Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Vorläufiger Rahmen- und Maßnahmenplan des neuen ISEK konnten eingesehen werden
Christiane Heiß und Jörn Oltmann führten als zuständige Stadträte durch die Veranstaltung und beantworteten Fragen und Einwände
Das Interesse an den Projekten des Stadtumbaus ist groß
Simulation einer Station der geplanten Insel-Tour

Der Stadtumbau rund um das Südkreuz geht weiter

Zahlreiche neue Projekte wurden am 9. November vorgestellt
November 2017

Der Stadtumbau im Gebiet Schöneberg-Südkreuz geht weiter, obwohl die meisten der Ziele erreicht sind, die sich der Bezirk Tempelhof-Schöneberg zu Beginn im Jahre 2005 gesetzt hatte. Eine positive Bilanz der ersten zwölf Jahre Stadtumbau zog am 9. November 2017 im Rathaus Schöneberg vor mehr als 120 interessierten Bürgerinnen und Bürgern Siegmund Kroll, bis vor kurzem Leiter des Stadtentwicklungsamtes. Durch die dreistündige Veranstaltung führten Jörn Oltmann, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bauen, und seine Bezirksamts-Kollegin Christiane Heiß, zuständig unter anderem für das Straßen- und Grünflächenamt.

Zwischen 2005 und 2017 wurden insgesamt 23 Projekte umgesetzt. Dazu gehörten solche mit historischem Bezug, wie der Bau eines Informationsortes und die Sanierung des Schwerbelastungskörpers, Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur und zur grünen Vernetzung des Stadtraums. Kernprojekt war die Schöneberger Schleife, ein Fuß- und Radweg mit begleitendem Grün sowie Spiel- und Sportflächen. Wegen der möglichen Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn kann das letzte Teilprojekt, der Wannseebahn-Grünzug, auf Bahngelände nicht weiterverfolgt werden. Der Bezirk erarbeitet deshalb seit Mitte 2017 eine Alternativplanung zum Lückenschluss der Schöneberger Schleife. Diese sieht eine Radverkehrsführung über öffentliches Straßenland sowie eine Grünfläche an der Crellestraße vor. Besonders zur Grünfläche wird es im Vorfeld wieder eine intensive Bürgerbeteiligung geben.

Als letztes Projekt der ablaufenden Programmperiode beginnt Ende 2017 die Umgestaltung der westlichen Vorplätze der Yorckbrücken mit notwendigen Baumfällungen. 2019 soll der Umbau des Verkehrsknotenpunkts abgeschlossen werden, wie der verantwortliche Planer Heinz Tibbe von der Gruppe Planwerk berichtete (Informationen und Grafiken zu den Einzelprojekten finden Sie in den Folien zur Veranstaltung: Download am Ende des Berichts).

Heinz Tibbe erläuterte auch das Projekt zur Umgestaltung des Tempelhofer Weges, der in Form eines fußgängerfreundlichen Boulevards mit Alleecharakter das Rückgrat des neuen Wohn- und Gewerbegebiets Schöneberger Linse zwischen den Bahnhöfen Schöneberg und Südkreuz bilden soll. Der erste Bauabschnitt soll im August 2018 starten. Er wird mit 1,87 Mio. Euro aus dem Stadtumbau-Programm gefördert.

Ein weiteres Vorhaben, das ohne das Stadtumbauprogramm nicht möglich wäre, ist die Verbesserung der Radverkehrsführung rund um den Bahnhof Südkreuz, die dem Lückenschluss auf dem Radfernweg Berlin-Leipzig dient, wie der Leiter des Fachbereichs Straßen im Straßen- und Grünflächenamt, Herr Schack, erläuterte. Auch hier soll der Bau im nächsten Jahr beginnen.

Ebenfalls im nächsten Jahr startet der Bau der Sporthalle der Johannes-Schule in Holzbauweise. Auf dem dortigen Campus wurden nach den Plänen des Architekturbüros Kersten+Kopp bereits ein Schulgebäude, eine Kita und ein Weiterbildungshaus in ihrem typischen Stil errichtet: Es sind polygonale Baukörper mit Lärchenholzfassade, ähnlich dem ersten Stadtumbauprojekt des Architekturbüros, dem Holzhaus in Lichtenberg. Die Sporthalle soll ab Herbst 2019 von den rund 600 Schülerinnen und Schülern der Johannes-Schule, aber auch von anderen Schulen und nach Schulschluss auch von externen Gruppen genutzt werden.

Irene von Götz vom Fachbereich Museen stellte die geplante Insel-Tour vor: ein rund zweistündiger Geschichts-Parcours über die sogenannte Rote Insel, der an 19 Stationen im Stadtraum Geschichte erlebbar machen soll. Die Themen sind vielfältig: Es geht um den Gasometer und die erste preußische Eisenbahnlinie, aber auch um Persönlichkeiten wie Marlene Dietrich oder Julius und Annedore Leber.

Um den veränderten Bedürfnissen im Gebiet gerecht zu werden, verschiebt sich der Schwerpunkt der Stadtumbau-Förderung hin zu begleitenden Projekten des Wohnungsbaus. Hierzu aktualisiert das Architekturbüro roedig.schop, das für den Bezirk das Gebietsmanagement übernommen hat, das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK. Im vorläufigen Maßnahmenplan werden zum Beispiel Projekte zur Wiederinbetriebnahme der Teske-Schule als dreizügige Grundschule enthalten sein. Dies ist vor allem wichtig für die Familien, die in wenigen Jahren im Neubaugebiet der Schönberger Linse ihre Heimat finden werden. Das neue ISEK soll Anfang 2018 veröffentlicht werden.

Download Präsentation der Veranstaltung (PDF, 11 MB)

Von: Anka Stahl

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