Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Autobrücke oder Radfahrsteg über die Spree?

Anwohner wollen Steglösung für Radler und Fußgänger
Mai 2007

Die Abteilung Stadtentwicklung, Fachbereich Stadtplanung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg hatte am 4. Mai Bewohner des Kiezes rund um den Bahnhof Schlesisches Tor zum dritten Mal zu einer Informations- und Diskussionsversammlung zum Stadtumbau am Spreeufer eingeladen. Vorgestellt wurde eine Verkehrsstudie zu möglichen Brückenverbindungen zwischen Friedrichshain und Kreuzberg.

Es gab insgesamt neun Varianten für eine oder zwei Brücken mit oder ohne Autoverkehr. Untersucht wurde u. a., wie sich mit dem Bau das Verkehrsaufkommen bzw. die Verkehrsströme verändern würden, wie die Brücken das Unfallgeschehen beeinflussen könnten und wie sich für die Verkehrsteilnehmer die Fahrtzeiten änderten. Die untersuchende Ingenieurgesellschaft Hoffmann-Leichter schlug zwei Varianten mit Autoverkehr vor, die nach den Kriterien am wirkungsvollsten wären.

Das rief anwesende Teilnehmer von alternativen Gruppen auf den Plan, die von Beginn an die Veranstaltung mit Transparenten, Pfiffen und Zwischenrufen störten, da ihrer Meinung nach die Entscheidungen für Autobrücken schon gefallen seien. So konnte nur mit Mühe eine zweite Kosten-Nutzen-Untersuchung der TU Berlin vorgestellt werden.

Doch auch andere Bewohner äußerten Befürchtungen, dass eine Autobrücke noch mehr Verkehr in den Kiez ziehen und ihm beispielsweise die verkehrsberuhigten Zonen zum Opfer fallen könnten. Sie wollten nahezu einhellig eine Rad-Fußweg Variante an der Brommystraße und wandten sich auch gegen eine Autobrücke im Anschluss an die Manteuffelstraße, obwohl diese Variante von den Verkehrsgutachtern nicht favorisiert wurde. Dem stimmte auch Dr. Franz Schulz, Bezirksbürgermeister Friedrichshain-Kreuzberg, zu. Er sei „optimistisch, dass sich eine politische Mehrheit im Bezirk für eine Steglösung“ entscheide.



Von: R. Friedrich

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