Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Projektbeirat Stadtumbau Ost und Gender Mainstreaming

Workshop zum aktuellen Stand Im Bezirk
Dezember 2007

Zu einem Workshop zum Thema „Projektbeirat Stadtumbau Ost und Gender Mainstreaming“ trafen sich am 28. November Mitglieder und Mitarbeiter des Bezirksamtes zum Erfahrungsaustausch.
Die Moderatorin Frau Prof. Dr. Christine Färber von competence-consulting stellte fest, dass die Laufzeiten der Programme wegen der Finanzierung über längere Zeiträume oft für die Bürger nicht nachvollziehbar sind und dann das Interesse an der Beteiligung nachlässt, insbesondere bei Jugendlichen. Deshalb seien dauerhafte Strukturen notwendig, nicht nur Projekt bezogene Arbeit.
Trotzdem konnte Jana Sprenger, die Vorsitzende des Kernbeirates, nach fünf Jahren eine positive Bilanz ziehen. Die Genderliste, von den Gebietsbeiräten erarbeitet und bisher einmalig in Berlin, hat sich bewährt. Wichtig sei auch die enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des Bezirksamtes.

Bettina Ulbrich, Stadtteilmanagerin Friedrichsfelde, betonte, dass durch die Bürgerbeteiligung im Vorfeld von Stadtumbauplanungen schon Probleme angegangen und diskutiert sowie Anregungen der Bürger aufgegriffen werden können. Das beweise die gute Resonanz der Bürgerforen. Allerdings seien dabei eher die älteren Bewohner angesprochen, die jüngeren könnten noch nicht zufrieden stellend erreicht werden. Da müsse noch nach geeigneten Instrumenten und möglichst niedrigschwelligen Angeboten gesucht werden. Ein Vorschlag war auch, die neuen Medien dafür mehr einzusetzen.

Diese Idee griff Baustadtrat Andreas Geisel auf und regte an, die Möglichkeiten des Internets wie beispielsweise interaktive Aktionen zur Aktivierung der Bürger zu nutzen. Die Vielzahl der Maßnahmen des Programms Stadtumbau Ost lasse sich schwer kommunizieren, das Internet böte da neue Angebote. So ließen sich auch junge Familien und Gewerbetreibende erreichen, die in den Beteiligungsverfahren noch nicht so stark vertreten sind. Er bat die Gebietsbeiräte um mehr Input, um dazu Projekte zu entwickeln.
Doch genauso wichtig sei der direkte Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern, betonte Jana Sprenger. Mit einem Infostand auf der Straße erreiche man beispielsweise viele Menschen und könne direkt mit ihnen bestimmte Fragen diskutieren. So könnten sich auch die Gebietsbeiräte bekannter machen.

Was die Genderproblematik betrifft konnte Prof. Dr. Färber einen Qualitätssprung feststellen. Das zeige sich darin, dass beauftragte Planungsbüros nach der Genderliste fragen, um sie in ihre Arbeit einfließen zu lassen.
Stadtrat Geisel konstatierte, es gäbe „in verschiedenen Bereichen noch Baustellen.“ Deshalb sei es wichtig, dass bei Bürgerforen beispielsweise Vertreter der Gebietsbeiräte die Projekte auf Genderaspekte hinterfragen und auch die BVV in die Diskussion um Stadtumbauprojekte einbezogen wird. Neue Wege müßten auch in der Öffentlichkeitsarbeit beschritten werden, um noch mehr Menschen in den Stadtumbauprozeß einzubeziehen.

 

Von: R. Friedrich

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