Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Herr Schulgen, Frau Zürn-Kasztantowicz und Herr Frank vom Facility Management des Bezirks Pankow als Vertreter des Bauherrn bei der Schlüsselübergabe (von rechts)
Die Steuertechnik der Lüftungsanlage im Keller

Grundschule am Teutoburger Platz nach Sanierung und Ausbau übergeben

Mit innovativer Technik erreicht das Gebäude als Pilotprojekt annähernd Passivhausstandard
Oktober 2012

Die Grundschule am Teutoburger Platz konnte zum Schuljahresanfang 2012 nach gut zweijähriger Bauzeit wieder den Betrieb in ihrem Stammgebäude aufnehmen. Der Plattenbau wurde von 2010 bis 2012 durch einen fünfgeschossigen Anbau erweitert, behindertengerecht ausgebaut und umfassend energetisch saniert.

Am 19. Oktober 2012 wurde die feierliche Schlüsselübergabe nachgeholt. Bezirksstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz und Wolf Schulgen, der zuständige Abteilungsleiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, erlebten mit vielen Gästen eine kreative und originelle Feier in der Sporthalle der Schule.

Schulleiter Marzineck bedankte sich in seiner Einführung bei allen Beteiligten für das sanierte und nach den Bedürfnissen der Schule und des Quartiers ausgebaute Schulgebäude. Außerdem bedankte er sich bei den Schülern, Eltern und Pädagogen für die Geduld während der Bauzeit, in der die Schule in das ebenfalls mit Stadtumbaumitteln sanierte Gebäude an der Danziger Straße 50 verlagert war.

Von dieser Zeit und allgemein vom Leben im Sanierungsgebiet Teutoburger Platz, berichteten die Schülerinnen und Schüler dann in Form einer griechischen Tragödie, die beim Publikum in der vollen Sporthalle viel Heiterkeit und zum Abschluss Begeisterungsstürme hervorrief. In dieser Form sprachen die SchülerInnen den Hauptakteuren des Projekts noch einmal persönlich ihren Dank aus.

Auch die symbolische Schlüsselübergabe verlief ungewöhnlich. Bezirksstadträtin Zürn-Kasztantowicz erhielt vom Immobilienservice als Bauherren einen essbaren Schlüssel, den sie unverzüglich an die Nutzer des Gebäudes weiterreichte. Diese feierten anschließend den Tag der offenen Tür und präsentierten ihre Schule den zahlreichen Interessenten für das nächste Schuljahr.

In Bezug auf die energetische Sanierung stellt die Schule laut Architekt Klaus-Peter Klatt ein Pilotprojekt in Berlin dar. Erstmals wird bei einem Bestandsgebäude annähernd der Passivhaus-Standard angestrebt. Dies wird durch den Einbau einer innovativen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erreicht. Zur Beheizung der Sporthalle steht im Keller der Schule auch noch ein Blockheiz-Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung.

Die Finanzierung in Höhe von insgesamt rund 6 Millionen Euro erfolgte deshalb unter anderem auch aus dem Umweltentlastungsprogramm (UEP II). Ein großer Teil der Mittel der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin kam außerdem aus dem Programm Stadtumbau Ost sowie aus Eigenmitteln des Bezirkes Pankow (siehe Projektseite mit der detaillierten Auflistung und Beschreibung).

Von: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Anka Stahl, Foto: Anka Stahl