Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Ausstellung auf Großtafeln im sanierten Klubhaus an der Westerwaldstraße
Hochgebirgsfeeling im Spektepark am neuen Kletterfelsen
Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Stadtrat Gerhard Hanke - zwei Kinder des Falkenhagener Felds
Jung und Alt kamen, um mehr über ihre Großsiedlung zu erfahren

50 Jahre Falkenhagener Feld - Ausstellung zu Geschichte und Zukunft der Großsiedlung

AnwohnerInnen und Akteure folgten dem Aufruf und steuerten viele persönliche Geschichten bei
Oktober 2013

"Drei Kinder des Falkenhagener Feldes" standen am 29. Oktober 2013 auf der kleinen Bühne zur Eröffnung der Ausstellung "50 Jahre Falkenhagener Feld": Die drei Schirmherren - der Spandauer Bürgermeister Helmut Kleebank, der Bildungs- und Kulturstadtrat Gerhard Hanke und Baustadtrat Carsten-Michael Röding - sie sind alle in der Großsiedlung aufgewachsen und eröffneten die Ausstellung gemeinsam mit den Vertretern von fünf  Wohnungsunternehmen und einer Genossenschaft.

1963 war im heutigen Stadtumbau-Gebiet Falkenhagener Feld das erste Richtfest gefeiert worden. Dies nahmen das Bezirksamt, das Stadtumbau- und die Quartiersmanagement-Teams und alle engagierten Akteure und BewohnerInnen zum Anlass, ein ganzes Jahr lang zu feiern und die Großsiedlung stärker ins Blickfeld des Bezirks und der Hauptstadt zu rücken.

Los ging es mit dem Stadtteilfest und der Einweihung des Quartiersplatzes Westerwaldstraße am 24. August. Nach weiteren Feiern und Projekteinweihungen bildet die Ausstellung nun einen besonderer Höhepunkt.

Man wolle gemeinsam andere Bilder und andere Geschichten zeigen, so einer der Macher der Ausstellung, Gebietsmanager Sebastian Holtkamp von der Planergemeinschaft. Sein besonderer Dank ging an die Anwohnerinnen und Anwohner und die Vertreter von Kultureinrichtungen und Vereinen, die dem Aufruf gefolgt waren und in Interviews ihre Sicht auf das Quartier beisteuerten.

Bürgermeister Helmut Kleebank dankte besonders seinem Amtsvorgänger Werner Salomon, der die Großsiedlung mit aus der Taufe hob und bis heute ihre besonderen Qualitäten gegenüber anderen Großsiedlungen wie dem Märkischen Viertel oder der Gropiusstadt betont. Architektonisch weniger spektakulär, bietet das Falkenhagener Feld seinen rund 20.000 Bewohnern viele Grünflächen und Freiräume.

Diese werden aktuell im Rahmen des Stadtumbaus behutsam aufgewertet und weiterentwickelt. Vieles dreht sich dabei um Sport und Bewegung. Der für den Stadtumbau zuständige Carsten-Michael Röding erinnerte zur Eröffnung an die Diskussionen zu Beginn des Stadtumbau-Prozesses. Das Eingeständnis eines Entwicklungsbedarfs fiel 2006 nicht jedem leicht. Der Stadtumbau bietet heute besonders in Kombination mit dem Programm Soziale Stadt viele Chancen zur behutsamen Entwicklung.

Die Ausstellung soll deshalb ein Anlass sein, sich über die Zukunft des Gebiets zu verständigen - so Sebastian Holtkamp. Viele junge Familien ziehen in das Gebiet, neue Kitaplätze werden gebraucht. Gleichzeitig ist mehr als ein Viertel der Bewohner älter als 65. Daher ist es nötig, sich auch über Möglichkeiten zum altersgerechten Wohnen auszutauschen. Dies und auch die vielerorts anstehende energetische Sanierung gilt es außerdem so auszugestalten, dass die Mieten sozialverträglich bleiben.

Zu sehen ist die Wanderausstellung ab dem 30. Oktober 2013 im Klubhaus am neuen Quartiersplatz Westerwaldstraße, ab 16. November dann im Mehrgenerationenhaus der Paul-Gerhardt-Gemeinde. Geplant sind weitere Stationen.

Link zum Eröffnungsbericht von Spandau-TV

Von: Anka Stahl, Foto 3, 4: Thomas Freiberg