Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Nachrichten-Archiv

Aktuelles


22 Jahre Stadterneuerung am Helmholtzplatz sind offiziell abgeschlossen
Die Ausstellung auf dem Starplatz
Schulsporthalle und Rektorenwohnhaus wurden zum Sportjugendzentrum
Mit Ausgleichsbeträgen der privaten Eigentümer für die Sanierung entsteht zurzeit eine neue Kita an der Pappelallee

Open Air-Ausstellung "22 Jahre Stadterneuerung Helmholtzplatz"

Vom 11. September bis 23. Oktober werden die Ergebnisse vor Ort vorgestellt
September 2015

Anfang 2015 hat das Land Berlin das Sanierungsgebiet Helmholtzplatz, das zum Stadtumbau-Gebiet Prenzlauer Berg zählt, nach 22 Jahren aus der Sanierungsförderung entlassen. Anfang der 1990-er Jahre waren die meisten Wohnbauten, Schulen und Kindertageseinrichtungen in einem desolaten Zustand, nutzbare Grün- und Freiflächen waren kaum vorhanden. Mit der Festlegung als Sanierungsgebiet 1993 begann der Wandel zu einem der attraktivsten Wohngebiete in Berlin.

In der Ausstellung "22 Jahre Stadterneuerung Helmholtzplatz" auf dem sogenannten Starplatz werden der Prozess und die Ergebnisse der Erneuerung anschaulich gemacht. Hier ist ein immer frei zugänglicher Ort, um anhand der Beispiele auf den Tafeln und in der direkten Anschauung gemeinsam über die Entwicklung und die Zukunft des Quartiers zu diskutieren.

Zur Eröffnung am 12. September sprachen unter anderem Maria Berning, Leiterin des Referats Städtebauförderung / Stadterneuerung der Abteilung IV der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, der zuständige Pankower Stadtrat Jens-Holger Kirchner, Ute Truttmann von der Sanierungsbeauftragten S.T.E.R.N. GmbH sowie Mitglieder der Betroffenenvertretung und der Mieterberatung. Im Anschluss konnten sich alle Interessierten auf einem Rundgang vor Ort über die Projekte informieren.

Mit diesem Gebiet ging das Stadterneuerungsprogramm insgesamt in Berlin zu Ende. Prenzlauer Berg war mit seinen fünf Sanierungsgebieten die größte zusammenhängende Kulisse der Städtebauförderung in Europa. Rund um den Helmholtzplatz wurde aus Moll und Grautönen ein buntes und lebendiges Viertel. Es ist zugleich Teil der Weltstadt und auch Kiez geblieben, mit neuen Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem europäischen Ausland, alltagstauglich und lebenswert, so Maria Berning. 2.900 Wohnungen haben nach wie vor eine Belegungsbindung für sozial schwache Haushalte.

Auf die kritischen Transparente am Rande antwortete Stadtrat Kirchner, dass sich nach wie vor viele Bauten im öffentlichen Eigentum oder in der Hand von Genossenschaften - wie der Genossenschaft Brehmer Höhe - befänden. Viele Aspekte der Sanierung seien nach wie vor umstritten, doch Ergebnisse wie die komplett sanierte Schliemann-Schule zeigten, dass die Aufwertung zu großen Teilen der Allgemeinheit zugute komme.

Kirchner dankte allen Akteuren, auch und besonders der Betroffenen-Vertretung, die im Anschluss ein kritisches Bild zeichnete. Mit durchschnittlich 10,70 Euro lägen die Angebotsmieten im Quartier weit über dem Berliner Durchschnitt. Es habe einen 90-prozentigen Mieteraustausch im Gebiet gegeben. Nicht selten seien Luxussanierungen genehmigt und viele Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen gestattet worden.

Seit 2014 sind solche Luxussanierungen in den sozialen Erhaltungsgebieten in Prenzlauer Berg nicht mehr möglich. Das Land Berlin hat die Umwandlung in Eigentumswohnungen unter Genehmigungs­vorbehalt gestellt, sie kann also nun ebenfalls verhindert werden, damit der Helmholtzkiez mit seiner sozialen Mischung auch in Zukunft bunt und lebendig bleibt.

Open Air-Ausstellung "22 Jahre Stadterneuerung Helmholtzplatz"

Starplatz: Stargarder Straße 27 / Ecke Dunckerstraße

Ausstellung bis 23. 10. 2015

Von: Text: S.T.E.R.N. GmbH + Anka Stahl, Foto: Anka Stahl

Fördergebiete & Projekte

Logo Europäische UnionBundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung