Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Plakatmotiv Stadtumbau zum Tag der Städtebauförderung
Blick über die Spree. Hier ist ein Fußgänger- und Radfahrersteg geplant, der die Wege u. a. für Studenten und Mitarbeiter der Technischen Universität erheblich verkürzen kann
Das Dach der Classic Remise im ehemaligen Straßenbahn-Depot könnte in absehbarer Zeit mit Regenwasser gekühlt werden

Tag der Städtebauförderung kam bei Berlinerinnen und Berlinern gut an

Auf 42 Veranstaltungen informierten sie sich über die zahlreichen Projekte in den Kiezen
Mai 2016

Der zweite Tag der Städtebauförderung in Berlin am 21. Mai 2016 war bei schönstem Wetter gut besucht. Auf Rundgängen und Radtouren, Infoveranstaltungen und Eröffnungen informierten sich zahlreiche Menschen über die Entwicklung in ihren Kiezen und beteiligten sich, z. B. an den Quartiersratswahlen in Moabit West. In zehn Berliner Stadtbezirken wurden Projekte aus fünf Programmen vorgestellt. Der Tag der Städtebauförderung ist eine Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und wird in Berlin durch die Bezirke in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt durchgeführt.

Die Förderprogramme Stadtumbau Ost und West waren mit zehn Programmpunkten in sechs Stadtbezirken vertreten. Dazu gehörten ein Rundgang im Gebiet Frankfurter Allee Nord sowie im Sportpark Poststadion in Moabit mit der neuen Verbindung zwischen Turmstraße und Lehrter Straße. Auf einem Rundgang durch Moabit West erklärten Hartmut Schönknecht vom Stadtplanungsamt Mitte und die Gebietsmanagerin Heike Pfeiffer von der S.T.E.R.N. GmbH die geplanten nachhaltigen Veränderungen in dem vorrangig industriell geprägten Gebiet. 

Rundgang durch "Green Moabit"

Green Moabit - so heißt das modellhafte "grüne" Stadtteilentwicklungskonzept für Moabit West. Im Konzept werden Maßnahmen zur Klimaanpassung und nachhaltigen Nutzung von Ressourcen in Moabit West vorgeschlagen. Wichtig ist dabei vor allem die Zusammenarbeit der Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Bürgerschaft sowie die enge Anbindung an Forschung und Entwicklung.

Auf dem Rundgang informierten sich Anwohnerinnen und Anwohner über bereits umgesetzte Projekte und die Pläne für die Zukunft. Vor dem Büro des Quartiersmanagements Moabit West erläuterte Heike Pfeiffer die geplante Bürgerakademie als wichtigen Bestandteil von Green Moabit. Vorbei an der 120 Jahre alten Turbinenhalle der Firma Siemens führte der Weg an die Spree. Hier findet sich eine der ersten Solarzellenfassaden in Berlin. Unweit davon plant Vattenfall eine neue Rohrbrücke zum Ausbau der Fernwärme, die nach den Plänen des Bezirksamts auch als Fußgänger- und Radlerbrücke in Richtung Technische Universität dienen soll.

Über die Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule, die in den nächsten Jahren stark erweitert wird, gelangte die Gruppe ans Neue Ufer mit der 2012 erbauten Roll-on/Roll-off-Anlage der Hafengesellschaft BEHALA. Die Rampe erspart den aufwändigen Transport der 500 Tonnen schweren Siemens-Gasturbinen durch die Straßen von Moabit bis zum Westhafen. Vorreiter bei der Umsetzung von Nachhaltigkeits­konzepten ist auch das Unternehmensnetzwerk Moabit. Die Firmen beraten sich untereinander u.a. auf dem Gebiet des Energiemanagements. 

Vor dem ehemaligen Straßenbahn-Depot stellte Hartmut Schönknecht eines der ersten öffentlichen Projekte vor, das als Ergebnis von Green Moabit umgesetzt werden soll. Im Rahmen einer Spielplatzsanierung entsteht eine Regenwasser-Zisterne; mit dem aufgefangenen Wasser kann u. a. die Classic Remise im Straßenbahn-Depot gekühlt werden.

Die Steuerung der Zusammenarbeit der vielen Firmen, Forschungseinrichtungen und der öffentlichen Hand unterstützt ab August 2016 ein Klimamanager, der anteilig aus dem Programm Stadtumbau West finanziert wird.

Mehr zum Tag der Städtebauförderung finden Sie unter http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/tag/index.shtml

Weitere Berichte zu den Programmpunkten aus dem Stadtumbau

Von: Anka Stahl

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