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Fennpfuhl: Neue Gedenkstele erinnert an NS-Zwangsarbeit

Einweihung am 23. Januar durch Kulturstadträtin Katrin Framke
Januar 2009

Auf dem Gebiet des heutigen Fennpfuhlparks und in dessen näherem Umfeld befanden sich zwischen 1939 und 1945 drei große Zwangsarbeiterlager.

Am 23.Januar um 11 Uhr wird im Park am Fennpfuhl eine Stele zum Gedenken an diese Geschichte des Ortes eingeweiht. Der Standort der Stele befindet sich an der Rückseite der Volkshochschule/ Schostakowitsch-Musikschule, Paul-Junius-Straße 71.

Mit der Aufstellung der Gedenkstele wird an jene Menschen erinnert, die vom NS-Gewaltregime aus allen Teilen Europas auch nach Lichtenberg verschleppt wurden. Nahezu alle Unternehmen - darunter die Konzerne Siemens-Plania, Knorrbremse und IG-Farben, aber auch Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe sowie kommunale und staatliche Unternehmen - beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Zehntausende Frauen, Männer und sogar Kinder waren in insgesamt mehr als einhundert Lagern über den Bezirk Lichtenberg verteilt. Viele von ihnen überlebten nicht. Sie wurden Opfer der schweren Zwangsarbeit, der harten Lebensbedingungen in den Barackenlagern oder der Bombenangriffe, denen sie schutzlos ausgeliefert waren.

Die Gedenkstele wurde mit Mitteln des Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur finanziert. Bereits am 17. Dezember 2008 konnten zwei auf gleiche Weise entstandene Tafeln für die 1945 zerstörten Kirchen in Malchow, Falkenberg und Wartenberg eingeweiht werden.

 

Weitere Informationen:

Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Büro der Bezirksstadträtin für Kultur und Bürgerdienste
Telefon: 90 296 -37 01

Museum Lichtenberg im Stadthaus
Telefon 57 79 73 88 12
www.museum-lichtenberg.de

 

Mehr zum Fennpfuhlpark

Von: Text: Bezirksamt Lichtenberg, bearb.: A. Stahl

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