Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Viele Anwohnerinnen und Anwohner wollten sich informieren
Jens-Holger Kirchner und Dr. Jochen Lang führten in die Veranstaltung ein
An den Arbeitstischen wurde intensiv diskutiert
Felix Kumpfes gezeichnete Eindrücke waren parallel auf der Leinwand zu sehen

Bürgerkonferenz diskutierte über Konzept zum neuen Stadtumbau-Gebiet in Pankow

10 Vertreterinnen der Bewohner des Gebiets Greifswalder Straße entwerfen Ziele und Leitbild mit
September 2016

Beteiligung wird groß geschrieben im Stadtumbau. Gerade in den neuen Stadtumbau-Gebieten sind die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gewerbetreibende und Vereine von Anfang an dabei: und zwar schon in der Phase der Konzeptentwicklung, in der Ziele, Leitbilder und Prioritäten festgelegt werden. Das Bezirksamt Pankow und das mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für das Gebiet Greifswalder Straße beauftragte Büro "die raumplaner" hatten deshalb am 28. September 2016 zur zweiten großen Bürger-Konferenz eingeladen. Rund 100 Interessierte kamen, um sich über den aktuellen Stand der Konzept­entwicklung zu informieren und ihre Meinungen und Vorschläge einzubringen.

Die drei Thementische zum östlichen, mittleren und westlichen Teilbereich waren stark umlagert. Schon bei der Ankunft konnte man sich über die "Projektbörse" mit den bisher gesammelten Vorschlägen informieren, Karten mit Stärken und Schwächen einsehen und eine Fotoausstellung von Jugendlichen bewundern, die das Gebiet auf ihre ganz eigene Weise zeigen.

Die Beteiligung an der Konzeptentwicklung besteht aber nicht nur aus großen Konferenzen. Nach der Auftaktveranstaltung am 2. Juli (wir berichteten) folgte eine "Beteiligung am Klapptisch". Die oft älteren Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets erreicht man nämlich am besten direkt vor Ort am Einkaufszentrum Mühlenberg-Center oder auf den holprigen Wegen und den vielen Grünflächen im Gebiet. Dies im Kopf, zogen "die raumplaner" mit Campingtisch und -stühlen durch den Kiez und sammelten Vorschläge. Die kleinen gelben Post-its passten am Nachmittag kaum noch auf den Plan. 

Immer an die Zielgruppe denkend, gab es noch einen "Kaffeeklatsch" bei der Volkssolidarität - einem wichtigen Verein im Gebiet - sowie eine Kinderbeteiligung mit Schülerinnen und Schülern der Paul-Lincke-Grundschule.

Was bei diesen Aktionen und nun auf der Konferenz deutlich wurde, fasste der Live-Zeichner Felix Kumpfe mit dem Kürzel "GÜ" zusammen. Auf seiner am Tablet-Computer entstandenen Zeichnung stehen die Buchstaben für "Generalüberholung": Kaputte Wege sind zu reparieren und besser zu beleuchten, Spiel- und Sportplätze sowie Schulhöfe müssen dringend erneuert werden. Außerdem fehlen Angebote für größere Kinder und Jugendliche sowie für Senioren. Bei der seit vielen Jahrzehnten stabilen Mieterschaft im Gebiet ist Barrierefreiheit eins der wichtigsten Themen.

Damit dies alles im Sinne und mithilfe der Bewohner und Nutzer des Gebiets passiert, wurden auf der Veranstaltung 10 Vertreterinnen gesucht, um am sogenannten "Zielsystem" und dem Leitbild für das Gebiet mitzuarbeiten. Einige von ihnen werden sicher auch später bei der Umsetzung der Projekte den Fachleuten beratend zur Seite stehen.

Dr. Jochen Lang als Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und Stadtrat Jens-Holger Kirchner wünschten allen Beteiligten Erfolg in dem weiteren Prozess.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie auf der Seite des Bezirksamts Pankow im Bereich Stadtplanung/Aktuelle Beteiligungen

Von: Anka Stahl

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