Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Ansicht Süd und Straßen-Perspektive für die Kindereinrichtung Pasteurstraße 22
Das Grundstück wurde durch das Land erworben. Die ersten bauvorbereitenden Arbeiten sind abgeschlossen. Ein in das Grundstück ragender Seitenflügel wurde abgerissen.
Rege Beteiligung am Workshop im Bötzowviertel
Die Jugendlichen haben viele Ideen für das neue Haus

Neue Kinder- und Jugendeinrichtung für das Bötzowviertel entsteht bis 2014

Kinder, Jugendliche und Anwohner diskutierten im Planungs-Workshop über Gestaltung und Perspektiven
Februar 2013

Am Samstag, dem 16. Februar 2013, fand in den Räumen des Vereins Pro Kiez Bötzowviertel e.V. in der Esmarchstraße 18 ein Planungsworkshop zur Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung in der Pasteurstraße 22 statt.

In dem geplanten Neubau bekommt die Kinderfreizeiteinrichtung Esmarchstraße (KFE) vom Humanistischen Verband neue Räumlichkeiten. Zielgruppe sind Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Finanziert wird dieses Projekt mit insgesamt 600.000 Euro Städtebauförderungsmitteln aus dem Programm Stadtumbau Ost.

Trotz des Wochenend-Termins war der Workshop sehr gut besucht. Der Raum unter der ebenfalls von Pro Kiez betriebenen Tucholsky-Bibliothek bot kaum genug Platz für das Plenum und die vier Arbeitsgruppen.

Gekommen waren neben dem Architekten Markus Schmeier und Verantwortlichen vom Jugend- und vom Hochbauamt des Bezirks vor allem die zukünftigen NutzerInnen, die Kinder aus der Esmarchstraße 27. Zahlreiche Eltern und AnwohnerInnen aus der Nachbarschaft waren ebenfalls dabei. Geleitet wurde der Planungsworkshop von Jeanette Münch vom Jugendamt und Stephanie Stern von der S.T.E.R.N. GmbH.

Zu Beginn stellten sie die Ergebnisse der Vorplanung vor. Auf einem 500 Quadratmeter großen Grundstück soll ein Gebäude mit zwei Gruppenräumen, einem Computer- und einem Kreativraum sowie einem großen Kommunikationsbereich entstehen. Das Herzstück des Entwurfs bildet eine große Terrasse an der Spielplatzseite. Im Bereich neben den angrenzenden Wohnhäusern ist mit einem Kräutergarten ein ruhigerer Ort geplant.

Dieses grobe Nutzungskonzept wurde im Rahmen einer von der S.T.E.R.N. GmbH beauftragten Machbarkeitsstudie von den Architekten Schmeier & Miersch aus Magdeburg entwickelt und innerhalb des Bezirksamts Pankow sowie mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt abgestimmt.

In den vier Arbeitsgruppen der Kinder, Jugendlichen, Eltern und Experten zeigte sich jedoch mit großer Übereinstimmung, dass dieses Raumprogramm die Bedürfnisse der Kinder und auch der Einrichtung nicht optimal erfüllt. Die Leiterin der Kindereinrichtung, Frau Beblo, betonte die Notwendigkeit von Abstell- und Lagerräumen. Die Ideen der Kinder und Jugendlichen ergaben einen wesentlich größeren Platzbedarf. Gewünscht wurden unter anderem eine Hausaufgabenraum, eine Werkstatt sowie schallgedämpfte Räume zum Musik hören und musizieren. Die Eltern und Klaus Lemmnitz vom Bürgerverein Pro Kiez forderten zusätzliche Räume für Jugendliche, denn für diese stark wachsende Zielgruppe gibt es im Viertel bisher keine Angebote.

Als mögliche Lösung wurde eine Variante mit mehreren Etagen diskutiert. Zumindest sollten dafür beim Bau die Voraussetzungen geschaffen werden, um eine spätere Aufstockung zu ermöglichen, so die Forderung der Workshop-TeilnehmerInnen.

Die Vertreterinnen des Bezirks und der Sanierungsbeauftragten S.T.E.R.N. GmbH nehmen diese Forderungen mit in die politischen Gremien. Sie werden die Ideen in nächster Zeit zusammenfassen und eine Dokumentation zum Workshop veröffentlichen. Klaus Lemmnitz vom Pro Kiez e.V. freute sich über das große Engagement der Kinder und Familien im Bötzowviertel und sagte die Unterstützung des Vereins zu. Er lud dazu ein, das Thema auf der nächsten Bürgerversammlung am 10. April um 19.30 Uhr in der Aula der Homer-Grundschule weiter zu diskutieren.

Von: Anka Stahl

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