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Versteckt im Grünen: Familienzentrum Heckerdamm
Der Bewegungsraum ist lichtdurchflutet
Alle Zugänge zum Gebäude sind barrierefrei

Charlottenburger Norden: Am Tor zur Jungfernheide

Das Familienzentrum Heckerdamm ist das erste Projekt im neuen Stadtumbaugebiet
September 2017

Kaum jemand würde ihn hier vermuten: diesen überraschenden Ort der Ruhe gleich hinter der Weltlingerbrücke nahe der Autobahnausfahrt Heckerdamm, wo Tag und Nacht der Verkehr braust. Kein Wunder, denn das Gebäude mit seiner auffälligen Ziegelfassade versteckt sich hinter üppigen Bäumen. Es beherbergt das Familienzentrum am Heckerdamm. Dessen bisheriger Standort am Halemweg musste im Zuge des bevorstehenden Abrisses der ehemaligen Poelchau-Oberschule aufgegeben werden. Weil jedoch ein Treff für Familien mit Kleinkindern für diesen Stadtteil unverzichtbar ist, war man froh, dass das frühere Domizil des Grünflächenamtes frei wurde und nur darauf wartete, frischen Wind eingehaucht zu bekommen.

Die kurze Bauzeit von 9 Monaten ist rekordverdächtig, aber wahrscheinlich wollten alle Beteiligten mit der zügigen Fertigstellung ein Zeichen setzen und mit dem Label erstes Projekt im neuen Stadtumbaugebiet Charlottenburger Norden punkten. Die Projektmittel in Höhe von 440.000 Euro aus dem Förderprogramm waren ein willkommener Motivationsschub.

Das etwa 30 Jahre alte Gebäude erhielt in den letzten Monaten neue Fenster, Türen, Heizkörper, Bodenbeläge und Sanitärräume. Die schöne Gebäudestruktur blieb erhalten und doch sind jetzt alle Räume „fit“ für die neue Nutzung. Der Bewegungsraum im Obergeschoss mit seinen großen Dachfenstern erhielt einen Bodenbelag, der sich wunderbar für Krabbelkinder eignet: weich, leicht zu reinigen und farblich dezent. Der Eltern-Kind-Kurs-Raum gegenüber hat sogar einen direkten Fahrstuhlzugang, sodass hier sich zukünftig auch mobilitätseingeschränkte Nachbarn treffen können.

Im Erdgeschoss hält das neue Familiencafé Einzug. Hier ist genug Raum für das beliebte Familienfrühstück (Elternoase) mit Beratung, Infos und Angeboten zur Bewegung. Auf derselben Ebene wurde Platz für Büros und Beratungsräume geschaffen. Beratung brauchen viele Familien hier, denn die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Einkommen sind gering. Fortgesetzt werden am Heckerdamm ebenso die Deutschkurse der Volkshochschule, die damit ihr wohnortnahes Angebot beibehalten werden kann.

Auf dem Innenhof mit direktem Zugang zur Jungfernheide sind die wichtigsten Nachrüstungen für einen barrierefreien Zugang fast abgeschlossen. Beide Hauseingänge sind über Rollstuhlrampen erreichbar, der Fahrstuhl wird in Kürze geliefert und auch die beiden Außenfluchttreppen erfüllen die neuesten Vorschriften des Brandschutzes. Dem Neustart des Familienzentrums im Oktober wird sicher gebührend gefeiert. 

Von: Text und Fotos: B. Gericke / Redaktion Stadtumbau

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