Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Senatsbaudirektorin Regula Lüscher zu Gast im Centré Français
Plan des untersuchten Gebietes (© UmbauStadt)
„Staffelstab-Übergabe“ von S. Slapa an M. Helmuth-Paland

Abflug in die Zukunft

Das integrierte Entwicklungskonzept für Tegel und Umgebung steht kurz vor dem Abschluss
April 2017

Nicht weniger als vier Bezirke, vier Senatsverwaltungen und auch der Bund richten ihr Augenmerk auf den Flughafen TXL und dessen angrenzende Kieze. Alle Beteiligten arbeiten intensiv an Planungen für die Zeit danach. Noch immer hoffen viele Bürger und die Akteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, dass nach der Eröffnung des Flughafens BER das große Areal zwischen Reinickendorf, Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte – immerhin 440 Hektar – für neue Nutzungen zur Verfügung steht. Die Zahl der Interessenten und betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist dementsprechend hoch. Schon deshalb war es nicht verwunderlich, dass am 29. März 2017 bei der „Abschlussveranstaltung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) Flughafen Tegel und Umgebung“ im Kino Centre Français de Berlin nur wenige Plätze frei blieben.

Die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher persönlich kam und dankte vor allem jenen Bürgerinnen und Bürgern, die in den vergangenen 9 Monaten an der Ausarbeitung des Entwicklungskonzeptes ehrenamtlich beteiligt waren. Die drei beauftragten Büros – UmbauStadt GbR, die Raumplaner und die Empirica AG – nahmen die Bedenken und Wünsche der Bewohnerschaft dankbar in die Konzeption mit auf und ergänzten diese um die Hinweise aus den Fachverwaltungen der vier Bezirke. Frau Lüscher ermunterte die Anwesenden, sich an weiteren Planungen in den kommenden 10–15 Jahren aktiv zu beteiligen. Wenn der Beschluss über die förmliche Festlegung des Stadtumbaugebietes „Flughafen Tegel und Umgebung“ im Senat (voraussichtlich noch 2017) gefasst sei, würde es schon 2019 losgehen.

Auf die Fertigstellung des BER wartet ebenso die Tegel Projekt GmbH. Ihr Geschäftsführer, Dr. Philipp Bouteiller, schwärmte von den Chancen, die sich nach der Schließung von Tegel böten. Ein ganzer Stadtteil – das Schumacher Quartier mit 5000 Wohnungen, Start-up-Unternehmen und einer Hochschule – soll entstehen. Eingebettet in einen grünen Gürtel und ökologisch sinnvoll angebunden an anliegende Stadtgebiete wäre diese Option wohl eine der besten für den Nordwesten der Stadt.

Etwa 30–50 Millionen Euro könnten zusätzlich aus dem Programm Stadtumbau für die Erneuerung und Erweiterung von Schulen, Kitas, der Stadtbibliothek und anderer sozialer Einrichtungen sowie für den Bau von Verbindungswegen zu den neuen Stadtflächen fließen, so der für Stadtplanung zuständige Fachbereichsleiter Marius Helmuth-Paland aus Reinickendorf in seinem abschließenden Statement. Auch er warb für die Fortsetzung des Bürgerdialogs. Damit er damit schon bald beginnen könne, übergab Sabine Slapa von den Raumplanern eine Liste mit den Kontaktdaten der Bürgervertreter als symbolischen Staffelstab.

Die an diesem Abend anwesenden Bürgerinnen und Bürger brachten in der Fragerunde an die Politik sehr deutlich ihren Wunsch zum Ausdruck, weiter beteiligt zu werden, selbst wenn Tegel als Flughafen weiter bestünde. Die Schulen, Kitas und Sportflächen bräuchten dringend eine Verjüngungskur und die Verkehrssituation sei schon jetzt unerträglich. Es gab an diesem Abend zahlreiche Wortmeldungen für den Erhalt der Sportplätze am Uranusweg.

Ob die Mittel aus dem Programm Stadtumbau auch frei gegeben würden, wenn ein möglicher Volksentscheid für die Offenhaltung von Tegel Erfolg hätte, weiß selbst die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher nicht. „Einen Plan B haben wir nicht und dem Stadtteil kann ich nur wünschen, dass für die vielen jetzt zusammengetragenen Projekte bald der Startschuss fällt“, so die Baudirektorin am Ende der Veranstaltung.

Von: B. Gericke / B. Hunkenschroer (SenStadtWohn, IV B 46); Fotos: B. Gericke

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