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Auf dem Spielplatz Raabestraße

Ausstellung "16 Jahre Stadterneuerung Winsstraße 1994 - 2011"

Rund 100 Mio. Euro öffentliche Gelder flossen in die Sanierung
Mai 2011


Das Gebiet Winsstraße ist eines der 22 Gebiete des ersten Gesamtberliner Stadterneuerungsprogramms. Ende April 2011 hat der Senat die förmliche Festlegung als Sanierungsgebiet aufgehoben. Mit einer Ausstellung zum Sanierungsabschluss im Gemeindehaus der Immanuelgemeinde wird Bilanz gezogen über die eindrucksvollen Ergebnisse des 16-jährigen Erneuerungsprozesses.

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer und der Stadtrat für Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung des Bezirkes Pankow, Dr. Michail Nelken, eröffneten am 25. Mai 2011 die Ausstellung "16 Jahre Stadterneuerung Winsstraße 1994 - 2011". Auf 16 Tafeln werden die Anfänge, der Prozess und das Ergebnis der 16-jährigen Sanierung des Quartiers Winsstraße im Prenzlauer Berg dargestellt.

Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: "Bis Mitte der 1990er Jahre war das unscheinbare Quartier Winsstraße stark sanierungsbedürftig und sah sich einem steten Bevölkerungsrückgang gegenüber. Heute präsentiert es sich in einem völlig neuen Gewand: Das Ziel, das Gebiet entsprechend seiner Funktion als citynaher Wohnstandort mit Arbeitsstätten zu erhalten und wesentlich zu verbessern, wurde in beeindruckender Weise
erreicht. Das belegt auch die Zahl der Kinder, die heute höher als 1994 ist: Das Winsviertel ist Wohnort für viele junge Menschen - Familien fühlen sich hier zu Hause."

Um dem Wegzug von Familien entgegen zu wirken, wurde frühzeitig in die soziale Infrastruktur investiert und die Schul- und Freiflächensituation verbessert. Die ehemalige Poliklinik Christburger Straße 7 wurde bereits 1999 als erste behindertenfreundliche Grundschule im Prenzlauer Berg
wiedereröffnet. Eine neu errichtete Doppel-Sporthalle und Angebote für Kinder und Jugendliche im ehemaligen Lehrerwohnhaus ergänzen den Standort.

Mit dem Stadtplatz MARIE, ausgezeichnet mit dem Preis Soziale Stadt 2000, dem angrenzenden Abenteuerspielplatz und den Kiezgärten hat sich, unter intensiver Beteiligung von Anwohnern und Nutzern, ein zentraler, alle Altersgruppen ansprechender Identifikationsort entwickelt. Die Umgestaltung einer ehemaligen Friedhofsfläche an der Heinrich-Roller-Straße zu einer
öffentlichen Park- und Spielfläche ist in dieser Art beispiellos in Berlin. Die Schaffung des Stadtplatzes MARIE sowie neue abwechslungsreiche Spielplätze werten den öffentlichen Raum erheblich auf. Dazu tragen auch die  Baumaßnahmen im Straßenraum bei, die die Aufenthaltsqualität und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erheblich erhöhen. Ein Großteil dieser Maßnahmen wurden aus dem Programm Stadtumbau Ost finanziert.

Das Quartier Winsstraße hat sich seit 1994 nachhaltig entwickelt. Heute sind mehr als 60 Prozent der Wohnungen umfassend modernisiert und instand gesetzt, davon mehr als 500 Wohnungen mit Unterstützung von Fördermitteln aus dem ehemaligen Programm Soziale Stadterneuerung mit preisgebundenen Mieten und Belegungsbindung. 640 Wohnungen entstanden in neuen Wohnhäusern, durch Dachausbau oder in ehemaligen Gewerbegebäuden. Auch zahlreiche Gewerbegebäude wurden modernisiert und für neue Anforderungen umgebaut, so dass die charakteristische Nutzungsmischung im Quartier sowie wohnortnahe Arbeitsplätze erhalten geblieben bzw. neu entstanden sind.

Die Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich am Erneuerungsprozess von Beginn an. In zahlreiche Projekte brachten sich die Betroffenenvertretung Winsstraße, Initiativen, Anwohnerinnen und Anwohner, Kinder und Jugendliche intensiv ein - sie entschieden, planten und gestalteten mit. In die Erneuerung des Quartiers Winsstraße investierten der Bund, das Land Berlin sowie die Europäische Union insgesamt ca. 100 Millionen Euro, mehr als 1 Million kam davon aus dem Programm Stadtumbau Ost.

Ausstellung:

25. Mai 2011 bis 1. Juli 2011
Gemeindehaus der Immanuelkirch-Gemeinde
Immanuelkirchstraße 1A, 10405 Berlin

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 14–19 Uhr 

Der Eintritt ist frei.

Von: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, bearb. A. Stahl, Foto: Philipp Schumann

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