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Der bunte Drache bewacht die Steinburg
Der Kleinkinderbereich mit Wippe und Schaukel und kleiner Drachenburg
Sitzen auf der Lehne? Hier sogar erwünscht

Frankfurter Allee Nord: Der Drache im Nibelungenviertel ist erwacht

Auszubildende bauten einen ungewöhnlichen Spielplatz an der Gotlindestraße
August 2017

Wenn im September 2017 der größte Teil des Drachenspielplatzes eröffnet wird, geht ein lang gehegter Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner in Erfüllung. Endlich gibt es einen kurzen Rad- und Fußweg hin zum Freiaplatz oder zur U-Bahn. Dieser verläuft teilweise über den ehemaligen, heute etwas verwunschenen Friedhof Lichtenberg mit seinem herrlichen Baumbestand.

Das andere Wegstück führt über den Drachenspielplatz – und dieser hat eine besondere Geschichte. Große Bereiche des 4500 Quadratmeter umfassenden Geländes haben nämlich Auszubildende für Garten- und Landschaftsbau gebaut - quasi als Gesellenstück. Für sie war es ein Learning-by-Doing-Prozess: Ob bei der Verlegung des Wegelabyrinths aus Natursteinen, bei der Anhebung des gesamten Geländes um einen Meter oder bei der Pflanzung seltener Gehölze. Die Zeit, die sich die Ausbilder mit ihren Schützlingen dafür genommen haben, mag lang erscheinen, das fertige Produkt und der Wissenszuwachs auf allen Seiten rechtfertigt die zweieinhalbjährige Bauzeit allemal. Am letzten Teilstück werden die neuen Lehrlinge gleich zu Beginn ihrer Ausbildung weiter arbeiten. 

Alle, die diesen Platz von der Bornitzstraße aus betreten, werden bemerken, dass hier etwas Besonderes entstanden ist. Fast die gesamte Fördersumme in Höhe von 100.000 Euro aus dem Programm Stadtumbau konnte für Material ausgegeben werden. Gleich vorn an der Tischtennisplatte fallen die ungewöhnlich geformten, jugendfreundlichen Bänke ins Auge. Eine besondere Form hat auch das große Spielgerüst in der Platzmitte. Es entspricht ziemlich genau den Vorschlägen der Kinder aus dem Jahr 2014. Ein bunter Drache wohnt auf einer Steinburg, die es zu erklimmen gilt. Eine richtige Zugbrücke mit einem Eichentor muss überwunden werden, wenn man den Drachen besiegen will. Das ist nicht ganz leicht und soll Kinder von sieben bis zwölf Jahren fordern.

Dahinter, abgetrennt durch einen freundlich gelben Pflasterweg, können sich die Kleineren erholen und beschäftigen: beim Buddeln, Schaukeln oder Wippen auf der Drachenschaukel. Auch für ältere Besucher bietet der Platz Möglichkeiten der Entspannung – ob unter den Bäumen oder an den Hochbeeten.

Bei den vielen Bewohnern der benachbarten Neubauten, bei den Kindern aus den umliegenden Flüchtlingsheimen, Kitas und Schulen wird der Drachenspielplatz im Nibelungenviertel jedenfalls bald nach dessen Eröffnung am 31. August ein wichtiger Treffpunkt sein.

Von: Text und Foto: B. Gericke (Redaktion Stadtumbau)

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