Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Frank Balzer, Katrin Schulze-Berndt, Wolf Schulgen und Martin Lambert (von links) eröffnen die Brunnensaison vor dem Eingang des Fontane-Hauses
Das F wie Fontane schmückt die sanierte Fassade
Architekt Frank Ohlmann bei der Einweihung

F wie Fontane-Haus - ein Beispiel für gelungene Modernisierung

Am 12. Mai feierte das Märkische Viertel die Neueröffnung des Kultur- und Verwaltungszentrums
Mai 2014

Das Märkische Viertel begeht 2014 seinen 50. Geburtstag und der Stadtumbau hat große Bedeutung für die Verjüngungskur des Quartiers. Rund 2,8 Millionen Euro flossen in knapp vier Jahren in den Umbau und die Sanierung des Fontane-Hauses. Das Kultur-, Bildungs- und Verwaltungszentrum wurde sichtbar und erlebbar modernisiert und steht für das junge und bürgerfreundliche Image des "MV".

Ein großes F - geformt aus der Anordnung von Fenstern und Mosaikplatten in grau und weiß - kennzeichnet nun die Eingangsfront des Fontane-Hauses. Das Fassadenmuster aus QR-Codes soll den digitalen Zugang zum Rathaus ermöglichen.

In einer fast vierjährigen Planungs- und Bauphase wurden der Eingangsbereich mit seinem Foyer und Teile der Treppenanlage umgestaltet, neue Räume für das Bürgeramt geschaffen und die Fassade grundlegend energetisch erneuert und neu gestaltet. Die baldige Sanierung des Daches ist bereits zugesagt.

Die Baufertigstellung feierten am 12. Mai zahlreiche BürgerInnen zusammen mit dem Reinickendorfer Bürgermeister Frank Balzer, der Stadträtin für Kultur und Bildung, Katrin Schultze-Berndt, dem für den Stadtumbau zuständigen Stadtrat Martin Lambert und Wolf Schulgen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie vielen Menschen, die sich für den Bau besonders engagiert hatten.

Am Ort der Feier - dem Foyer - sind die Veränderungen sofort spürbar: Der Raum wurde als Eingangssituation für den Fontane-Saal mit immerhin 1000 Plätzen erheblich vergrößert, die Fenster reichen nun bis zum Boden und lassen sich komplett aufschieben, um das Haus vollständig zur Terrasse hin zu öffnen.

Ein großer, schöner Tresen bietet nun beste Voraussetzungen für das Catering bei großen Veranstaltungen. An seiner Stelle war früher das Bürgeramt - schon im letzten Jahr hat das Herzstück des Hauses - so Bürgermeister Frank Balzer - großzügige Räume im Souterrain bezogen. Die Wege innerhalb des Gebäudes - auch zur Graphothek, Bibliothek und zur Volkshochschule - wurden einfacher und großzügiger gestaltet. Dies gehörte - neben der Senkung des Energiebedarfs - zu den zentralen Zielen des Umbaus.

Architekt Frank Ohlmann von den federführenden Nemesis-Architekten betonte die neue einladende Geste des Fontane-Hauses und seine identitätsstiftende Wirkung für das Viertel. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Bezirksbauverwaltung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses. In einem Gebäude "mit Ecken und Kanten" hat das große Engagement aller Beteiligten zu kreativen und zweckdienlichen Lösungen geführt.

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Von: Anka Stahl, Fotos: S.T.E.R.N. GmbH (1), Anka Stahl