Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Hella Dunger-Löper bei ihrer Eröffnungsrede

Ausstellung Sanierungsgebiet Bötzowviertel eröffnet

Weitere Infrastruktur-Maßnahmen werden aus dem Stadtumbau und aus Landesinvestitionen finanziert
Mai 2011


Die Räume der Betroffenenvertretung Bötzowstraße konnten den Andrang nicht fassen. Zur Eröffnung der Ausstellung "Sanierungsgebiet Bötzowstraße - Prozess und Ergebnis" am 16. Mai 2011 waren Akteure aus 15 Jahren Sanierung im Bötzowviertel gekommen: engagierte Bewohner, Mitarbeiter der beteiligten Ämter von Bezirk und Land sowie der Sanierungsbeauftragten S.T.E.R.N. GmbH. Zu den Gästen zählten auch die Staatssekretärin für Bauen und Wohnen, Hella Dunger-Löper, die die Ausstellung eröffnete, sowie Dr. Michail Nelken, Bezirksstadtrat für Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung des Bezirkes Pankow.

Das Sanierungsgebiet Bötzowstraße wurde am 25. Oktober 1995 als eines von 22 Sanierungsgebieten des ersten Gesamtberliner Stadterneuerungsprogramms festgelegt. Im April 2011 wurde es aus seinem Sonderstatus entlassen. Staatssekretärin Hella Dunger-Löper sagte zur Eröffnung: „Aus einem vernachlässigten Gebiet mit erheblichen baulichen Missständen und funktionalen Schwächen ist ein stark nachgefragtes familienfreundliches und modernes Stadtquartier geworden." Wie der gesamte Sanierungsprozess wurde auch die Entscheidung des Senats zum Ende des Sonderstatus kontrovers diskutiert. Hella Dunger-Löper dankte der Betroffenenvertretung für das engagierte und streitbare Mitwirken und versicherte, dass noch fehlende wichtige Vorhaben bereits finanziell gesichert seien. In den nächsten Jahren werden Schlüsselprojekte unter anderem aus dem Stadtumbau Ost finanziert: z.B. die geplante Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung in der Pasteurstraße 22, die bis Ende 2013 fertig gestellt sein soll.

Im Sanierungszeitraum wurden circa 2.100 Wohnungen - das sind 66 Prozent der sanierungsbedürftigen Wohnungen - umfassend saniert. 400 davon sind - nach einer Förderung im Programm der sozialen Stadterneuerung von 1995  bis 2003 - noch heute mietpreis- und belegungsgebunden. Sie sind damit Bestandteil eines Pools von insgesamt 5.000 dieser mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnungen in den 5 Sanierungsgebieten im Prenzlauer Berg. Sie helfen angesichts der starken Nachfrage, auch im Prenzlauer Berg Wohnraum für Menschen mit geringerem Einkommen zu sichern.

Im Wohnungsneubau entstanden 370 Wohnungen, darunter 94 Wohneinheiten im Sozialen Wohnungsbau: 71 Wohneinheiten im generationsübergreifenden Wohnprojekt in der Käthe-Niederkirchner Straße 37 bis 40 und 23 Wohneinheiten in der Esmarchstr. 4. In den letzten Jahren haben in diesem Quartier verstärkt Baugruppen die Gelegenheit wahrgenommen, selbst genutztes Wohneigentum zu schaffen.

Bis zum Ende der Sanierung wurden circa 53 Mio. Euro öffentliche Mittel für das Sanierungsgebiet Bötzowstraße bereitgestellt. Davon wurden ca. 22,8 Mio. Euro für die Erneuerung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Verbesserung des öffentlichen Raumes eingesetzt.

Zahlreiche Kreuzungsumbauten und Gehwegerneuerungen sowie die Gestaltung der Grün- und Freiflächen wurden mit öffentlichen Fördermitteln umgesetzt. Neben der Sanierung des Arnswalder Platzes wurden sechs Spielplätze neu eingerichtet.

Die Ausstellung dokumentiert den Prozess der Sanierung und ihre Widersprüche anschaulich. Die Betroffenenvertretung hat eigene Tafeln aufgestellt.

Ausstellung "Sanierungsgebiet Bötzowstraße - Prozess und Ergebnis" 
16. Mai bis zum 24. Juni 2011
jeweils von 14.00 bis 19.00 Uhr
Betroffenenvertretung
Käthe-Niederkirchner-Str. 12

Der Eintritt ist frei.

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Von: A. Stahl, Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Foto: A. Stahl

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