Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Märkisches Viertel

Ausstellung "Stadtumbau im Märkischen Viertel"


Zu Beginn des Jahres 2009 war im Fontane-Haus die Ausstellung "Stadtumbau im Märkischen Viertel" zu sehen. Sie informierte über den aktuellen Stand der Ideen und Planungen für Umbaumaßnahmen an öffentlichen Gebäuden und Flächen im Stadtteil. Die Ausstellung wanderte anschließend zu verschiedenen Orten (in Schulen und öffentlichen Gebäuden) im Viertel, um von möglichst vielen Bewohnern und Interessierten gesehen werden zu können.

Stadtumbauprogramm in Berlin

Ausstellungstafel
Ausstellungstafel mit Bild und Text

Im Osten fing es an …

Bereits Ende der 90er Jahre tauchte der Begriff „Stadtumbau“ auf. Die erheblichen Wohnungsleerstände in den schrumpfenden Städten Ostdeutschlands waren ein Problem, das nicht allein von den Wohnungsgesellschaften gelöst werden konnte. Deshalb rief die Bundesregierung 2002 das Förderprogramm Stadtumbau Ost ins Leben. Hiermit wird der Umbau, die Aufwertung oder auch der Abriss von Wohngebäuden sowie von Schulen, Kindertagesstätten und Nachbarschaftseinrichtungen finanziert.

im Westen geht es weiter.

Auch in den alten Bundesländern und im Westteil Berlins wurde bald der Bedarf an einem neuen Förderprogramm deutlich. Hier befinden sich viele Gebiete, die vom wirtschaftlichen Wandel betroffen sind oder in denen als Folge der Teilung Berlins bis heute brach gefallene, untergenutzte Flächen und leerstehende Gebäude das Bild prägen. Der demographische Wandel führt dazu, dass auch die Wohnungsangebote und die soziale Infrastruktur auf eine veränderte Bevölkerungsstruktur ausgerichtet werden müssen. Dafür startete 2004 das Bund-Länder-Förderprogramm Stadtumbau West.

Berliner Gebiete

Berlin hat den Schwerpunkt der Förderprogrammumsetzung auf die Wiederbelebung von Wirtschaftsstandorten und die Weiterentwicklung von Großsiedlungen gelegt. 2005 wurden die ersten fünf Gebiete in das Förderprogramm aufgenommen. In den vier eher gewerblich geprägten Gebieten Neukölln-Südring, Kreuzberg-Spreeufer, Schöneberg-Südkreuz und Tiergarten-Nordring/Heidestraße sollen innerstädtische Wirtschaftsstandorte aufgewertet und mit privaten und öffentlichen Investitionen städtebauliche Missstände abgebaut werden. In der Großsiedlung Falkenhagener Feld in Spandau geht es um beispielhafte Lösungsansätze für die Entwicklung der Wohnsiedlung am Stadtrand. Die Zusammensetzung der Bevölkerung dieses Wohngebietes aus den 1960er Jahren verändert sich in den letzten Jahren spürbar und stellt dadurch das städtische Umfeld und das Wohnraumangebot vor neue Herausforderungen.

Stadtumbau im Märkischen Viertel

Als sechstes Gebiet hat das Land Berlin am 6. Januar 2009 das Märkische Viertel in das Förderprogramm Stadtumbau West aufgenommen. Als Modellvorhaben für energetische Sanierung und integrierte Stadtentwicklung wird es in den nächsten Jahren in enger Abstimmung mit den Maßnahmen der GESOBAU zur energetischen Modernisierung der Wohnungen durchgeführt. Plätze, Orte und Straßenräume im Viertel sollen aufgewertet sowie Grün- und Freiflächen für alle Bewohner schöner und praktischer gestaltet werden. Dort, wo Flächen nicht genutzt werden und brach liegen, wird nach neuen Nutzungen gesucht. Schulen, Kitas, Veranstaltungsräume, Treffpunkte und Bildungseinrichtungen sollen den heutigen Bedürfnissen gerecht werden. Mit konkreten Maßnahmen wird das Wohngebiet so weiterentwickelt, dass Sie, die Bewohner des Märkischen Viertels, auch in Zukunft hier gerne wohnen.

Im Rahmen des Stadtumbaus ist eine umfassende Beteiligung der Bewohner und Akteure (Gewerbetreibende, Vereine, Träger diverser Einrichtungen, Eigentümer usw.) vorgesehen. Ihre Mitarbeit an der Planung und Konkretisierung ist ausdrücklich erwünscht und für das Gelingen des Stadtumbaus unerlässlich! Mit dieser Ausstellung wollen wir Sie über den Stand der bisherigen Ideen und Absichten informieren. Wir laden Sie ein, an weiteren Stadtteilkonferenzen teilzunehmen, Ihre Ideen und Vorstellungen für einzelne Projekte einzubringen und sich an der Diskussion zu beteiligen!

Themen und Ziele im Märkischen Viertel

Ausstellungstafel 2

Märkisches Viertel

Zahlen und Fakten: 36.000 Einwohner, 16.400 Wohnungen

Besonderheiten: vielfältige Schul- und sonstige Bildungsangebote, wohnungsnahe Grünflächen, Nachbarschaft zum ländlichen Umland, gute Einkaufsmöglichkeiten, zahlreiche Sportangebote

Märkisches Viertel gestern… und heute

Das Märkische Viertel wurde in den 1960er Jahren als Vorzeigeprojekt des modernen Städtebaus für 40.000 Einwohner geplant und innerhalb von 12 Jahren gebaut. Namhafte Architekten setzten mit bis zu 18-geschossigen Wohnhäusern unterschiedliche Akzente.

Heute ist das Viertel etwas „in die Jahre gekommen“ und viele der öffentlichen und privaten Gebäude müssen an moderne Standards angepasst werden. Auch die Grünanlagen, Wege und Parks gilt es zu erneuern.

Das INSEK Märkisches Viertel

Für die Aufnahme des Märkischen Viertels in das Förderprogramm Stadtumbau West wurde ein INSEK - ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept - erarbeitet. Es wurde im Zuge von zahlreichen Gesprächen, die mit Menschen und Akteuren im Viertel geführt wurden, erstellt. Es benennt wichtige Themen und Schwerpunkte für die zukünftige Entwicklung des Viertels und schlägt Projekte für die Umsetzung in den kommenden Jahren vor.

Welche Themen dürfen dabei nicht fehlen?

  • Demographie… heißt: an alle Altersgruppen soll dabei gedacht werden
  • Ökologie… heißt: sparsamer Umgang mit Materialien und Energie sowie langlebige Maßnahmen
  • Orientierung… heißt: Orte leicht auffindbar machen und übersichtlich gestalten
  • Integration… heißt: alle Menschen darin zu unterstützen, in Gemeinschaft leben zu können
  • Gesundheit… heißt: gesunde Lebensbedingungen und Gesundheitsbewusstsein fördern
  • Partizipation… heißt: die Bewohner sollen bei der Veränderung ihres Umfeldes mitbestimmen

Wo soll etwas passieren?

  • im Zentrum
  • rund um das Mittelfeldbecken
  • auf dem Sportareal am Heinzegraben
  • auf den Grünflächen und Grünverbindungen
  • und an vielen weiteren Orten im Viertel

In welchen Handlungsfeldern sollte sich unbedingt etwas verbessern?

  • Ökologischer Städtebau: energetische Erneuerung der öffentlichen Gebäude, neue Nutzungen auf der Bettina-Brache, barrierearmer Freiraum, verbesserte Orientierung im Stadtteil
  • Bildung und Kultur: Stärkung und Ausbau der Schulen, Stärkung der kulturellen Orte in ihrer Funktion für eine gute Nachbarschaft
  • Sport und Bewegung: sportlich aktive Bewohner sollen viele Angebote im ganzen Viertel finden und alle Sportflächen sollen optimal genutzt und attraktiv gestaltet sein
  • Öffentlicher Raum: Plätze, Wege, Grünflächen sollen gut nutzbar und attraktiv sein
  • Nachbarschaft: das Märkische Viertel soll auch zukünftig vielen Menschen eine friedliche und freundliche Gemeinschaft bieten

Lebendiges Zentrum

Ausstellungtafel 3
Ausstellungtafel mit Wort und Bild

Treffpunkt für Alle …

Das Einkaufszentrum ist für viele Bewohner der Ort, an dem es immer etwas zu erleben gibt. Hier treffen sich Alt und Jung in den Passagen und auf den Plätzen. Der Marktplatz mit dem Wochenmarkt ist eine wichtige Institution im Viertel. Mit Schwimmhalle, Schule und Kirche direkt am Platz wurden hier neben den Geschäften auch viele öffentliche Einrichtungen konzentriert. Das Fontane-Haus ist die bekannteste Einrichtung und wird von vielen Menschen besucht. Mit seinem großen Veranstaltungsraum, dem Bürgeramt, der Musik- und Volkshochschule, der Graphothek und Bibliothek, wird es auch das „kleine Rathaus im Märkischen Viertel“ genannt.

mit kleinen Mängeln

Viele bedauern jedoch, dass der öffentliche Vorplatz des Fontane-Hauses mit Brunnen und Treppenanlage sowie der große Marktplatz nicht immer gut angenommen werden. Die Zugänge vom Wilhelmsruher Damm und von der Königshorster Straße sind versteckt und die schöne Platanen-Promenade des Wilhelmsruher Damms teilt aufgrund der hohen Verkehrsdichte das Viertel in Nord und Süd.

Verbesserungsvorschläge

Mit den Maßnahmen des Stadtumbaus soll der Zugang und der gesamte Eingangsbereich des Fontane-Hauses verbessert werden. Maßnahmen am Gebäude, auf dem Platz und auf dem Weg entlang der Kirche können dazu beitragen. Dies kann mit einer Hofumgestaltung für die St.-Martin-Gemeinde kombiniert werden.

Am Wilhelmsruher Damm wäre es wünschenswert, die Überquerung zu erleichtern. Damit könnten nicht nur die südlichen Wohnlagen, sondern auch neue von der Apostel-Petrus-Gemeinde geplante Projekte besser erreicht werden. Ziel ist, dass dieser Teil des Zentrums, den viele Menschen heute lediglich durchqueren, zukünftig zu einem längeren Aufenthalt einlädt, auch außerhalb der Marktzeiten.

Machen Sie mit!

Der räumliche Schwerpunktbereich „Zentrum“ soll im Laufe des Jahres 2009 genauer untersucht werden. Dies bedeutet, dass die für das Gebiet zwischen Wilhelmsruher Damm, Fontane-Haus, Thomas-Mann-Oberschule, Marktplatz, St.-Martin-Kirchengemeinde und Königshorster Straße benannten Projektvorschläge konkretisiert werden müssen.

Dazu gehört auch, dass Sie als Bewohner, Akteure und direkt Betroffene Ihre Vorstellungen für diesen Teilbereich einbringen können. Ihre Ideen sind in diesem Planungsprozess wichtig! Sie sind Grundlage für eine „Rahmenkonzeption Zentrum“, welche durch ausgebildete Experten (Architekten, Städtebauer, Landschaftsplaner) erarbeitet wird.

Wenden Sie sich an uns! Unsere Kontaktdaten finden Sie auf der letzten Ausstellungstafel.

Starkes Mittelfeld

Ausstellungstafel 4
Ausstellungstafel mit Wort und Bild

Unentdecktes Grün …

Rund um das Mittelfeldbecken erstreckt sich ein grüner Stadtteilpark, der von sehr vielen öffentlichen Einrichtungen umrahmt ist. Zahlreiche Schulen und Jugendeinrichtungen grenzen an ein Wegesystem, das die Wasserfläche umrundet und sich dann in alle Richtungen des Viertels verzweigt. Der Stadtteilpark wird von vielen Bewohnern geschätzt, weil er inmitten der Siedlung ein grünes und sehr ruhiges Zentrum abseits des Straßenverkehrs darstellt. Hier kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad entspannt das Viertel durchqueren.

mit vielen Möglichkeiten.

Der Stadtteilpark wirkt jedoch oft unbelebt. Viele der öffentlichen Einrichtungen kehren dem Mittelfeldbecken ihren Rücken zu und haben keinen Zugang zum Park. Würden sich jedoch alle Einrichtungen zum Park hin öffnen, so wäre er sicherlich noch mehr genutzt und man könnte vom Mittelfeldbecken aus die Einrichtungen besuchen. Es wäre viel leichter, sich einen Eindruck über die vielfältigen Angebote im Zentrum des Senftenberger Rings zu verschaffen. Neue Zugänge könnten zur verbesserten Orientierung beitragen. Es bestände die Möglichkeit, dass alle Jugend- und Bildungseinrichtungen, die hier wie an einer Perlenschnur aneinander gereiht sind, besser miteinander in Kontakt kommen und ihre Zusammenarbeit ausbauen.

Was sind Ihre Ideen?

Eine besondere Chance für das Viertel ist die Bettina-Brache am Mittelfeldbecken. Hier stand das erste Schulgebäude der Bettina-von-Arnim-Schule. Die asbestbelastete Schule wurde abgerissen, der Schulbetrieb zog an den zunächst als Provisorium gedachten jetzigen Standort um. Seitdem wartet das Grundstück auf eine Veränderung. Das wünschen sich auch viele Anwohner! Die Nutzung der Bettina-Brache wird eine Maßnahme des Stadtumbaus im Märkischen Viertel sein – hier soll etwas passieren!

Geplant ist die Durchführung einer Ideenbörse im Jahr 2009. Auf ihr können Sie als Anwohner und Akteure im Stadtteil Vorschläge benennen, was im Viertel fehlt, was gewünscht wird und was eventuell schon als Idee in der Schublade liegt. Gemeinsam mit Ihnen soll überlegt werden, was auf dieser Fläche vielleicht auch als Zwischennutzung denkbar und sinnvoll ist.

Aktives Sportforum

Ausstellungstafel 5
Ausstellungstafel mit Wort und Bild

Hier wird viel geboten …

Vom Sportangebot im Märkischen Viertel kann so manch ein Berliner nur träumen. Es sind nicht nur viele Flächen und Plätze vorhanden, sondern auch engagierte Vereine bieten zahlreiche Angebote für jeden Geschmack an. Die Plätze sind zumeist in gutem Zustand. Die Schulen stellen ihre Sporthallen dem Vereinssport zur Verfügung. Einige Angebote locken sogar Menschen aus allen Teilen der Stadt an, um hier Sport zu treiben.

hier kann sich was bewegen!

Bei der Planung des Märkischen Viertels wurden die Sportplätze bewusst auf einem Areal am Heinzegraben zusammengefasst. So befinden sich heute u.a. Fußball, Bogenschießen, Tennis, Klettern, Baseball, Beachvolleyball und Leichtathletik in direkter Nachbarschaft. Zu wünschen wäre, dass die vielen sportlichen Gruppen nicht nur nebeneinander, sondern manchmal auch miteinander aktiv sind und voneinander profitieren. Auch vereinsungebundene Angebote werden zunehmend gewünscht und sollten hier ihren Raum finden. Die vielen grünen Wege, die das Areal kreuzen und die Plätze untereinander verbinden, bieten auch eine Menge Möglichkeiten, noch mehr sportliche Angebote unterzubringen.

Für die Zeit nach dem Sport fehlen Umkleidekabinen und Aufenthaltsräume. Der Stadtumbau könnte helfen, solche Angebotslücken zu schließen und das Areal zu einem aktiven Forum des Sports und der Bewegung für die Nachbarschaft zu entwickeln.

Was bedeutet das für Sie?

Sie kennen das Märkische Viertel am besten! Im Laufe des Jahres 2009 ist vorgesehen, die Ideen für den räumlichen Schwerpunktbereich „Sportforum“ weiterzuentwickeln. Fachleute der Planung sollen mit Ihnen, Sportlern, Aktiven und Anwohnern zusammen kommen. Gemeinsam sollen Sie die bisherigen Ideen kritisch unter die Lupe nehmen und gewährleisten, dass die verschiedenen Projekte voneinander profitieren. Wann kann was an welchem Ort am Besten umgesetzt werden? Die daraus entstehende „Rahmenkonzeption Sportforum“ ist dann Grundlage für die genauere Planung der einzelnen Vorhaben. Das bedeutet: wir stehen am Anfang eines gemeinsamen Planungsprozesses.

