Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Die Besucher aus Japan mit Gebietsmanager Sebastian Holtkamp
Die Ausstellung "50 Jahre Falkenhagener Feld" bietet viele wertvolle Informationen über die Stadtumbauprozesse
Im Mehrgenerationenhaus der Paul-Gerhard-Gemeinde

Stadtumbau in Berlin ist auch für Japaner interessant - Demografische Faktoren in beiden Ländern ähnlich

Delegation des staatlichen Wohnungsunternehmens Urban Renaissance Agency besuchte Falkenhagener Feld
November 2013

Am 31. Oktober 2013 besuchten drei Vertreter des japanischen staatlichen Wohnungsunternehmens Urban Renaissance Agency das Stadtumbaugebiet Falkenhagener Feld. Das Unternehmen verwaltet über 800.000 Wohnungen, die überwiegend in der Nachkriegszeit gebaut wurden. Ähnlich wie in Deutschland ist auch dort der Umgang mit dem demografischen Wandel ein zentrales Thema der Stadtentwicklung.

In der Großsiedlung Falkenhagener Feld informierten sich die Besucher über Projekte des Stadtumbaus und des Quartiersmanagements. Vor allem interessierten sie sich für Projekte, die die Attraktivität der Siedlung und die Wohnqualität für ältere Menschen erhöhen. Ein weiterer wichtiger Aspekt waren Kooperationen zwischen Eigentümern und der öffentlichen Hand und die Betroffenenbeteiligung im Gebiet.

In der kürzlich eröffneten Ausstellung "50 Jahre Falkenhagener Feld" im Klubhaus Westerwaldstraße erläuterte Stadtumbaumanager Sebastian Holtkamp von der Planergemeinschaft Kohlbrenner verschiedenen Stadtumbauprojekte wie die barrierearme Modernisierung des Klubhauses, den Umbau eines Supermarktes zur Stadtteilbibliothek und den Mehrgenerationenplatz im Spektepark. Anschließend besuchte die Gruppe den KiezTreff im Posthausweg, wo unterschiedliche Beratungs- und Freizeitangebote für Senioren stattfinden. Herr Fricke vom Quartiersmanagement berichtete dort über die Partizipationsstrukturen innerhalb des Programms Soziale Stadt.

Die letzte Besuchsstation war das ebenfalls mit Stadtumbaumitteln finanzierte Mehrgenerationenhaus der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde. Hier erhielten die Gäste aus Japan einen Einblick in eine multifunktionale Einrichtung. Im Mehrgenerationenhaus arbeiten Kita, Nachbarschaftscafé, Gemeinde, Mieter- und Verbraucherberatung und Nachbarschaftsangebote unter einem Dach und überwiegend ehrenamtlich. Anschließend reiste die Besuchsgruppe ins Deutsche Institut für Urbanistik, um sich umfassend über das Programm Soziale Stadt zu informieren.

Von: Sebastian Holtkamp, Planergemeinschaft Kohlbrenner, bearb. A. Stahl, Fotos: Thomas Freiberg