Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Ergebnisse der Zukunftskonferenz im Weitlingkiez

Bürger entwickeln Ideen für ihren Kiez
März 2006

Auf einer Zukunftskonferenz für den Weitlingkiez, an der sich am 14. Februar über 80 Personen beteiligten, diskutierten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Vertretern von Politik, Verwaltungen und Initiativen, wie das Quartier attraktiver und lebenswerter gestaltet werden kann. Die dort entwickelten Vorschläge werden nun ausgewertet und bilden in den nächsten Jahren die Grundlage der Aktivitäten im Gebiet um die Weitlingstraße.
Die Bewohner waren als Experten des Alltags selbst gefragt und besprachen in vier Arbeitsgruppen Themen wie „Die Weitlingstraße: Der Ku'damm  des Ostens - arm und tolerant!“, „Viel Stadt: Bunte Fassaden - soziokulturelles Niemandsland!“ und „Die Bewohnerschaft: Junges Gemüse ohne Garten!“


Besonders angeregt war die Diskussion über die Weitlingstraße. Viele Bürger finden die Straße überhaupt nicht attraktiv. Sie bemängelten die vielen Billiganbieter, die Unsauberkeit und Unordnung. Gewünscht wurde ein Fahrradweg und Bürgersteigabsenkungen. Außerdem solle es mehr Kooperationen zwischen den Akteuren geben, z. B. zwischen Schulen und Gewerbetreibenden.
In der "Gemüse-Gruppe" waren viele Jugendliche vertreten, die Ideen für Projekte einbrachten. Das Kolonistenhaus in der Lückstraße oder die Münsterlandstraße 5 wurden als Orte für mögliche Jugendtreffs genannt.
Aber auch für die mittlere Altersgruppe müsste es mehr Möglichkeiten geben, sich zu treffen oder beraten zu lassen. In der Gruppe zu den soziokulturellen Angeboten wurde aber auch deutlich, dass es erfolgreiche Projekte gibt, die man weiterführen müsse.
In der Gruppe zur Lückstraße wurde deutlich, dass das Thema Bildung (Kant-Gymnasium, Max-Taut-Schule) eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Straße spielen muss. Außerdem bieten zahlreiche historische Orte die Möglichkeit, eine "Geschichts-Perlenkette" zu bilden. Die Ruinen in der Straße wurden von allen als extrem störend empfunden. Hier muss unbedingt etwas passieren!


In der Schlussrunde stellten die Gruppen ihre Arbeitsergebnisse vor. Katrin Lompscher, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, und Knut Henkel von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nahmen Stellung zu den Ideen. Herr Henkel wies auf die Mögloichkeit hin, über das Förderprogramm Urban II bis zum Jahr 2008 noch kleinere Projekte umzusetzen. Für größere, längerfristige Maßnahmen käme ab 2007 das Programm Stadtumbau Ost infrage. Frau Lompscher betonte, dass die bauliche Sanierung des Kantgymnasiums für den Bezirk hohe Priorität habe.


Über erste Schritte zur Realisierung der Vorschläge soll in einer weiteren Bürgerrunde in einem halben Jahr berichtet werden.

Von: Text: Stadtbild Agentur Lichtenberg, Bearbeitung: R. Friedrich

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