Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Die Bürgerveranstaltung zum ISEK Friedrichshain West stieß auf großes Interesse
Carl Herwarth von Bittenfeld vom Büro Herwarth + Holz, Baustadtrat Hans Panhoff und Dr. Jochen Lang von der Senatsverwaltung f. Stadtentwicklung u. Umwelt auf dem Podium (von links)
Die Aula der Ellen-Key-Schule war mit rund 400 Anwohnerinnen und Anwohnern bis auf den letzten Platz gefüllt

Anwohnerinnen und Anwohner in Friedrichshain West wollen sich beteiligen

Veranstaltung zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept ISEK zog rund 400 Menschen an
April 2016

Der Einladung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg zur Bürgerveranstaltung waren am 28. April 2016 rund 400 Menschen gefolgt. Die geplante Nachverdichtung in der Wohnbebauung aus den 1950er- bis 1980er-Jahren bewegt die Anwohnerinnen und Anwohner sehr. Zu den Plänen der Wohnungsgesellschaft WBM gibt es bereits einen Runden Tisch mit vielen Alternativvorschlägen der engagierten Bürgerinnen und Bürger.

Am 28. April sollte es jedoch in der Aula der Ellen-Key-Oberschule vor allem um die geplanten Maßnahmen im Rahmen der begleitenden Stadtumbau-Förderung gehen. Carl Herwarth von Bittenfeld vom Büro Herwarth + Holz, das dazu das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet, übernahm die Moderation des Abends. Dr. Jochen Lang, Leiter der Abteilung Wohnungswesen, Wohnungsneubau, Stadterneuerung, Soziale Stadt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt führte in das Thema ein und Hans Panhoff, Stadtrat für Planen, Bauen und Umwelt vertrat den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Victoria Hoedt vom Büro Herwarth + Holz stellte die bisherigen Ergebnisse des ISEK-Prozesses vor. Das 134 Hektar große Gebiet zwischen Volkspark Friedrichshain und Ostbahnhof und zwischen Strausberger Platz und Weberwiese wird mittig von der Karl-Marx-Allee durchschnitten. Rund 18150 Menschen leben hier und bis 2030 kommen im Schnitt jedes Jahr 5.000 hinzu. Besonders die Zahl der Schulkinder wird stark steigen.

Wohnungen im Gebiet sind begehrt wegen der Lage im Zentrum mit hervorragenden Verkehrsverbindungen, der grünen Lunge des Volksparks und dem attraktiven architektonischen Ensemble beiderseits der Karl-Marx-Allee. Zahlreiche großzügige grüne Innenhöfe prägen das Wohngefühl trotz der großen Verkehrsachsen. Doch Schulen und Kitaplätze sind knapp, die Qualität der öffentlichen Flächen lässt zu wünschen übrig.

Deshalb hatte das Bezirksamt aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Sechs Wochen lang wurden auf einer speziellen Website und per Postkarte Ideen gesammelt. 25 Vorschläge gingen so ein, die in den Maßnahmenplan mit 88 konkreten Vorschlägen einflossen.

Dazu gehören ein Senioren- und Stadtteilzentrum, ein barrierefreies soziokulturelles Zentrum in der Alten Feuerwache, die Sanierung von Geh- und Radwegen und die Erneuerung von Spielplätzen. Räumliche Schwerpunkte sind der Barnimkiez, die Friedensstraße, das Andreasviertel und das Quartier nördlich des Ostbahnhofs.

Noch in diesem Jahr soll in Friedrichshain West mit der ersten geförderten Maßnahme begonnen werden: Die Erneuerung der Brunnenlandschaft in der Karl-Marx-Allee könnte als erstes Projekt umgesetzt werden. 

Von: Anka Stahl

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