Landschaft in der Stadt

Ausstellungstafel 6
Ausstellungstafel mit Wort und Bild

Grün gibt es in Hülle und Fülle…

Was wäre das Märkische Viertel ohne sein Grün? Es ist am grünen Stadtrand gelegen, mit zahlreichen Wegen und Gräben, mit Tausenden von Platanen bepflanzt und versorgt mit Spielplätzen und Wohnhöfen. Die Nähe zum Landschaftsraum Lübars und zu den großen Freiflächen ist für Viele ein Grund, sich im Viertel besonders wohl zu fühlen. Das Grün bietet Erholung und verlockt zur Bewegung. Viele Wege weisen schon heute kaum Stufen auf, so dass sich besonders Menschen mit Kinderwagen oder Gehhilfen hier besser bewegen können, als in anderen Teilen der Stadt.

doch es ist nicht leicht, sich zurechtzufinden!

Das Wegenetz im Märkischen Viertel ist groß, aber es führt manchmal nicht nur bei Besuchern des Viertels zu Verwirrung. Ein wichtiges Grundgerüst für die überörtlichen Wege abseits der Straßen bieten die Gräben, die das Viertel durchziehen und prägen. Die grabenbegleitenden Wege tragen in der Praxis jedoch nur wenig zur Orientierung bei, da sie teilweise unterbrochen, streckenweise sehr unterschiedlich gestaltet und wenig hilfreich beschildert sind. Auch die Rad- und Fußwege aus dem Viertel in die umliegende Natur sind teilweise lückenhaft. Die Bewohner bemängeln auch den Pflegezustand vieler Anlagen sowie eine unzureichende Beleuchtung, die dunkle Angsträume schafft.

Was müsste Ihrer Meinung nach getan werden?

Der Landschaftsraum im Märkischen Viertel ist sehr weitläufig und komplex. Wünschenswert ist ein gut vernetztes Wegesystem, in dem sich aufgrund der guten Orientierung jeder zurechtfindet und mit dem man ohne große Umwege und mit sicherem Gefühl das Viertel durchqueren und den angrenzenden Landschaftsraum erreichen kann.

Die Umgestaltung der Grünfläche am Packereigraben bietet die Möglichkeit, die Bereiche Zentrum, Mittelfeldbecken und Sportforum mit einem „grünen Gelenk“ besser miteinander zu verknüpfen. Eine kleine Brücke über den Packereigraben könnte dabei helfen, die Wege direkter und attraktiver zu führen.

Eine Fortsetzung der in Abschnitten bereits vorhandenen naturnahen Gestaltung der Gräben wäre außerdem wichtig.

Darüber hinaus sollten Projekte umgesetzt werden, die die Außenraumnutzung für alle Alters- und Nachbarschaftsgruppen optimiert und das grüne Umfeld mit einem sportlichen Parcours durch das Gebiet ausstattet.

Dies alles wird Inhalt einer näheren Untersuchung im Jahre 2009 sein, die als „Rahmenkonzeption Landschaftsraum“ erarbeitet und mit Ihnen intensiv diskutiert werden soll. Ohne Ihre Mithilfe als Benutzer der Grünanlagen und Kenner des Viertels würde viel Wissen fehlen!

Projekte für das gesamte Märkische Viertel

Ausstellungstafel 7
Ausstellungstafel in Wort und Bild

Nicht alle Projektvorschläge lassen sich in die vier räumlichen Bereiche „Zentrum“, „Mittelfeld“, „Sportforum“ und „Landschaftsraum“ einordnen. Deshalb werden sie in der Kategorie „Gesamtes Märkisches Viertel“ zusammengefasst.

Es gibt Projektvorschläge, deren Standort heute noch nicht feststeht: zum Beispiel ist eine Erweiterung der Grundschulkapazitäten im Viertel vorgesehen. Mit dem Zuzug von Familien, einhergehend mit wachsenden Schülerzahlen, stoßen die vorhandenen Schulen absehbar an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit. Momentan geht man von einem zusätzlichen Bedarf von ca. 12 Klassenräumen innerhalb der nächsten Jahre aus, aber das muss noch durch die Schulentwicklungsplanung konkretisiert werden. Eine vorhandene Schule soll dazu erweitert werden. Welche es sein wird, steht noch nicht fest.

Bildung

Einige Projekte umfassen mehrere Standorte, z.B. die Vorhaben für alle Schulen. Das Projekt „Bildungslandschaft Märkisches Viertel“ werden die Schulleiter in gemeinsamer Runde entwickeln. Sie wollen sich gemeinsam Maßnahmen überlegen, die allen Schulen zugute kommen und dazu beitragen, das gute Bildungsangebot im Märkischen Viertel auch über den Bezirk hinaus bekannt zu machen.

Klimaschutz

Im Projekt „Klimafreundliche Schulen“ soll das Modellvorhaben der energetischen Sanierung im Stadtumbau einen wichtigen Beitrag dazu liefern, die Energieeffizienz der öffentlichen Gebäude zu optimieren. Dass nicht nur die Wohnhäuser, sondern auch die über 40-jährigen Gebäude der sozialen Infrastruktur den heutigen Ansprüchen an umweltverträgliche und energiesparende Standards nicht mehr entsprechen, liegt auf der Hand. In einem ersten Schritt soll der Bezirk nach einer genaueren Untersuchung

Andere Projektvorschläge betreffen Flächen, die außerhalb der vier räumlichen Schwerpunktbereiche liegen. Zum Beispiel gibt es in der Markendorfer Straße einen Spiel- und Bolzplatz, der dringend erneuert werden muss. Auch für den Bau des von vielen Anwohnern gewünschten „Fitnessplatz 20+“ - ein Platz mit Bewegungsgeräten für Erwachsene und Senioren - wird der beste Standort noch gesucht.

 

Planen Sie mit!

Im Stadtumbau des Märkischen Viertels werden Sie regelmäßig über die aktuellen und geplanten Projekte informiert. Sie sind eingeladen, gemeinsam mit Fachleuten über die geplanten Projekte zu diskutieren und an der Weiterentwicklung mitzuwirken! Wenden Sie sich an uns: unsere Kontaktdaten finden Sie auf der letzten Ausstellungstafel.

Vorläufige Projektvorschläge

Ausstellungstafel 8
Ausstellungstafel in Wort und Bild

Die jetzigen Ideen…

In den nächsten Jahren können mit den Mitteln des Förderprogramms Stadtumbau West zahlreiche Projekte gefördert werden. Ingesamt werden im „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ mit Stand vom 28. November 2008 vierzig Projekte vorgeschlagen, die in ihrem Zusammenspiel die Ziele für den Stadtumbau im Märkischen Viertel verfolgen. Sie sind im Zuge von zahlreichen Gesprächen, die mit Menschen und Akteuren im Viertel geführt wurden, entstanden.

können sich im Verfahren konkretisieren und verändern.

Viele Ideen müssen weiter ausgearbeitet werden oder bedürfen einer intensiveren Auseinandersetzung hinsichtlich ihrer Akzeptanz und Realisierungschancen im Stadtteil. Für das eine oder andere Projekt wird es darüber hinaus erforderlich sein, noch andere Finanzierungsquellen zu finden, um die Vielzahl aller Ideen in die Tat umsetzen zu können. Über die weitere Konkretisierung der Projekte soll regelmäßig im Viertel berichtet werden. Sie werden die Gelegenheit haben, sich aktuell zu informieren und Ihre Meinungen einzubringen!

Die unten aufgeführte Liste der Projekte ist vorläufig und nicht abschließend. Die Projektideen werden sich im Laufe des Prozesses weiterentwickeln.

Projektliste

Die Projekte sind geordnet und nach ihrer Zuordnung zu den räumlichen Schwerpunkten bezeichnet. Die Erläuterungen zu den einzelnen Projekten finden Sie in der ausliegenden Kurzfassung des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ Märkisches Viertel.

Da noch nicht alle Projekte einen konkreten Standort haben, sind einige Projekte nicht auf der Übersichtskarte verortet.

A Belebung des Zentrums

A.1 Rahmenkonzept „Zentrum“

A.2 Kleines Rathaus Märkisches Viertel

A.3 Rathausplatz

A.4 Blickachse zum Marktplatz

A.5 Platanen-Promenade Wilhelmsruher Damm

A.6 Klassenräume in der Kinder- und Jugendhalle

A.7 Campus St. Martin

A.8 Kommunikationsladen Apostel Petrus

B Profilierung des Mittelfelds

B.1 Neue Nutzung der „Bettina-Brache“ inkl. Ideenbörse

B.2 Perlenschnur Jugend & Bildung

B.3 Aufwertung Stadtteilpark Mittelfeldbecken

B.4 Eingangsbereiche zu Einrichtungen

B.5 Kunstpark - Kinderkunststation

B.6 Spielhaus auf dem Abenteuerspielplatz „Acker“

C Qualifizierung des Sportforums

C.1 Rahmenkonzept „Sportforum"

C.2 Neubau eines Sportlertreffpunkts

C.3 Vernetzung der Sportareale

C.4 Anpassung des Sportangebotes

D Attraktivierung des Landschaftsraums

D.1 Rahmenkonzept „Landschaftsraum“

D.2 Grünes Gelenk

D.3 Ausbau des Fußweges Welzower Steig

D.4 Hauptwege – Nebenwege

D.5 Abbau von Angsträumen

D.6 Freiraum für Alle

D.7 Renaturierung der Gräben

D.8 Sportlicher Ring-Parcours

E Projekte im gesamten Märkischen Viertel

E.1 Schulerweiterung

E.2 Bildungslandschaft Märkisches Viertel

E.3 Stadtteil-Lotsen

E.4 Barrierearmer Außenraum

E.5 Leit- und Infosystem Infrastruktur

E.6 Bolz- und Spielplatz Markendorfer Straße

E.7 Hilfetreff am Senftenberger Ring

E.8 Leseecken & Teilungsräume

E.9 Fitnessplatz 20+

E.10 Öffentlichkeitsarbeit im Stadtumbau

E.11 Quartiersbeiratsverfahren

E.12 Klimafreundliche Schulen

E.13 Ökologischer Umbau der Waldorfschule

Wer ist dabei?

Ausstellungstafel 9
Ausstellungstafel mit Wort und Bild

Wer finanziert?

Das Förderprogramm Stadtumbau West speist sich zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie zu 17 Prozent aus Mitteln des Bundes und zu 33 Prozent aus Mitteln des Landes Berlin. Diese gezielten öffentlichen Investitionen sollen private Initiativen und Investitionen anstoßen. Ziel ist es, damit zu einer positiven Gebietsentwicklung beizutragen und attraktive, pulsierende, zukunftsfähige und lebenswerte Stadtteile zu schaffen.

Wem nutzt das?

… den Menschen im Märkischen Viertel

Die Nutzer der öffentlichen Gebäude, Flächen und Angebote können die neu gestalteten, umgebauten, erweiterten, veränderten oder modernisierten Angebote wahrnehmen und sich auch zukünftig im Märkischen Viertel wohl fühlen.

… dem Bezirk Reinickendorf

Der Bezirk kann im Rahmen des Förderprogramms an seinen Gebäuden und Grundstücken qualitätsverbessernde Maßnahmen durchführen.

…den privaten Eigentümern im Märkischen Viertel

Zum Beispiel die Kirchen. Auch sie sind Teil der öffentlichen Infrastruktur und können eine anteilige Förderung für ihre Gebäude und Freiflächen erhalten.

Zum Beispiel die Wohnungseigentümer. Ihr Bestand gewinnt durch eine Verbesserung der öffentlichen Einrichtungen und eine höhere Attraktivität des Viertels an Wert und i

Wer behält da den Überblick?

Der Bezirk, federführend die Abteilung Bauwesen und Sport, ist für die Umsetzung des Förderprogramms zuständig. In regelmäßiger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird besprochen, wie die Fördermittel eingesetzt werden sollen. In Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachämtern des Bezirks werden die Maßnahmen durchgeführt. Ein Gebietsbeauftragter wird das Bezirksamt in dieser Aufgabe unterstützen. Gemeinsam informieren sie die Öffentlichkeit und führen einen kontinuierlichen Dialog mit Bewohnern, Eigentümern und Akteuren im Märkischen Viertel.

Wie geht es weiter?

Ausstellungstafel 10
Ausstellungstafel mit Wort und Bild

Ihre Unterstützung ist erforderlich!

Alle, die im Märkischen Viertel wohnen oder arbeiten, prägen den Stadtumbau mit:

  • die Wohnungsunternehmen: Sie arbeiten im Interesse Ihres Bestandes und Ihrer Mieter.

  • Die Vereine und örtlichen Träger: Sie bringen Ihre Gebietskenntnisse und Interessen ein.

  • die Bewohner: Sie sagen, was Sie stört und wie Sie ihre Umgebung nutzen und wahrnehmen. Sie bringen Ihre Verbesserungsvorschläge ein. Damit unterstützen Sie alle Planungsbeteiligten bei ihrer Arbeit.

Die Umsetzung des Stadtumbaus liegt in den Händen von Vielen!

  • Bezirkspolitiker und Verwaltungsmitarbeiter: Sie gestalten den Prozess, koordinieren das Verfahren, verteilen die Aufgaben und behalten den Hut auf.

  • Planer und Architekten: Sie konkretisieren die Vorhaben und arbeiten im Auftrag des Bezirkes und im Sinne der Bewohner für eine erfolgreiche Durchführung der Projekte

  • Unternehmen, Firmen, Vereine oder örtliche Träger: Sie bauen oder gestalten die Maßnahmen bis zu ihrer Fertigstellung.

  • private Eigentümer: Sie begleiten und unterstützen den Stadtumbau durch eigene Investitionen in ihren Bestand.

 

Der Fahrplan für 2009 – Ihre nächsten Beteiligungsmöglichkeiten

Die 2. Stadtteilkonferenz

Auf der nächsten Stadtteilkonferenz, am 11. Februar 2009 um 19 Uhr im Fontane-Haus wird über den aktuellen Stand des Konzeptes für den Stadtumbau im Märkischen Viertel informiert und weiter diskutiert. Die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer und die Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura heißen Sie herzlich willkommen! Wir laden Sie ein, mit uns zu diskutieren und Ihre Ideen einzubringen!

Der Bezirksamtsbeschluss

Die Bezirksbürgermeisterin und alle Stadträte beschließen als Bezirksamt nach der Stadtteilkonferenz das Konzept und die Umsetzung des Stadtumbauprogramms. Nachdem der Senat von Berlin das Märkische Viertel am 6. Januar 2009 als Stadtumbaugebiet festgelegt hat, wird mit diesem Schritt auch auf Bezirksebene die prinzipielle politische Befürwortung der geplanten Maßnahmen zum Ausdruck gebracht.

Bürgerbeteiligung

Die jetzt vorgeschlagenen Projektideen müssen weiter konkretisiert werden. Zunächst werden für folgende Planungsschritte Beteiligungsverfahren durchgeführt, bei denen Sie eingeladen sind, Ihre Interessen und Gebietskenntnisse einzubringen:

  • Rahmenplanung Zentrum

  • Ideenbörse Bettina-Brache

  • Rahmenplanung Sportforum

  • Rahmenplanung Landschaftsraum

Hier können Sie Ihre Meinung äußern und mitentscheiden! Die Einladung erfolgt mit Handzetteln und Plakaten im Stadtteil und / oder über die örtliche Presse.

Darüber hinaus soll im Rahmen eines Quartiersbeirats ein verbindliches Gremium für die Bürgerbeteiligung im Stadtumbau geschaffen werden. Darin können Vertreter aus der Bewohnerschaft den Planungsprozess noch aktiver mitgestalten.

Möchten Sie persönlich zu Veranstaltungen eingeladen werden? Teilen Sie uns bitte Ihre Postadresse oder Email-Adresse mit, dann bekommen Sie Post von uns! Wenden Sie sich an:

Bezirksamt Reinickendorf

Fachbereich Stadt- und Regionalplanung

Frau Villnow

Eichborndamm 215 / 239

13437 Berlin

Tel.: (030) 90 294 30 21

renate.villnow[at]ba-rdf.verwalt-berlin[.]de

Grafik: anschlaege.de
Stand: Februar 2017

Fördergebiete & Projekte

Gebietsporträt zum Download

Ansprechpartner

Hunkenschroer, Birgit
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: (030) 90139 4866
Villnow, Renate
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Tel: (030) 90294 3021
Dorn, Daniela
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Tel: (030) 90294 3134

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