Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Bezirksstadtrat Nünthel spricht über aktuelle Entwicklungen
Der Thementisch zur Gudrunstraße
Der Veranstaltungsort HolzHaus wurde aus Stadtumbaumitteln finanziert
Ein Thema der FAN-Konferenz war die Umgestaltung des Roedeliusplatzes

9. FAN-Konferenz beriet zu aktuellen Stadtumbau-Projekten

Themen der FAN.PROJEKTE waren unter anderem die Barrierefreiheit und der öffentlichen Straßenraum
April 2017

Der Stadtumbau im Gebiet Frankfurter Allee Nord ist seit seinem Beginn 2011 so organisiert, dass die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in alle Projekte und Planungen einbezogen werden. Das geschieht durch zahlreiche öffentliche Begehungen, Planungsrunden und Abstimmungen zu Einzelprojekten, den FAN-Beirat und den FAN-Fonds. Eines der wichtigsten Elemente der Bürgerbeteiligung ist die FAN-Konferenz, die am 26. April 2017 schon zum 9. Mal stattfand - ein offenes Stadtteilforum, bei dem alle Interessierten tiefe Einblicke in die aktuellen Entwicklungen im Stadtumbaugebiet erhalten.

Wie immer war sie sehr gut besucht ­– rund 50 Lichtenberger und Gäste ließen sich von Birgit Monteiro, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, und Wilfried Nünthel, unter anderem zuständig für Umwelt und Verkehr, über aktuelle Planungen informieren. Genia Krug von Stattbau, dem für das Gebietsmanagement verantwortlichen Planungsbüro, fasste die bisherige Entwicklung zusammen.

Bis Ende 2016 wurden rund 22 Millionen Euro im Gebiet eingesetzt, davon 13,8 Millionen Euro aus dem Stadtumbau-Programm, zusätzlich Ausgleichsmittel und Eigenmittel der unterschiedlichen Projektträger. Viel wurde mit diesen Beträgen erreicht. Bestes Beispiel ist der Veranstaltungsort selbst: Das architektonisch herausragende HolzHaus, das eine Kinder- und eine Jugendfreizeiteinrichtung beherbergt und mit seinen hellen und großzügigen Räumen zu einem beliebten Treffpunkt geworden ist. Draußen rollen noch die Bagger, um das großzügige Außengelände fertigzustellen. In zwei Wochen wird die sanierte Sporthalle gegenüber feierlich übergeben, auch am Außengelände der Kita Singemäuse laufen die letzten Arbeiten. Nicht zu vergessen der nahegelegene Wohngebietspark und vieles mehr.

Doch dies reicht noch lange nicht aus, denn die Bevölkerung wächst rasant, Ende 2016 lebten schon 16.450 Menschen im Gebiet, es könnten 18.000 oder auch mehr werden, betrachtet man die vielen laufenden oder geplanten Wohnungsbauprojekte.

Der Stadtumbau wird in den kommenden Jahren deshalb vor allem den Ausbau der sozialen Infrastruktur unterstützen, das größte Projekt ist die Erweiterung und Sanierung der Schule auf dem lichten Berg, die insgesamt 17,3 Millionen kosten wird und sich aus verschiedenen Quellen finanziert. Aber auch neue und bessere Spielplätze, Grünflächen und die Anpassung des Straßenraums sind nötig.

An vier Thementischen berieten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss zu konkreten Projekten. Wie immer ging es dabei sehr praktisch zu: zahlreiche bunte Aufkleber mit Signets kennzeichneten auf den vier großen Plänen die gesammelten Anregungen. An einer Stelle ist ein Zebrastreifen nötig, hier muss eine Kreuzung fußgängerfreundlich gestaltet werden und dort fehlen Fahrradständer oder gar eine Ausleihstation. Neben dem übergreifenden Thema Straßenraum und Barrierefreiheit, ging es um die Umgestaltung des Roedeliusplatzes mit Spielplatz, Sitzplätzen und viel Grün sowie die Umgestaltung des umliegenden Straßenraums. Dazu wird 2017 ein Gutachterverfahren stattfinden, die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich 2019. Die Umgestaltung des Rathausparks soll 2018 erfolgen.

Zu diesen Projekten wurden viele Anregungen aufgenommen. Alle Teilnehmer, die ihre E-Mail-Adresse hinterlassen haben, erhalten in wenigen Tagen die Materialien der Konferenz. Sie sind nicht nur Ideengeber und Nutznießer, sondern auch kritische Begleiter mit einem langen Atem, den es in der Stadtentwicklung selbstverständlich braucht. Dass es sich lohnt, haben die vielen bereits verwirklichten Projekte im FAN-Gebiet bewiesen.

Von: Anka Stahl

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