Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


In diesem Haus am Werner-Voß-Damm befindet sich der Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße

Dauerausstellung im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße eröffnet

Der ehemalige Folterkeller wurde mit Mitteln des Stadtumbaus behutsam zugänglich gemacht
März 2013

Im Rahmen des Themenjahres "Zerstörte Vielfalt" wurde am 14.03.2013 die Dauerausstellung im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße am Werner-Voß-Damm in Tempelhof durch Staatssekretär André Schmitz und die Bezirksstadträtin von Tempelhof-Schöneberg, Jutta Kaddatz eröffnet.

Der Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße ist der einzige historische Ort des frühen NS-Terrors in Berlin, in dem sich noch Spuren aus dem Jahr 1933 finden lassen. Die als Haftzellen genutzten Kellerräume sind weitgehend in ihrem damaligen Zustand erhalten. In dem Kasernengebäude befand sich von März bis Dezember 1933 ein frühes Konzentrationslager der SA. Die verantwortlichen SA-Männer inhaftierten, verhörten und folterten an diesem Ort politisch Andersdenkende, Juden und andere vom NS-Regime verfolgte Gruppen. Bislang sind knapp 500 Personen, die 1933 in der Papestraße in Haft waren, namentlich bekannt. Die Gesamtzahl der Häftlinge war mit Sicherheit deutlich größer. Rund 30 Menschen kamen während der Haft oder in deren unmittelbarer Folge ums Leben.

Genau 80 Jahre später übergaben die Museen Tempelhof-Schöneberg die historische Dokumentation des SA-Gefängnisses nun der Öffentlichkeit. Damit endet ein langjähriges Ringen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Initiativen um die dauerhafte Sicherung des Kellers und die Etablierung als Gedenk- und Lernort.

2010 wurde der historische Keller mit 102.000 Euro aus dem Förderprogramm Stadtumbau West behutsam hergerichtet und im April 2011 der Öffentlichkeit mit einer vorläufigen Ausstellung übergeben. Nun ist die Dauerausstellung fertiggestellt.

Sie bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt der Geschichte des Ortes zu nähern und sich exemplarisch mit den frühen Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Anhand von historischen Quellen, Kommentaren und Tondokumenten werden die Geschehnisse im frühen Konzentrationslager nachvollziehbar und die erhaltenen Spuren lesbar gemacht. Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

Weitere Informationen zum Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße auch unter  www.gedenkort-papestrasse.de

und auf der Projektseite.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr
Für Besuchergruppen ist eine Besichtigung nach telefonischer Vereinbarung auch Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr möglich.

Kontakt:

Petra Zwaka, Leiterin der Museen Tempelhof-Schöneberg
Dr. Irene von Götz, Ausstellungskuratorin
Tel. 90277-6163
mail[at]museentempelhof-schoeneberg[.]de

Von: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, bearb. A. Stahl, Foto: Johannes Kramer

Fördergebiete & Projekte

Logo Europäische UnionBundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung