Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Prof. Dr. Hartmut Wedekind, wissenschaftlicher Leiter des Kinderforscherzentrums, im Gespräch mit Partnern
Hier ist Anfassen erwünscht - Experimente zur Mechanik
Auf dieser Fläche wird das Helleum II ab 2018 entstehen

Jugend forscht in Hellersdorf: Auftaktveranstaltung für HELLEUM II

Geplanter Erweiterungsbau schafft besondere Erfahrungsräume für die naturwissenschaftliche Bildung
November 2017

Rund 30.000 Kinder besuchten in knapp fünf Jahren mit ihren Kitagruppen, Schulklassen oder am Nachmittag das Kinderforscherzentrum HELLEUM. Am 28. November 2017 sah man jedoch nur Erwachsene an den Experimentierstationen zur Mechanik oder im Gespräch. Das Team des HELLEUMs hatte aktuelle und potenzielle Partner zu einer Auftaktveranstaltung für das Jugend­forscher­zentrum, das HELLEUM II, eingeladen. Ab Sommer 2018 soll der Erweiterungsbau mit Mitteln aus dem Programm Stadtumbau errichtet wird. Knapp zwei Jahre später will man mit dem Haus für die Jugendlichen die Besucherzahlen insgesamt verdoppeln.

Der wissenschaftliche Leiter, Professor Hartmut Wedekind, begrüßte die Gäste, darunter Pädagoginnen und Pädagogen aus Grund- und Sekundarschulen, von der Jugendkunstschule, vom Quartiersmanagement und Quartiersrat Hellersdorfer Promenade, aus der Wirtschaft und von einem Wohnungs­bau­unternehmen. Seit fünf Jahren arbeitet das Kinderforscherzentrum mit den Methoden der Lernwerkstatt. Die Macher haben den Anspruch, als Modell für ganzheitliches, selbstbestimmtes Lernen von der Kita bis zur Berufsausbildung zu wirken.

Dafür wünschten sich der Bezirk als Träger und das Team eine bauliche Erweiterung, die schon durch ihre Gestalt besondere Erfahrungsmöglichkeiten bietet. Einen idealen Partner für dieses Vorhaben fand man in dem Architekten Klaus Roth, der bisher hauptsächlich für Theaterbauten gearbeitet hat. In diesem Sinne "inszenierte" er das HELLEUM II als vielgestaltigen Betonbau, über dessen Entwurf Professor Wedekind regelrecht ins Schwärmen gerät. Das Erweiterungsgebäude wird aus drei Ebenen und einem Turm bestehen, den man unter anderem für Fallexperimente und das Foucaultsche Pendel für den Nachweis der Erdrotation nutzen kann. Auf dem Flachdach thront ein Observatorium zur Himmels­beobachtung. Auch ein Dachgarten ist hier geplant. Durch ein Sheddach wird der Physikbereich beleuchtet. Ein dunkler Raum mit einem kleinen Loch dient als Camera Obscura: als Modell für das menschliche Auge und vieles mehr.

Rund um die beiden Teile des HELLEUMs soll ein Bildungscampus wachsen, wie Sven Hanczuch vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf im Gespräch erklärte. Denn nebenan befinden sich auch die beiden Standorte der Pusteblume-Grundschule, eine Sporthalle sowie das Haus Kastanie mit Freizeitangeboten, Familienzentrum und Kita.

Die Arbeit mit den Jugendlichen wird zurzeit erprobt; dafür gibt es bereits eine Arbeitsgemeinschaft am Philipp-Melanchthon-Gymnasium. Weitere Testklassen wurden an diesem lehrreichen Nachmittag angebahnt. Gesucht werden auch Sponsoren, die Geld, Zeit oder Sachmittel, zum Beispiel für die geplante Handbibliothek, spenden können. Neben dem Netzwerken ging es an diesem Tag auch ganz praktisch zu: Die aufgebauten fantasievollen Experimente zur Mechanik wurden ausprobiert. So manche eigene Erkenntnis wird dazu beigetragen haben, die Gäste vom großen Nutzen dieser Einrichtung zu überzeugen. Am 9. Januar 2018 feiert sie ihren fünften Geburtstag und im Sommer 2018 startet der Bau des Jugendforscherzentrums.

Von: Anka Stahl

Fördergebiete & Projekte

Projektinformationen

Logo Europäische UnionBundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung