Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Im Gebiet Greifswalder Straße
Rund 120 Interessierte waren zur Abschlussveranstaltung zum ISEK gekommen
Sabine Slapa (Büro die raumplaner) präsentiert den ISEK-Entwurf
Dr. Jochen Lang, Dr. Drießler, Kai Sedlacek, Matthias Rogge und Vollrad Kuhn (von links) auf dem Podium
Die Analysen und Maßnahmepläne hingen für die Besucher aus

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) Greifswalder Straße vor der Fertigstellung

Gebiet soll zukünftigen Bedürfnissen gerecht werden
Juni 2017

Es soll so schnell wie möglich losgehen mit den geförderten Maßnahmen aus dem Stadtumbau-Programm im zukünftigen Gebiet Greifswalder Straße – das wünschten sich alle Vertreterinnen und Vertreter am Ende der Podiums­diskussion bei der Abschlussveranstaltung zur Erarbeitung des integrierten städtebaulichen Entwicklungs­konzepts (ISEK) Greifswalder Straße. Auf der Bühne des Kulturhauses Wabe standen vor 80 Gästen am 30. Mai Dr. Jochen Lang, zuständiger Abteilungsleiter in der Senats­verwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, der zuständige Pankower Stadtrat Vollrad Kuhn, Matthias Rogge vom Stadtentwicklungsamt, Kai Sedlacek, Vorstandsmitglied der Wohnungs­bau­genossen­schaft WBG Zentrum, Mieterbeirätin Frau Dr. Drießel sowie Herr Asadolahzadeh vom Jugendclub Atelier 89.

Vorausgegangen war eine zweieinhalbstündige Veranstaltung mit vielen Informationen und kompetenten Nachfragen der Gäste, moderiert von Sabine Slapa. Ihr Planungsbüro "die raumplaner" war vom Bezirksamt Pankow mit der Erarbeitung des ISEKs beauftragt worden. Dieser Auftrag ist nach rund einem Jahr fast erledigt, am 9. Juni will das Büro das fertige Konzept abliefern, danach muss es vom Bezirksamt bestätigt werden. Der Berliner Senat kann auf dieser Grundlage mit der Förderung des Gebiets beginnen. Eine Startermaßnahme liegt schon fertig konzipiert und durchgerechnet in der Schublade: der Bolzplatz in der Hanns-Eisler-Straße 6, momentan nicht benutzbar, soll erneuert werden.

Das Gebiet sei kein Problemkiez, so Kai Sedlacek, Vorstandsmitglied der im Gebiet aktiven Wohnungs­baugenossenschaft WBG Zentrum. Das sehen auch die Bewohnerinnen und Bewohner so: Das Gebiet ist vor allem grün und bietet meist ruhiges, bezahlbares Wohnen mit Kindergärten und Schulen um die Ecke. Doch mittlerweile bedarf es einer "Generalüberholung", ein Schlagwort, das sich auf einer der zahlreichen Beteiligungsveranstaltungen während der ISEK-Erarbeitung etablierte.

Das Grün wuchert, Spielplätze sind verödet, Wege beschädigt, Schulen und Kitas stark sanierungsbedürftig. Hinzu kommt, dass mittelfristig an der Michelangelostraße ein Neubaugebiet entstehen soll. Die städtebauliche Planung "Michelangelostraße" wird bald mit Bürger­vertretern in der Tradition des Runden Tisches beraten, so Bezirksstadtrat Kuhn. Unabhängig davon gibt es aber erste Maßnahmen, die noch in diesem Jahr für die Stadtumbau-Förderung angemeldet und im nächsten Jahr begonnen werden können. Schwerpunkte sind Investitionen in die soziale Infrastruktur und die Qualifizierung der Grün- und Freiflächen. Konkret geht es zum Beispiel um die Erneuerung des Wegenetzes und der Beleuchtung. Besonders wichtig ist dabei die Beseitigung von Barrieren und Stolperstellen. Die Spielplätze und Schulfreiflächen sollen neu gestaltet werden. 

Vor der Bibliothek könnte ein wirklicher Stadtplatz entstehen, auch die Bibliothek selbst hat Bedarf angemeldet. Wünsche, Bedürfnisse und Interessen gibt es viele, nicht alles wird sich in zehn Jahren realisieren lassen, die das Förderprogramm laufen wird.

Als erstes wird ein Stadtumbau-Koordinator gesucht, der das Bezirksamt bei der Organisation künftiger Projekte und der dazugehörigen Bürgerbeteiligung unterstützt. Zuvor gibt es aber schon etwas zu feiern: Am 14. Juli 2017 wird der 40. Geburtstag des Mühlenkiezes begangen. Er ist das Herzstück des Gebiets. Die Organisatoren suchen noch Fotos aus den Anfangsjahren, abzugeben im "Kinderzimmer" in der Hanns-Eisler-Straße 2 oder im Atelier 89.

Von: Anka Stahl

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