Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

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Markus Tegeler vom Gebietsmanagement des Büros Stattbau erläutert die Ausgangssituation
Der Spielplatz bietet kaum noch Spielmöglichkeiten

Ideen für den Rathauspark Lichtenberg gesucht

Das Projekt wird auf der FAN-Konferenz am 26. April vorgestellt
März 2017

Rund um den Rathauspark im Dreieck zwischen Frankfurter Allee, Möllendorff- und Rathausstraße in Lichtenberg wird sich in den kommenden Jahren viel verändern: Die Wohnungsbaugesellschaft Howoge plant an der Frankfurter Allee einen Gebäuderiegel mit Hochhaus, Büros und Geschäften. An der Rathausstraße wächst bereits das Projekt "Wohnen am Rathauspark" mit Kita empor.

Durch diese Bauten würde der Spielplatz nebenan sehr verschattet, weshalb für ihn ein neuer Standort im Park gesucht wird. In den letzten Jahren waren immer mehr Spielgeräte ersatzlos abgebaut worden, sodass es erheblichen Neugestaltungsbedarf gibt.

Zudem jährt sich am 13. März 2019 zum 100. Mal das Datum der Berliner Märzkämpfe. Im Park integriert ist die Gedenkstätte "Blutmauer". Hier auf dem ehemaligen Friedhof wurden vor 100 Jahren viele Aufständische, aber auch Unbeteiligte erschossen. Auf einer Wiese gegenüber erinnert die Skulptur "Spartakisten" an die zahlreichen Opfer.

Das Denkmal sowie die letzte vom Friedhof erhaltene Grabstelle gehören zu den Fixpunkten im Park. Er soll unter Mitwirkung von Interessierten mit Stadtumbau-Mitteln neu gestaltet werden. Gefragt sind Ideen für den zukünftigen Ort des Spielplatzes, für die Wegeführung und die Verbesserung der Barrierefreiheit, zur Beleuchtung und Ausstattung. Einbezogen wird auch eine kleine Fläche zwischen Rathaus- und Rudolf-Reusch-Straße, über deren Gestaltung auch Jugendliche aus der benachbarten "Schule am Rathaus" mitentscheiden sollen.

Erst einmal trafen sich am 13. März 2017 rund 30 Interessierte mit Markus Tegeler und Christopher Frank vom Gebietsmanagement des Büros Stattbau zu einem Rundgang und anschließender Diskussion im Rathaus Lichtenberg.

Jede und jeder erhielt einen Lageplan zum Eintragen von Ideen an die Hand. Chiara Derenbach von der Howoge erläuterte die Neubaupläne und deren Auswirkungen auf den Park, ein Vertreter des Bezirksmuseums konnte Erhellendes zu den geschichtlichen Hintergründen beitragen.

In der Diskussion kamen bereits einige Ideen auf. Hier traditionell verankerte Veranstaltungen wie Weihnachts- oder Mittelaltermarkt sollen auf jeden Fall ihren Platz behalten. Bei der Planung sollen auch die Möglichkeiten im nahe gelegenen Stadtpark mitgedacht werden. Beide Parks können sich ergänzen.

Am 26. April wird das Projekt auf der FAN-Konferenz vorgestellt. Im Mai sollen Landschaftsarchitekturbüros ausgewählt werden, die zu einem Gutachterverfahren eingeladen werden. Im Juni oder Juli wird eine Ausstellung dann über deren Vorstellungen informieren. Das beste Konzept wird von den Bürgerinnen und Bürgern ausgewählt und 2018 umgesetzt.

Am 27. März trafen sich alle Interessierten noch einmal, um über ihre Ideen für den Park zu sprechen.

Von: Anka Stahl

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