Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Der Roederplatz heute
Infoveranstaltung zur Entwicklung des Platzes am 3. Juli 2013
Konzept für den Roederplatz von Georg Balzer und Uta Henklein

Der Roederplatz ist das letzte große Stadtumbau-Projekt in Fennpfuhl

Bürgerveranstaltung zur geplanten Umgestaltung fand großes Interesse
Juli 2013

Der Roederplatz im Wohngebiet Fennpfuhl soll in den kommenden Jahren mit Mitteln aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost aufgewertet werden. Nach zwei Planungswerkstätten im Januar hatte der zuständige Lichtenberger Stadtrat Wilfried Nünthel zur Fortsetzung des Dialogs für den 3. Juli 2013 zu einer Einwohnerversammlung eingeladen.

Das Wohngebiet Fennpfuhl ist die erste komplex errichtete Großsiedlung in Ost-Berlin, die nach den Aufbauprojekten der Innenstadt in den 70er Jahren realisiert wurde. Darin integriert waren eine Reihe von Versorgungsstandorten, die für die Bevölkerung eine wichtige Kommunikationsfunktion erfüllten. Eines dieser Wohngebietszentren war der Roederplatz, wo damals eine Kombination aus Kaufhalle, Jugendklub, Gaststätte und Dienstleistungswürfel entstand.

Nach der Wende konnten diese Einrichtungen unter den veränderten Rahmenbedingungen nicht mehr bestehen. Die meisten Handels- und Dienstleistungsflächen stehen zur Zeit leer. Mit einer attraktiveren Gestaltung des öffentlichen Raumes in Verbindung mit den angrenzenden privaten Flächen soll der Roederplatz gestärkt und stabilisiert werden. Erste Ausführungsplanungen sollen 2014 erfolgen; die Umsetzung beginnt 2015.

Georg Balzer vom Planungsbüro Stadtlandprojekte erarbeitete in Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin Uta Henklein ein Konzept für die Aufwertung. In das Konzept flossen zahlreiche Ideen aus den beiden Workshops mit Anwohnern und Jugendlichen ein (siehe Projektdarstellung Konzept Roederplatz). Georg Balzer stellte es auf der Veranstaltung im Detail vor.

Die Abfolge der teilweise verschachtelten und versetzten Teilräume zwischen Herzberg- und Bernhard-Bästlein-Straße soll übersichtlicher und durch verbindende Elemente zusammengefasst werden. Wie ein roter Faden könnten zum Beispiel die bunten Kacheln an der Fassade des Jugendklubs Tube als Gestaltungselemente an Sitzelementen und Einfassungen wiederkehren. Dies wäre eine Möglichkeit, dem Ort ein eigenes Gesicht zu geben und die Identifikation der Anwohner mit dem Platz zu fördern. Der Roederplatz soll wie zu seiner Erbauung als Wohngebietsplatz Angebote für alle Altersgruppen bereithalten. Da die Entwicklung des Gewerbes vor Ort derzeit nicht exakt vorhersehbar ist, soll die Gestaltung offen für Erweiterungen sein.

Im südlichen Platzbereich an der Herzbergstraße ist nach Abschluss der Bauarbeiten am geplanten Rewe-Neubau der Umbau mehrerer kleiner zu einer großen Treppenanlage mit zwei Rampen geplant.

Der trockengelegte Brunnen im mittleren Bereich bleibt erhalten. Dunkle, unübersichtliche Bereiche werden ausgelichtet, aber auch Pflanzungen ergänzt. Unter dem "Platanenhain" im Mittelteil entsteht eine Fläche mit wassergebundener Decke, die als Boule-Spielplatz nutzbar ist. Am Wegesrand könnten Kinderspielgeräte angeordnet werden.

Im nördlichen Bereich an der Bernhard-Bästlein-Straße sind ein Ballspielfeld und ein Mehrgenerationen-Spielplatz mit Balance- und Fitnessgeräten angedacht.

Rechtzeitig wird ein Baubeirat einberufen, der die konkreten Planungen beratend begleiten soll, versprach Stadtrat Wilfried Nünthel. Die Umsetzung der Pläne insbesondere im südlichen Bereich kann erst nach Fertigstellung der aktuellen Bauvorhaben der BVG, der Wasserbetriebe und von Rewe in Angriff genommen werden.

Von: Bezirksamt Lichtenberg, Anka Stahl; Foto: Anka Stahl, Grafik: Georg Balzer, Stadtlandprojekte

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