Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Die Kinder schneiden die Festtagstorte an
Jugendstdträtin Christine Keil freut sich über die neue Einrichtung
Das Haus wird zum neuen Anziehungspunkt für die Kinder des Bötzowviertels

Neubau für Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung im Bötzowkiez eingeweiht

Die junge Zielgruppe entscheidet selbst über das Programm der Einrichtung
Oktober 2015

Auf die Frage, warum er die neue Kinder- und Jugendeinrichtung besucht, antwortet ein Junge im Video kurz und knapp: "Weil es hier cool ist". Das war das Ziel aller Bemühungen um ein dringend benötigtes neues Haus für die Zielgruppe der Zehn- bis Vierzehnjährigen im Bötzowviertel, die mindestens seit dem Jahr 2000 andauern, wie die Pankower Jugendstadträtin Christine Keil sich erinnert. Die Einrichtung gehörte zu den Sanierungszielen im Gebiet.

Am 16. Oktober 2015 wurde der Neubau in der Pasteurstraße 22 feierlich eingeweiht. Das barrierefreie einstöckige Gebäude entstand nach Plänen der Architekten Schmeier und Miersch mit 850.000 Euro, davon 600.000 Euro aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost.

Zu den Gästen der Einweihungsfeier zählten Martin Beck als Vorstands­vorsitzender des Trägervereins Humanistischer Verband Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg (HVD-BB), Vertreter*innen des Bezirksamts Pankow sowie verschiedener Stiftungen und natürlich die Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren, die das Haus schon am 1. September regelrecht "gestürmt" hatten, wie Leiterin Jenny Roberts berichtete.

Die Aktivitäten im Haus sind auf Wunsch der jungen Nutzer*innen angeschoben worden. Auch in die Planung des Gebäudes waren sie 2013 im Rahmen einer Kinder- und Jugendbeteiligung einbezogen (wir berichteten). Besonders beliebt sind die Kletterwand im Sportraum sowie der schöne, beleuchtete Tresen im zentralen Kommunikations­bereich, der von der Stiftung Pfefferwerk gespendet wurde. Daneben gibt es zwei Gruppenräume, einen Computerraum sowie eine Terrasse und eine noch unbebaute Gartenfläche. Das soll sich im nächsten Frühjahr ändern, wenn das Garten-Pirat*innen-Projekt zur Tat schreitet. Im Winter werden Hochbeete gebaut - dies alles mit Unterstützung der Kreuzberger Kinder- und Jugendstiftung. Außerdem startet mithilfe der Kinder- und Jugendstiftung Berlin in diesen Tagen ein Nähprojekt. Auch die Berliner Sparkasse zählt zu den Unterstützerinnen des Hauses.

Begeisterten Applaus spendeten die Gäste dem kleinen Programm der Kinder und Jugendlichen - Ergebnis der regelmäßig angebotenen Tanz- und Gesangsstunden. Das Graffitiprojekt wird sicher bald für alle im Kiez an Stromkästen sichtbar sein.

Neben den verschiedenen Freizeitaktivitäten sind Kooperationen mit Akteur*innen im Quartier sowie Veranstaltungen geplant, die in das gemeinwohlorientierte Konzept des Hauses passen und das Angebotsspektrum für Kinder, Jugendliche und Familien im Kiez erweitern. Auch wenn die Einrichtung noch nicht ganz vollständig ist - Jenny Roberts freute sich für und mit den Kindern über ein neues Haus voller Möglichkeiten, für das übrigens noch ein passender Name gesucht wird.

Die Kinder- und Jugendeinrichtung in der Pasteurstraße 22 ist dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 12 bis 16 Uhr für die Kinder und Jugendlichen geöffnet. Hinzu kommen gesonderte Öffnungszeiten bei Projekten und Veranstaltungen sowie in den Schulferien.

Lesen Sie mehr zum Projekt Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung in der Pasteurstraße

Von: Anka Stahl