Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Der Schulhof im Winter vor der Neugestaltung
Schulleiterin Dellas hat bei den intensiven Planungsrunden viel gelernt
Der abgestimmte Entwurf für die Neugestaltung
Auch das Quartier profitiert: statt wilder Parkplätze gibt es hier bald nur noch Fahrräder

Die Schulhof-Neugestaltung an der Bötzowschule kann beginnen

Wünsche der Kinder und Pädagogen aus der intensiven Beteiligung wurden berücksichtigt
Februar 2017

Vor knapp zwei Jahren erhielt die Bötzowschule an der gleichnamigen Straße in Prenzlauer Berg ihren neuen Namen, nun rückt auch die lange geplante Neugestaltung des Schulhofes der Grundschule immer näher. Bis zum Herbst 2018 soll sie möglichst abgeschlossen sein, im Sommer dieses Jahres geht es los mit der nötigen Tiefenenttrümmerung, die auf einem Großteil der Fläche nötig ist. Aus dem Stadtumbau-Programm fließen mehr als 1,5 Millionen Euro in das Projekt, die Planung nicht mitgerechnet.

Am 14. Februar 2017 stellten die Architektin Eva Zerjatke vom Büro Henningsen den fertigen Entwurf vor. Gekommen waren die Kinder- und Jugendbeauftragte vom Bezirksamt Pankow, Frau Münch, sowie die Fachleute aus dem Grünflächen- und dem Stadtentwicklungsamt, Frau Jahnke vom Gebietsbeauftragten für den Stadtumbau Planergemeinschaft und natürlich viele Mitglieder der Schulgemeinschaft wie Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern und viele Kinder. Schulleiterin Dellas wandte sich vor allem an sie, denn an diesem Nachmittag musste der Plan ihrem kritischen Urteil standhalten. Schließlich haben sie schon sehr lange Ideen und Vorschläge gesammelt, wie der Schulhof einmal aussehen soll.

Architektin Zerjatke hatte alle Wünsche aufgelistet und hinter fast allen der 20 am meisten gewünschten Ideen hatte sie ein Häkchen gesetzt, denn diese Ideen werden verwirklicht. Nach der Vorstellung des Vorentwurfs im Dezember (wir berichteten) sind noch mehr Häkchen dazugekommen, wie beim Vergleich der beiden Pläne deutlich wurde. Dazu gehören eine Kletterspinne mit Ausguck und Rutsche, eine Sechseck-Schaukel, ein tiefer liegendes Ballspielfeld mit Ballfangzaun und Sitzflächen für die Zuschauer, ein Pavillon, Bodentrampoline, Hängematten und eine Kletterwand an der Sporthalle. sowie ein zweites Holzdeck. Das erste Holzdeck und die Balancierstrecke, die auf Elterninitiative vor wenigen Jahren auf den Schulhof kamen, werden nach der Enttrümmerung wieder aufgebaut, auch die damals angeschafften Fußballtore werden wahrscheinlich wiederverwendet. Die sportliche Schule bekommt nun auch eine 60-Meter-Laufbahn aus farbigem Asphalt und eine neue Weitsprunggrube.

Bei der Vorstellung der Vorplanung wurde auch mehr Grün gewünscht. Auch dies setzten die Architekten vom Büro Henningsen um - an der Sporthalle und am Ballspielfeld sowie um den gesamten Schulhof wird es nun mehr Bäume, Beete und Sträucher geben. In der Mitte sind ein grüner Spielhügel und eine Rasensenke geplant. Besonders wichtig ist auch eine feste Überdachung für das Atrium vor der Mensa, das als grünes Klassenzimmer genutzt werden soll.

Bevor der Schulhof neu entsteht, müssen 46 Bäume gefällt werden, die der Enttrümmerung im Weg stehen oder nicht mehr standsicher sind. Dafür werden 50 Bäume neu gepflanzt, vor allem Ulmen und Feldahorn. Bei der Pflege der Neupflanzungen wird die Schule eine große Verantwortung übernehmen, denn junge Gehölze brauchen viel Wasser. Auch mit dem Fakt, dass es noch für einige Jahre wenig Schatten auf dem Schulhof geben wird, will man kreativ umgehen. Frau Münch verwies auf Projektfonds, wo schon Elf- bis Zwölfjährige bis zu 1000 Euro für ihre Schule beantragen können, falls noch etwas auf dem neuen Schulhof fehlen sollte.

Download Dokumentation zur Beteiligung an der Schulhofgestaltung (PDF, 3 MB)

Von: Anka Stahl