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Die Falkenburg ist vor allem für "Lückekinder" von 9 bis 13 da

Kinder und Jugendliche im Gensinger Viertel bekommen neues Haus

Eröffnung des „Hauses der 2 Türen“ für 2011 geplant
Dezember 2008

In der Gensinger Straße 56, auf dem alten Standort des Gymnasiums, entsteht bis 2011 ein neues Haus für Kinder und Jugendliche mit 125 Plätzen. Das sagte der Lichtenberger Jugendstadtrat Michael Räßler-Wolff in einem Pressegespräch am 9.Dezember. Der Großteil der Finanzierung – 895.000 Euro - kommt aus dem Programm Stadtumbau Ost, weitere Mittel werden durch Investitionsmittel des Bezirks, Eigenleistungen der Träger und eigene Planungsleistungen erbracht. Die Baukosten werden auf knapp 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Das Kinder- und Jugend-Freizeitzentrum wird von zwei Trägern betrieben, die sich an unterschiedliche Zielgruppen wenden: „Die Falken“ arbeiten mit Kindern von 6 bis 12 Jahren, die „Jungen HumanistInnen“ haben Angebote für Jugendliche im Programm.

Beide Träger betreiben zur Zeit Einrichtungen, die in einen extrem schlechten baulichen Zustand sind. „Die Falkenburg“ stand Anfang 2008 kurz vor der Schließung. Nachdem verschiedene lokale Akteure am Runden Tisch zusammen gekommen waren, übernahm die HOWOGE die notdürftige Instandsetzung der Falkenburg, die im Mai wieder bezogen werden konnte.

In der Zwischenzeit gab es bereits eine enge Zusammenarbeit der vorübergehend obdachlosen Falken mit den Kindern und Jugendlichen, die vom Humanistischen Verband betreut werden. Zur Zeit betreiben die Jungen HumanistInnen in einer Souterrain-Wohnung den Klub „ PPZ“ für Grundschüler. Jeden Tag treffen sich hier auf circa 75 qm durchschnittlich 25 Kinder, um gemeinsam zu basteln, zu kochen und zu spielen. Derselbe Träger betreibt auch den Jugendklub AF70 im ehemaligen Wohngebietszentrum Kalinka. Doch auch dieser ehemalige Dienstleistungswürfel fällt durch seinen äußerlich ruinösen Zustand auf. Das geplante „Haus der 2 Türen“ soll die drei Klubs ersetzen.

Das gemeinsame Freizeitzentrum folgt jedoch nicht nur einem baulichen, sondern auch einem inhaltlichen Konzept, so Jugendamtsleiter Rainer Zeddies. In den letzten Jahren sind viele junge Migrantenfamilien in das Quartier gezogen. Dies und die besondere Lage in einem relativ isolierten Gebiet zwischen Bahnstrecken und großen Verkehrsachsen begründen eine besondere Aufmerksamkeit für die Heranwachsenden. Mit dem „Haus der 2 Türen“ gibt man Ihnen eine neue Heimstätte, die sie selbst mit gestalten werden. Beide Träger haben schon auf einander abgestimmte Konzepte eingereicht, auf deren Grundlage das Gebäude geplant wird.

Von: Quelle: Bezirksamt Lichtenberg, Text u. Foto: Anka Stahl

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