Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau West

Brunsbütteler Damm/Heerstraße

Projekte des Fördergebiets

Ausgangssituation

Blick vom Hahneberg auf das Gebiet an der Heerstraße

Das Stadtumbaugebiet Brunsbütteler Damm / Heerstraße liegt im Spandauer Ortsteil Staaken. Es grenzt östlich an Wilhelmstadt, südwestlich an das Land Brandenburg und im Westen an den Ortsteil Neu-Staaken. Die beiden überörtli­chen Hauptverkehrsstraßen Brunsbütteler Damm und Heerstraße durchqueren das Fördergebiet jeweils in Ost-West-Richtung.

 

Das Stadtumbaugebiet wird als wichtiger Wohnstandort am westlichen Stadtrand durch die beiden Großsiedlungen Heerstraße Nord und Louise- Schröder-Siedlung geprägt. Die Großsiedlung Heerstraße Nord - eine der größten Nachkriegssiedlungen des Bezirks - umfasst die am Blasewitzer Ring gelegene „Obstalleesiedlung“ und die westlich des Magistratsweges gelegene „Rudolf-Wissell-Siedlung“. Im Norden des Fördergebietes befindet sich die Louise-Schröder-Siedlung, die ebenfalls in den 1960er und 1970er Jahren er­baut wurde.

In direkter Nachbarschaft der Großsiedlungsstrukturen gibt es zahlreiche eingestreute Gebiete mit Einfamilien-, Wochenendhäusern und Kleingärten. Weitläufige Grünflächen sowie der Hahneberg im Süden bieten Raum für Bewegung und Aufenthalt in der Natur. Anlass für die Aufnahme des Gebietes in die Förderung ist ein deutlicher Zuzug von überwiegend sozial schwachen Familien. Dem Stadtteil droht eine problematische Entwicklung der Sozialstruktur sowie der Wohn- und Lebensverhältnisse. Die Versorgung mit sozialer Infrastruktur ist teils unzureichend. Zudem gibt es deutliche Sanierungsrückstände am Gebäudebestand. Auch der öffentliche Raum ist – vor allem im Ortsteilzentrum Obstallee – von vielen Mängeln geprägt.

 

 

Informationen

Bezirk Spandau

Gebietsfestlegung: 09.05.2017
gemäß § 171b BauGB

Gebietsgröße: ca. 443 ha

Einwohner: 30.374 Einwohner (31.12.2015)
größere Kartenansicht
AktuellAbgeschlossen

Überlagerung der Städtebauförderprogramme Soziale Stadt und Stadtumbau

Die Großsiedlung Heerstraße Nord im südlichen Teilbereich des Untersuchungsgebiets wurde bereits im Jahr 2005 in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Das Quartiersmanagement (QM) Heerstraße initiiert und begleitet integrative Projekte, um das Gebiet zu stabilisieren und negative Folgen von gesellschaftlicher Benachteiligung abzumildern und zu kompensieren. Durch die in Zukunft parallele Förderung des Städtebauförderprogramms Stadtumbau sollen Synergien zwischen der soziointegrativen Stadtteilarbeit der Sozialen Stadt und den investiven Projekten des Stadtumbaus entstehen.

Entwicklungsziele, Leitbild

Übergeordnetes Ziel ist es, im Gebiet eine hohe Wohn- und Lebensqualität zu schaffen, die gleichsam alle Generationen und Schichten der Bevölkerung sowie die unterschiedlichen Kulturen einbindet. Wegweisend hierfür sind Investitionen in vielfältige soziale und kulturelle Einrichtungen, die auf kurzen und attraktiven Wegen erreichbar sind, sowie attraktive Grün- und Freiflächen, die das Wohnumfeld prägen und zum Aufenthalt einladen. Das Stadtumbaugebiet soll als ein moderner Wohnstandort mit grüner Prägung und einer sozialen Ausgewogenheit entwickelt werden.

Beteiligung

2. ISEK-Forum am 2.6.2016
Menschen vor Stellwand schreiben und schauen

In der Großsiedlung Heerstraße arbeitet das QM Heerstraße bereits seit 2005 gezielt an der Aktivierung von Bewohnerinnen und Bewohnern und der Förderung der Vernetzung, insbesondere von Bildungseinrichtungen.

Bei der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) als Voraussetzung für die Förderung im Bund-Länder-Programm Stadtumbau durch das Büro Herwarth + Holz im Jahr 2016 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Stadtteil-Akteure und Netzwerke einbringen. Auch die Wohnungsunternehmen wurden als wesentliche Akteure im Quartier in die Voruntersuchung einbezogen.

Um verschiedene Zielgruppen zu erreichen, wurden besonders vielfältige Beteiligungsformate gewählt. Es fanden u.a. Workshops mit lokalen Akteuren, Gebietsrundgänge mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Gesprächsrunden mit Seniorinnen und Senioren sowie ein Stadtteilforscherprojekt mit Schülern der 11. Klasse der Carlo-Schmid-Oberschule statt. Zudem wurde eine Bürgerveranstaltung als offenes Beteiligungsforum und ein Mitmach-Stand auf dem Stadtteilfest Heerstraße organisiert. Interessierte konnten sich auch online beteiligen. Viele der gesammelten Anregungen finden sich in den Maßnahmenvorschlägen des ISEKs wieder. Weitere Informationen zur Beteiligung finden Sie in den nebenstehenden News-Beiträgen zum Gebiet vom Mai und Juni 2016.

Stand des Verfahrens und Ausblick

Wenig einladend: Der Vorplatz zum Staaken-Center

Die im ISEK zusammengetragenen Projekte und Maßnahmen können vor allem mit Fördermitteln des Stadtumbaus ab 2017 umgesetzt werden. Als Voraussetzung dafür beschloss der Berliner Senat am 9. Mai 2017 die Aufnahme des Gebiets in die Kulisse der Stadtumbau-Förderung. Die damit angestrebte Gebietsentwicklung soll in einem Zeitraum von circa 10 Jahren maßgeblich vorangebracht werden. Für die Jahre 2017 und 2018 stehen vor allem Startermaßnahmen auf dem Programm. 

Senatsverwaltung SenStadt / bearb. B. Gericke
Stand: September 2017

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Forchmann, Cornelia
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: (030) 90139 4865
Nagel, Jennifer
Bezirksamt Spandau von Berlin
Tel: (030) 90279 2642

News aus dem Fördergebiet

Oktober 2017

Neugestaltung des Spielplatzes Cosmarweg beginnt

Mai 2017

Tag der Städtebauförderung: Grüne Inseln im Häusermeer

Mai 2017

Startschuss für den Stadtumbau im Gebiet Brunsbütteler Damm/Heerstraße

Logo Europäische UnionBundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung