Platz


Der Kurt-Weill-Platz ist ein Stadtplatz in der Nähe des Hellersdorfer Stadtteilzentrums "Helle Mitte". Auf dem Grundstück stand bis in die 90er-Jahre das Gebäude einer Poliklinik; zurück blieb eine Brachfläche mit jungen Bäumen und Trampelpfaden.

2013 wurde die Fläche in einen grünen Stadtplatz umgewandelt. Die Gestaltung würdigt Leben und Werk des Komponisten Kurt Weill und seiner Frau Lotte Lenya. Im Umkreis erinnern weitere Straßen und Plätze an Künstlerinnen und Künstler, die während der Nazizeit ins Ausland emigrieren mussten, u.a. Oskar Kokoschka, Fritz Lang und Lyonel Feininger.

Auf dem Kurt-Weill-Platz zeichnet ein Plattenband die Lebensstationen Weills von seiner Geburtsstadt Dessau über Berlin und Paris bis ins New Yorcker Exil nach. Von den vier Ecken des Platzes mit jeweils charakteristischen Eingangsbereichen gehen diagonal der sehr breite Hauptweg als Weiterführung der Kurt-Weill-Gasse sowie ein Weg zum benachbarten Liberty Park aus. Die Wege orientieren sich an den früheren Trampelpfaden.

Das leichte Gefälle der Fläche wird durch drei Ebenen aufgefangen. Sie sind durch zwei Treppenanlagen verbunden, die barrierefrei von Rampen begleitet sind. In die Ebenen sind Baumgruppen integriert. Die Jungbirken im westlichen Teil bilden einen wild gewachsenen Gegenpart dazu.

Die untere Ebene stellt mit einem kleinen Eingangsplatz die Verbindung zur Kastanienallee her. Im gegenüberliegenden nordöstlichen Teil des Platzes wurde das Gelände aufgeschüttet und als Blumenfenster gestaltet, das sich zum Stadtteilzentrum öffnet.

Die mittlere Ebene ist dem Schaffen Kurt Weills in den USA gewidmet. Im Mittelpunkt des halbkreisförmigen Schriftzuges "New York" steht das Sitzobjekt "Lotte und Kurt". Die Sängerin und Schauspielerin Lotte Lenya hatte als Partnerin und als Interpretin eine wichtige Rolle im Leben und Werk Kurt Weills. 1935 verließen die beiden trotz der Scheidung zwei Jahre zuvor gemeinsam Europa auf der Flucht vor den Nazis. 1937 heirateten sie ein zweites Mal in New York. Nach seinem frühen Tod kümmerte Lotte Lenya sich um den Nachlass des Komponisten.

Die obere Ebene dient mit ihren Sitzmauern als kleiner Treffpunkt. In der Mitte befindet sich ein vielfältig nutzbares Podest. An seinen Rändern sind Sitzobjekte angeordnet, die nach Figuren aus der Dreigroschenoper gestaltet sind. Die Seeräuber Jenny fand ihren Platz neben Mackie Messer, und auch der Haifisch zeigt seine Zähne. Der neue Stadtplatz wurde am 8. Mai 2014 eingeweiht.

Quelle: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Bearbeitung: Anka Stahl
Stand: Mai 2014
Der bekannte Hai aus der Dreigroschenoper vor dem kleinen Podest
Sitzelemente aus Metall in Form eines Haikopfes, daneben kletterndes Kind, dahinter Redner auf Bühne

Informationen

Adresse:

Kurt-Weill-Platz
12627 Berlin
Marzahn-Hellersdorf

Auftraggeber/Bauherr:

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

Planung:

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Umwelt- und Naturschutzamt

Gesamtkosten:

283.000 EUR aus dem Programm Stadtumbau Ost, inkl. Mittel der EU (EFRE)

Realisierung:

2013

Nutzfläche:

2800 qm

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AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Wilheim-Stemberger, Gabriele
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Abt. Wirtschaft und Stadtentwicklung, Umwelt- und Naturschutzamt
Tel: 90293-6761

Projekt-News

Mai 2014

Mackie Messer und der Haifisch erinnern in der Hellen Mitte an Kurt Weill

Mai 2013

Hellersdorfer Kurt-Weill-Platz wird umgestaltet

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