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So soll die das neue Haus für Jugendliche und Familien aussehen

In Lichtenberg entsteht ein neues Jugend- und Familienzentrum

Für die neue "Betonoase" wird ein innovativer Baustoff verwendet
September 2016

Ab dem Frühjahr 2017 entsteht im Friedrichsfelder Wohngebiet Dolgenseestraße mit 1,7 Millionen Euro aus dem Stadtumbauprogramm ein neues Gebäude für die Jugendfreizeiteinrichtung Betonoase. Im selben Haus wird auch ein Familienzentrum angesiedelt. Die Eingänge des Gebäudes liegen an einer geplanten Promenade, die durch das von Hochhäusern geprägte Wohngebiet führen wird. Auf der Rückseite sind separate Gärten mit Spiel- und Freiflächen sowie Obst und Gemüse zum Naschen für beide Einrichtungen vorgesehen.

Offenheit und Rückzugmöglichkeiten für die jeweilige Zielgruppe waren in dieser Umgebung gefragt. Diesem Spannungsfeld stellt sich der Entwurf des Architekturbüros Gruber + Popp, mit dem das Büro den 1. Preis in dem vom Bezirksamt Lichtenberg initiierten Gutachterverfahren gewann. Der zweiteilige, langgestreckte Flachbau wird eine helle und freundliche Fassade mit großen Fenstern erhalten. Im Innenbereich werden Einbauwände, Türen und breite Fensterbänke aus Holz die freundliche und warme Atmosphäre unterstützen.

Das Gebäude besteht zum großen Teil aus dem neuen und innovativen Baustoff Infraleichtbeton. Infraleichtbeton setzt sich zusammen aus Tonkügelchen, wie man sie aus dem Blumentopf kennt, sowie einem kleinen Anteil an Leichtsanden und Zement. Aufgrund der guten Dämmeigenschaften wird bei rund 50 Zentimetern Wandstärke der Passivhausstandard erreicht. Die Qualität der Oberfläche gewährleistet den Witterungsschutz und bietet die nötige Robustheit für die täglichen Anforderungen.

Entwickelt wurde der neue Baustoff von Mike Schlaich, Professor an der TU Berlin und Partner im Ingenieurbüro schlaich bergermann partner. Der Bezirk Lichtenberg und das Stadtumbauprogramm sind in Berlin Vorreiter bei der Anwendung des neuen Baumaterials.

Von: Quelle u. Grafik: Gruber+Popp Architekten, bearb. A. Stahl

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