Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau West

Das Fördergebiet Spandau-Falkenhagener Feld

Projekte des Fördergebiets
Hochhäuser am Paul-Gerhardt-Ring
Helle Fassaden, blauer Himmel, im Hintergrund flachere Wohnhäuser, Grün

Das Gebiet ist eine seit Anfang der 60er Jahre in mehreren Bauabschnitten entstandene Großsiedlung am westlichen Stadtrand. Auf beiden Seiten der Falkenhagener Chaussee wurden rund 10 000 Wohnungen in Vier- bis Sechszehngeschossern errichtet, vorwiegend im Sozialen Wohnungsbau. Im Wohngebiet gibt es acht Kitas, sechs Schulen und zwei Jugendeinrichtungen. Kleinere und größere Handels- und Dienstleistungseinrichtungen befinden sich im Umfeld und sind mit dem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz schnell erreichbar.

Bei der Festlegung des Gebietes stand die Großsiedlung klar im Mittelpunkt. Ebenfalls in die Förderung einbezogen sind die B.-Traven-Oberschule, das soziokulturelle Zentrum "Forum" und der Spektepark mit dem Spektesee als Naherholungsbereich.

Der Rosengarten wurde vom Wohnungsunternehmen mit eigenen und Stadtumbamitteln 2013 umgestaltet
Beet, Betonbänke mit Holzlatten, Wohnhäuser, im Hintergrund gelber Flachbau

Das Falkenhagener Feld wurde als Stadtumbaugebiet ausgewählt, um dem sich abzeichnenden wachsenden Wohnungsleerstand präventiv entgegenzuwirken und die Attraktivität des Wohnquartiers zu erhöhen. Die Potenziale sind vorhanden: gut ausgebaute Verkehrsverbindungen insbesondere zum Bezirkszentrum, eine gutes Bildungs- und Jugendfreizeitangebot und großflächige Grün- und Freiflächen.

Doch die Bevölkerungsstruktur hat sich in den letzten Jahren verändert, der demographische Wandel ist hier am Stadtrand besonders deutlich zu beobachten. Ende 2013 waren fast 25 Prozent der Bewohner über 65 Jahre alt. Ursprünglich war die Siedlung in erster Linie für Familien mit Kindern erbaut worden, jetzt ziehen die Kinder weg, ein Generationswandel setzt ein. Demgegenüber kann ein Zuzug von Familien mit Migrationshintergrund beobachtet werden. Der Anteil an Erwerbslosen im Wohnquartier ist hoch. Die sozialen und kulturellen Angebote im Stadtteil müssen sich den veränderten Herausforderungen anpassen. Die Maßnahmen des Stadtumbaus werden dies unterstützen.

Um die Integration und das Zusammenleben im Stadtteil zu verbessern, wurde die Großsiedlung Falkenhagener Feld auch in das Programm "Soziale Stadt" aufgenommen. Die beiden Förderprogramme zielen mit unterschiedlichen Instrumenten in die gleiche Richtung: der Stabilisierung und Attraktivierung der Wohnsiedlung. Die Synergien zwischen der sozialstrukturellen und der städtebaulichen Anpassung gilt es zu nutzen.

Informationen

Stadtumbau-Programm: West

Fläche: ca. 220 ha

Einwohner: ca. 21.313 (Stand: 31.12.2013)
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AktuellAbgeschlossen

Ziele und Handlungsbereiche

Der neue Kletterfelsen im Spektepark. Auch er entstand 2013
Felsnadel im Park auf Wiese, davor Weg und Zaun

Das Stadtumbaukonzept steht unter dem Leitmotiv "Ein Stadtteil nutzt seine Potenziale". Daraus wurden vier Ziele abgeleitet, die perspektivisch in Handlungsbereiche gegliedert und dann konkretisiert werden.

Handlungsbereich 1: Qualifizierung des Wohnungsangebotes und der städtebaulichen Struktur

Die meisten Gebäude müssen von Grund auf instand gesetzt, die Wohnungen den veränderten Anforderungen angepasst werden. Zu prüfen ist, inwieweit Standorte für Neubauten auch vermarktbar sind. Dafür ist eine Zusammenarbeit mit den Eigentümern zur Entwicklung gemeinsamer Strategien notwendig. Auch die Nahversorgungszentren sind vielfach nicht mehr konkurrenzfähig und müssen aufgewertet und umgebaut werden. Ein zentrales Vorhaben in diesem Bereich ist die Stärkung der Quartiersmittelpunkte im Falkenhagener Feld Ost.

Handlungsbereich 2: Flächenaktivierung für Bewegung und Gesundheit

Der Stadtteil im Grünen soll insbesondere im Bereich Sport weiter entwickelt werden. Dazu ist vorgesehen, unter Beachtung des Landschaftsschutzes, Freiflächen für Freizeiteinrichtungen nutzbar zu machen. Das eröffnet zudem Chancen für die verstärkte Integration der Migrantenfamilien. Beispiele dafür finden sich besonders im Umfeld des Spekteparks.

Handlungsbereich 3: Entwicklung des Stadtteils für das Zusammenleben der Generationen und Kulturen

Um ein tolerantes Miteinander aller Bewohner zu befördern, sollen Räume für Kultur, Begegnungen und Kommunikation aufgebaut werden. Für die älteren Menschen wird ein Netzwerk für Service und Dienstleistungen geknüpft. Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen sind ebenso geplant wie die Stärkung des Ehrenamtes. Das soll erreicht werden einerseits durch Instandsetzung und Umbau vorhandener Gebäude, andererseits durch Aufwertungsmaßnahmen im Wohnumfeld. Ein erfolgreiches Projekt hat die Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde mit ihrem Mehrgenerationenhaus realisiert. Auch die Verlagerung und der Ausbau der Stadtteilbibliothek mit ihrem großen Angebot an fremdsprachiger Literatur ist hier zu nennen.

Handlungsbereich 4: Neue Kooperation und bürgerschaftliches Engagement

Dazu soll durch Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Wohnungseigentümern, Bewohnern, sozialen und kulturellen Projekten und Initiativen das Eigenpotential der Bewohner und Akteure im Siedlungsgebiet verstärkt und ausgebaut werden. Die gemeinsame Planung vieler Stadtumbauprojekte - auch im Zusammenwirken mit dem Quartiersmanagement - trägt viel zur wachsenden Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier bei.

Alle laufenden und bereits abgeschlossenen Stadtumbau-Projekte finden Sie in der Projektliste.

S.T.E.R.N. GmbH, bearb. A. Stahl, 2013, Quelle: Bezirksamt Spandau
Stand: April 2013

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Forchmann, Cornelia
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Tel: (030) 90139 4865
Schulte, Markus
Bezirksamt Spandau von Berlin
Tel: (030) 3303 35 72
Neunherz, Petra
Bezirksamt Spandau von Berlin
Tel: (030) 90279-3566

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