Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Die Elisabeth-Aue wird heute noch landwirtschaftlich genutzt
Bezirksstadtrat Kirchner, Abteilungsleiter Dr. Lang und Planerin Dr. Flecken auf dem Podium
Viele Bürgerinnen und Bürger äußerten sich im Plenum
An den Thementischen wurden viele wertvolle Vorschläge gesammelt

Beteiligungswerkstatt Elisabeth-Aue und Umgebung - Dokumentation online

Westlich von Französisch-Buchholz ist der Bau von 3- bis 5.000 Wohnungen geplant
März 2016

Noch ist die Elisabeth-Aue eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von rund 70 Hektar. In rund zehn Jahren könnten hier in einer "Gartenstadt des 21. Jahrhunderts" bis zu 12.000 Menschen wohnen - in drei- bis sechsgeschossigen Gebäuden mit viel Grün und einer vielfältigen Bewohnerstruktur. Eine einschneidende Veränderung auch für die benachbarten Pankower Kieze Französisch Buchholz, Niederschönhausen, Rosenthal und Blankenfelde. Am 12. März 2016 kamen rund 250 Menschen in die Treffpunkt-Gemeinde in Französisch Buchholz, um sich im Rahmen einer Beteiligungs­werkstatt über die Pläne zu informieren und Vorschläge wie auch Bedenken einzubringen.

Im Juni 2015 war eine Absichtserklärung von Senat, Bezirk und den beiden städtischen Wohnungs­unternehmen HOWOGE und GESOBAU zur Entwicklung der Elisabeth-Aue zu einem neuen Stadtteil unterzeichnet worden. Im Herbst begann die Erarbeitung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für das Planungsgebiet und die Umgebung. Im ISEK soll analysiert und festgelegt werden, welche begleitenden Schritte nötig sind, um das geplante neue Stadtviertel zu einem attraktiven Wohnort zu machen und gleichzeitig die umgebenden Ortsteile der neuen Situation entsprechend weiter­zu­entwickeln.

Dr. Lang, Abteilungsleiter für Wohnungswesen, Neubau, Stadterneuerung und Soziale Stadt beim Berliner Senat, Jens-Holger Kirchner als zuständiger Bezirksstadtrat sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Planergemeinschaft Kohlbrenner eG, die das ISEK erarbeitet, sprachen einleitend über die ersten Vorstellungen zum geplanten Wohngebiet sowie die nötigen Schritte bis zum tatsächlichen Beginn einer Bebauung. Im Mittelpunkt stand jedoch das ISEK, das auch mithilfe der Bürgerinnen und Bürger bis Ende 2016 erarbeitet wird. 2017 soll dann für das Gebiet die Stadtumbauförderung beginnen.

Entscheidend für den Erfolg des Projekts und auch aus Sicht der Anwesenden sind die Themen Verkehr - vor allem der Ausbau des ÖPNV-, Anpassung der sozialen Infrastruktur mit neuen Kitas und Schulen, die Anbindung des neuen Viertels an die umgebenden Quartiere und der Erhalt der historischen Siedlungskerne sowie der Schutz von Natur und Landschaft.

Nach der zweistündigen Einführung und einer Mittagspause formierten sich Themenrunden zu den einzelnen Ortsteilen wie zu den Querschnittsthemen Verkehr, Landschaft/Grünflächen/Ökologie, Schulen/Kitas/Kultureinrichtungen sowie Stadtgestalt/Straßenräume/Plätze. Gefragt waren Informationen der Teilnehmenden zu Defiziten und Chancen und natürlich erste Ideen und Vorschläge. Auf den Tischen lag dazu detailliertes Kartenmaterial bereit. Nach eineinhalbstündigen, intensiven Diskussionen fassten die Moderatoren der einzelnen Arbeitsgruppen die Ergebnisse vor dem Plenum zusammen. Sie werden in die Analyse und die Maßnahmenvorschläge des ISEK einfließen.

Nach dem Abschluss der Analysephase und der Erstellung eines Leitbilds für das Gebiet wird es dazu vor Ort im Mai oder Juni eine Ausstellung geben. Mehr Informationen zum Projekt Elisabeth-Aue finden Sie jederzeit hier: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/elisabeth-aue/index.shtml.

Download Dokumentation der Veranstaltung (PDF; 12,9 MB)

Download Präsentation der beauftragten Planungsbüros zum ISEK (PDF; 5,3 MB)

Von: Anka Stahl, Fotos: Planergemeinschaft Kohlbrenner eG, Bild 1: Planergemeinschaft, Udo Dittfurth

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