Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Führung im Rohbau der neuen Aula
Die verantwortlichen Stadträte Hans Panhoff, Jana Borkamp und Dr. Peter Beckers (von links) vor dem Richtkranz
Die Aula neben dem denkmalge-schützten Schulgebäude - Visualisierung Architekturbüro NAK

Richtfest für die Musikaula am Händel-Gymnasium

Der multifunktionale Veranstaltungsraum stärkt den Kultur- und Bildungsstandort Frankfurter Tor
Juli 2015

Im Rahmen des Stadtumbaus Ost wird aktuell der Neubau einer Aula für das musikorientierte Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium realisiert. Trotz der besonderen musikalischen Ausrichtung der Schule fehlt ihr bis heute ein geeigneter Proben- und Aufführungssaal. Der multifunktionale Veranstaltungs­raum mit 300 bis 350 Plätzen soll zukünftig nicht nur den Bedarf der Schule decken, sondern auch externen Einrichtungen für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Damit stärkt die Aula auch den neuen Kultur- und Bildungsstandort am Frankfurter Tor. 2010 wurde als erste Maßnahme in unmittelbarer Nachbarschaft ein Schulgebäude zur Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda umgebaut.

Am 13. Juli 2015 konnte im Rahmen des Schulfestes das Richtfest für die Aula gefeiert werden. Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Meike Klee dankten Bezirksstadtrat Dr. Peter Beckers (Abteilung Wirtschaft, Ordnung Schule und Sport) und Bezirksstadträtin Jana Borkamp (Abteilung Finanzen, Facility-Management, Kultur und Weiterbildung) allen Projektbeteiligten – insbesondere der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – und wiesen auf die Bedeutung des Neubaus für das Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium und den Ortsteil Friedrichshain hin. Zugegen war auch der für den Stadtumbau zuständige Stadtrat Hans Panhoff. Das Umfeld des Frankfurter Tores wird durch die Gesamtmaßnahme, zu der auch eine Freiflächengestaltung gehört, nachhaltig gestärkt.

Nach dem Zimmermannsspruch wurde der Richtkranz aufgezogen. Im Anschluss gewannen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher bei einer Baustellenbesichtigung einen Eindruck von der zukünftigen Aula. Die Veranstaltung wurde durch Darbietungen der künftigen Nutzer, wie dem Schulorchester sowie verschiedenen Musikgruppen und Chören der Schule, abgerundet.

Das Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium, 1907 bis 1908 nach dem Entwurf von Ludwig Hoffmann gebaut, wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört. Der Entwurf der neuen Aula des Architekturbüros Numrich Albrecht Klumpp zeigt ein polygonales Gebäude mit monolithischer Wirkung. Die Fassade wird mit Messingpaneelen gestaltet.

Der neue Veranstaltungsraum berücksichtigt in Ausformung und Ausstattung die besonderen akustischen Anforderungen von Musikveranstaltungen. Erschlossen wird die Aula über ein großzügiges Foyer, das sich räumlich mit dem Saal zusammenschalten lässt. Mit dem Bau der Aula erhält die Schule auch einen neuen wettergeschützten Treppenraum mit Aufzug zur barrierefreien Erschließung.

Von: Text u. Fotos: Herwarth + Holz, bearb. A. Stahl, Grafik: Numrich Albrecht Klumpp (NAK)