Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Unterschiedliche Pflasterung für Radler und Fußgänger (© S.T.E.R.N.)
Einladend: der neue Eingangsbereich der Bettina-von-Arnim-Schule (© Gericke)

Ein neuer Abschnitt: Verbesserter Schulweg

Die Bettina-von-Arnim-Schule erhielt einen neuen Eingangsbereich
April 2017

Seit dem Herbst 2016 müssen die knapp 1.500 Jugendlichen auf dem Fußweg zu ihrer Schule nicht mehr auf Stolperstellen achten oder auf Fahrzeuge, die einen Parkplatz suchen. Vorbei ist die Zeit, wo die Verbindung zwischen der Bettina-von-Arnim-Schule und dem Zugang zum Mittelfeldbecken dunkel und unsauber wirkte. Die 150 m lange Strecke erhielt neue Straßenlampen, was das Sicherheitsgefühl aller Anwohner deutlich verbessert hat. Dazu trug auch das Auslichten von Bäumen und zugewucherten Sträuchern am Rand bei, die allzu oft mit Abfall übersät waren.

Die aus dem Programm Stadtumbau finanzierten Umbau-Maßnahmen (insgesamt 410.000 Euro) hatten jedoch nicht nur die Schülerinnen und Schüler im Fokus. Profiteure sind auch jene Kinder und Eltern, die das Familienzentrum comX gegenüber der Schule und die dortige Sporthalle besuchen. Gleich nebenan, im Vitanas Senioren Centrum, wohnen die älteren Nachbarn. Endlich können sie gefahrenfrei auf der asphaltierten Seite spazieren – auch mit Rollator. Durch die Unterstützung der Gesobau AG wurde ein Parkplatz verlegt, weshalb dieser Bereich in unmittelbarer Nähe des beliebten Mittelfeldbeckens nun viel besser zu Fuß zu erreichen ist. Für Menschen mit Sehbehinderung hat der für Fußgänger und Radler unterschiedliche, teilweise versickerungsfähige Straßenbelag entscheidende Vorteile: Mit dem Blindenstock lässt sich ertasten, auf welcher Seite man unterwegs ist.

Ein neues Pflaster erhielt auch der Vorplatz der Bettina-von-Arnim-Schule. Vorher war dieser schon durch Risse geschädigt, sodass die Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler nicht mehr gewährleistet werden konnte. Doch dieser Missstand ist Vergangenheit und die Freude darüber ist bei allen spürbar. Dank der Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau macht nun vor allem der Eingangsbereich zum Hauptgebäude richtig etwas her: Strahlend weiße Bänke aus Beton, versehen mit leuchtend blauen Sitzflächen, fassen die neu gepflasterte Begegnungsfläche ein. Diesseits des Schulzaunes hat auf frischem Rasen eine lichte Baumreihe Platz gefunden und wird in einigen Jahren den Sommer über Schatten spenden. Vor dem Start des Projektes war der Eingang zur Schule hinter Bäumen versteckt und kaum einsehbar. Jetzt wirkt alles licht und freundlich.

Mit zusätzlichen Finanzmitteln wurden auf dem Schulhof zusätzliche Bäume und neue Sträucher gepflanzt sowie die Wege befestigt – selbstverständlich auch mit versickerungsfähigem Pflaster. Das Gelände ist weitläufig, verteilt sich doch die 1972 gegründete Schule [1] mit gymnasialer Oberstufe auf 10 Pavillons – jeder umgeben von einer Grünfläche. Dort wechseln sich Rückzugs- und Bewegungsflächen ab. Die Streetball-Plätze erhielten neue Körbe und eine deutlichere Abgrenzung zu den Laufwegen. Um die neu gepflasterten Tischtennis-Platten stehen weiße Betonquader, die sowohl zum Sitzen dienen, als auch dem Schutz der Beete. Beliebt bei den Schülerinnen und Schülern ist der kleine Pavillon aus Holz und die kleine Freilichtbühne gleich neben dem Mittelfeldbecken.

Die landschaftsgestaltenden Maßnahmen – die Umbau des Schulweges und die Gestaltung des Vorplatzes waren der Schlusspunkt innerhalb des Gesamtkonzeptes „Stadtteilpark im Mittelfeld“. Die Anwohner jedenfalls sind begeistert über das grüne Herz ihres „MV“.


[1] Das ursprüngliche Schulhaus musste 1991 wegen Asbestbelastung abgerissen werden. Die derzeit genutzten Pavillons waren ursprünglich als Provisorium gedacht.

Von: Text: B. Gericke / D. Dorn, Stadtplanung Reinickendorf