Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Das Fördergebiet Fennpfuhl

Projekte des Fördergebiets
Park mit See, Hochhäuser im Hintergrund
Blick über den Fennpfuhl zum Anton-Saefkow-Platz

Zentrum des Ortsteils ist das "Wohnquartier am Fennpfuhl" mit dem Anton-Saefkow-Platz. Von 1972 bis 1985 entstanden hier 15.518 Wohnungen als Mustersiedlung des industriellen Wohnungsbaus in der Innenstadt. Die Bewohner - viele aus der Generation der Erstbezieher - schätzen die unmittelbare Nachbarschaft des Fennpfuhlparks.

Seit 2009 steigen die Einwohnerzahlen. Der Stadtteil ist zum Zuzugsgebiet von Familien aus den Innenstadtbezirken geworden. Positive Wanderungssalden, auch von Kindern im Alter unter 6 Jahren, verdeutlichen diese Tendenz. Ihre Zahl stieg von 2008 bis 2011 um rund 16,6 Prozent. Bis 2013 ist ein Anstieg um weitere 10,1 Prozent prognostiziert (Quelle: Lichtenberger Kindertagesstättenentwicklungsplan 2012/2013)

Das war nicht immer so: Obwohl die innerstädtische Lage mit günstiger Verkehrsanbindung per Bus, Tram und S-Bahn sowie die umfangreiche Aufwertung der Wohnungen und des Wohnumfeldes für den Standort sprachen, standen 2001 etwa 6,5 Prozent der Wohnungen leer, in einigen Bereichen sogar 10 Prozent. Vor allem unzureichend sanierte Wohnungen in Hochhäusern an viel befahrenen Straßen waren davon betroffen. Bis Ende 2009 sank die Leerstandsquote auf verträgliche 3,9 Prozent.

Viele Schulen und Kindertagesstätten befanden sich zu Beginn des Stadtumbau-Prozesses in einem schlechten baulichen Zustand: Öffentliche Einrichtungen blieben ungenutzt, weil sich die Bedürfnisse der älter werdenden Bevölkerung änderten. Ein struktureller Wandel war deshalb geboten.

Dieser Wandel wurde zwischen 2003 und 2012 mit vielen Maßnahmen eingeleitet, viele davon finanziert aus dem Stadtumbau-Programm. Im Jahr 2014 werden die letzten aus dem Stadtumbau geförderten Maßnahmen abgeschlossen sein.

Informationen

Stadtumbau-Programm: Ost
Fläche: ca. 300 ha
Wohnungen: 26.051 (Stand: 2009)
Einwohner: 46.068 (Stand: 31.12.2012)
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AktuellRückbau soziale InfrastrukturAbgeschlossenRückbau soziale Infrastruktur

Ziele

Die Umgestaltung des Ortsteils steht unter dem Leitbild "Wohnen im Grünen - mitten in der Stadt". Das Gebiet hat mit dem Park am Fennpfuhl, den angrenzenden Grünzügen und großzügigen Wohnhöfen viel Potenzial. Hinzu kommen zahlreiche Gemeinbedarfseinrichtungen, die durch Umnutzung oder Umbau, aber auch Abriss und entsprechender Nachnutzung den veränderten Ansprüchen angepasst werden können.

Noch zerschneiden wichtige Verkehrsachsen das Gebiet und wirken als Barriere. Diese sollen "durchlässiger" gemacht und die einzelnen Teilgebiete damit stärker vernetzt werden.

Für zwei Vertiefungsbereiche wurden Entwicklungsperspektiven erarbeitet: für den Anton-Saefkow-Platz und das Altenhofer Dreieck. Dieser Prozess wurde von einer Lenkungsrunde begleitet, der Vertreter von Bezirks- und Senatsverwaltungen, aus der Wohnungswirtschaft und dem Handel ebenso angehörten wie lokale Akteure und der Bürgerverein Fennpfuhl e. V.

Stand der Sanierung

Begrünte Fußgängerzone
Ort der Begegnung und Ruhe: Die Anton-Saefkow-Promenade

Durch die Maßnahmen der Wohnungswirtschaft und die Aufwertung des öffentlichen Raumes konnte der Leerstand an Wohnungen bis 2009 auf geringe 3,9 % reduziert werden. Schwerpunkte des Stadtumbaus Ost waren zwischen 2005 und 2010 der Anton-Saefkow-Platz mit der Promenade und sowie der Fennpfuhl-Park und das Altenhofer Dreieck.

Der Anton-Saefkow-Platz mit dem direkt angrenzenden Fennpfuhl-Park ist sowohl die "urbane" als auch "grüne" Mitte des Wohngebiets. Das beherrschende Warenhaus-Gebäude im Zentrum stand lange leer. Um Investitionen anzuregen, wurde das Umfeld behutsam neu gestaltet. Mit Erfolg: seit 2011 wird das Gebäude wieder als Dienstleistungs- und Handelsplatz genutzt. Die Aufwertung der Promenade und des Platzes hat zu einer neuen Qualität und neuen Nutzungsmöglichkeiten geführt, ohne dem Identifikationsort des Quartiers seinen Charakter zu nehmen.

Auch große Teile des Fennpfuhlparks sind nach dem Abriss der Traditionsgaststätte Seeterrassen 2008 erneuert worden. Auch hier wurden die in der ursprünglichen Konzeption vorhandenen gestalterischen Elemente - wie die zahlreichen Kunstwerke - weitgehend erhalten. In den Bereichen Paul-Junius-Straße und Rudolf-Seiffert-Straße wurden nach dem Rückbau von Gebäuden weitere Flächen für den Park bzw. die angrenzende Grünanlage hinzugewonnen. Um die Verknüpfung mit anderen Quartieren zu verbessern, sind zusätzliche Straßenquerungen und Zugänge vorgesehen.

Das Altenhofer Dreieck erstreckt sich über rund 14 Hektar am südwestlichen Rand des Ortsteiles Hohenschönhausen Süd. Das Gebiet ist städtebaulich ungegliedert, es wird vorwiegend durch großflächige gewerbliche Nutzungen geprägt. Das Areal böte gute Voraussetzung für eine Bebauung, derzeit ist aber kaum mit Investoreninteresse zu rechnen. Das Bezirksamt hat das Areal deshalb auf einer Fläche von 6,2 Hektar in eine öffentliche Parkanlage mit Sport- und Spielangeboten für ältere Kinder und Jugendliche umgestalten lassen.

Nicht mehr benötigte Kitas und Schulen wurden zurück gebaut oder umgenutzt. An der Liebenwalder Straße entstand ein Interkultureller Garten, in der Otto-Marquardt-Straße wurde eine Kita als Jugendklub ausgebaut. Der Jugendclub in der Rudolf-Seiffert-Straße wurde saniert. In der Nachbarschaft des Anton-Saefkow-Platzes erhielt das Herder-Gymnasium 2012 komplett neu gestaltete Sportflächen.

In den letzten Jahren ist der Bedarf an Kindergartenplätzen wieder gestiegen. Daher entsteht bis 2014 in der Paul-Junius-Straße eine neue Kita in einem nicht mehr genutzten Schulgebäude.

Dringenden Bedarf an städtebaulicher Aufwertung hat nach wie vor der Bereich um den Roederplatz. 2012 - 2013 entsteht daher mit Beteiligung der Anwohner ein Erneuerungskonzept für dieses Areal. Die am Roederplatz ansässige Grundschule erhält ab 2013 neue Sportanlagen.

Diese Projekte bilden bis 2014 den Abschluss der aktiven Stadtumbauförderung im Lichtenberger Stadtumbau-Gebiet Fennpfuhl.

Weitere Informationen zu Projekten des Stadtumbaus in Fennpfuhl finden Sie im Stadtteilentwicklungskonzept Fennpfuhl (2007).

Text: R. Friedrich, A. Stahl, bearb. 2013, Quelle: Stadtteilkonzept, Stadtbüro Hunger, Fotos: Herwarth + Holz (1), Anka Stahl

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Dahlem, Margitta
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Tel: (030) 90139 4863
Schmitz, Werner
Bezirksamt Lichtenberg, Abt. Stadtentwicklung, Fachbereich Stadtplanung
Tel: (030) 90296 6469

Projekt-News

Februar 2012

Leben mit Weitsicht – Großwohnsiedlungen als Chance

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
Telefonzentrale: 030 90139-3000 / Berliner Behördenrufnummer: 115

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