Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Umstrittene Baumfällungen am Anton-Saefkow-Platz

Erklärung von Baustadtrat Geisel
Januar 2009

Die Fällung einiger kleinwüchsiger Bäume am Anton-Saefkow-Platz ist nicht „überraschend“, „handstreichartig“ und „gegen den Anwohnerwillen“ erfolgt, wie in einer Pressemitteilung (Nr. 1 vom 15.01.2009) der Fraktion Die Linke in der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung veröffentlicht. Das stellt Lichtenbergs Baustadtrat Andreas Geisel fest und erklärt dazu: Die Planungen zur Sanierung des Anton-Saefkow-Platzes aus Mitteln des Förderprogramms „Stadtumbau Ost“ sind lange bekannt. Sie wurden durch das Bezirksamt am 4.11.2008 im gut besuchten und die Anwohner repräsentativ vertretenden Gebietsbeirat Fennpfuhl öffentlich vorgestellt und erhielten ausdrückliche Zustimmung. Es gab auch dort bereits kritische Nachfragen zu den Fällungen, die jedoch umfassend und kompetent beantwortet wurden und an der Zustimmung des Gebietsbeirates nichts änderten.

Im BVV-Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr wurden die Pläne am 11.11.2008 erörtert und auch dort ausdrücklich befürwortet - auch von allen anwesenden Vertretern der Linkspartei sowie von allen anderen Bezirksverordneten dieses Ausschusses.

Nach diesen Zustimmungen wurde durch das Bezirksamt der Planungsauftrag sowie der Auftrag zur Baudurchführung an das Büro Belvedere erteilt, um den Baubeginn im März 2009 zu sichern. Es gab keinen „Überfall im Morgengrauen“.

Die von der BVV zusätzlich geforderte schriftliche Information bei der Fällung von mehr als drei Bäumen erfolgt selbstverständlich bei allen Bäumen, die unter die Berliner Baumschutzver-ordnung fallen. Das ist hier nicht der Fall.

Die Prüfung der Baumfällungen erfolgte sorgfältig. Die eine zu fällende Baumreihe (geschätztes Alter der Bäume 30 Jahre) hat sich nicht artgerecht entwickelt, so dass sie nicht unter die Berliner Baumschutzverordnung fällt. Die Untere Naturschutzbehörde schätzt ein, dass diese Blutpflaumen so krank waren, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre abgängig gewesen wären. Jetzt den Platz neu zu gestalten und in fünf Jahren abermals umbauen zu müssen, ist nicht sinnvoll. Die Planungsidee für die attraktive Neugestaltung des Platzes besteht auch in der Schaffung von Sichtachsen in den Park und auf das Gewässer des Fennpfuhls.

Wir beabsichtigen, je nach Witterung in etwa sechs Wochen mit den Bauarbeiten auf dem Platz zu beginnen. Jede Verzögerung macht keinen Sinn mehr, sondern wirkt sich schädlich auf den Bauablauf aus.

Weitere Informationen

Bezirksamt Lichtenberg
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr
Andreas Geisel
Telefon 90 296 4200

Mehr zum Projekt Anton-Saefkow-Platz

Von: Text: Bezirksamt Lichtenberg

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