Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

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Der Brunnen mit Figuren der Künstlerin Sabine Nier
Stadtrat Christian Gräff enthüllt mit Familienangehörigen Fred Löwenbergs das neue Straßenschild

Stadtplatz im Marzahner Cecilienviertel erhielt den Namen "Fred Löwenberg"

Der deutsch-jüdische Antifaschist leistete bis ins Alter engagierte Jugendarbeit im Bezirk
April 2012

Bis in die 90er-Jahre standen hier kompakte Wohnblöcke: Heute ist der Platz im Cecilienviertel unweit des Unfallkrankenhauses Marzahn ein Platz des Dialogs. Mit Mitteln des Stadtumbaus Ost wurde der gesamte Bereich zwischen Cecilienstraße und Buckower Ring nach dem Abriss neu gestaltet.

In drei Bauabschnitten entstanden von 2009 bis 2011 ein kleinerer Platz mit vielen Bänken unter Bäumen, ein neuer Ballspielplatz und der Stadtplatz mit einem künstlerisch gestalteten Brunnen. Der ebenerdige Springbrunnen wurde von der Künstlerin Sabine Nier mit metallenen, Wasser spendenden Figuren gestaltet. Die Landschaftsarchitektin Gabriele Wilheim-Stemberger vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf entwarf die gesamte Anlage und leitete die Bauarbeiten.

Am 19. April 2012 erhielt der Platz an der Cecilienstraße Ecke Wuhlestraße den Namen "Fred-Löwenberg-Platz". Bei der Feier zugegen waren viele Angehörige von Fred Löwenberg, sowie die Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, Dagmar Pohle, Mitglieder des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlung, Mitglieder der Berliner Vereinigung ehemaliger Teilnehmer am Antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener e.V sowie zahlreiche Menschen, die Fred Löwenberg kannten und schätzten.

Der Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Christian Gräff, würdigte den Namensgeber des Platzes und ließ dessen Leben Revue passieren. Ferdinand „Fred“ Löwenberg wurde am 19. April 1924 als Kind sozialdemokratischer Eltern in Breslau geboren. Mit 19 Jahren wurde er von der SS im KZ Buchenwald interniert. Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus setzte er sich für gemeinsames Handeln von Kommunisten und Sozialdemokraten ein und wurde deshalb 1950 aus der SPD ausgeschlossen. Später übersiedelte er in die DDR. Hier war er publizistisch tätig und engagierte sich bis ins Alter in der antifaschistischen und humanistischen Jugendarbeit.

Dabei war er Marzahn-Hellersdorf, seinem Heimatbezirk, besonders verbunden. Er gründete Netzwerke gegen alte und neue Nazis, die seine Arbeit fortsetzen, darunter das Eltern-Lehrer-Netzwerk "Menschlichkeit und Toleranz gegen Rassismus, Antisemitismus und Gewalt (MuT)" - so sein jüngster Sohn Rainer Löwenberg bei seiner Rede.

Von: Anka Stahl

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