Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Anwohner
und Jugendliche diskutieren über
die Zukunft des Roederplatzes

Roederplatz wird Abschlussprojekt des Stadtumbaus im Lichtenberger Gebiet Fennpfuhl

Jugendliche und Anwohner brachten an zwei Workshop-Nachmittagen ihre Ideen zur Aufwertung ein
Januar 2013

Der Roederplatz in Fennpfuhl hat durch den Verlust von Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie in den letzten Jahren seine Funktion als Treffpunkt im Quartier weitgehend verloren. Der Platz zwischen Weißenseer Weg und Herzbergstraße unweit des Fennpfuhlparks wird meist nur noch zügig überquert, kaum noch genutzt. Anwohner beklagen das Fehlen von Angeboten zum Spielen und Verweilen sowie die zunehmende Verwahrlosung.

Doch es gibt auch Ansätze für einen grundlegenden Wandel: Mit der Verlegung des dortigen Jugendklubs "Tube" in den stillgelegten Fußgängertunnel 2011 hat der Platz einen neuen architektonischen Akzent erhalten. 2014 soll nun der bestehende Lebensmittelmarkt komplett neu gebaut werden. Der alte und neue Betreiber - REWE - will mit dem Bezirk Lichtenberg kooperieren und in enger Abstimmung die Eingangssituation des Marktes und des Platzes im südlichen Bereich einladender gestalten.

Diese Entwicklungsansätze will der Bezirk nutzen, um den Roederplatz insgesamt wieder zu beleben und für die Bewohner und auch für Neuansiedlungen von Geschäften attraktiver zu machen. Dazu erarbeitet das Büro Stadtlandprojekte Georg Balzer zur Zeit ein Aufwertungs-Konzept. Finanziert wird es aus dem Programm Stadtumbau Ost.

Nach einer einführenden Bürgerversammlung im Dezember 2012 luden das Bezirksamt und das Planungsbüro die Anwohner sowie die Schule und den Jugendklub dazu ein, am 16. und 17. Januar in zwei Workshops die Defizite zu benennen und Ideen für die Umgestaltung zu sammeln.

Die Ergebnisse der beiden intensiven Nachmittage sind ermutigend. Sowohl ältere Anwohner als auch Jugendliche sehen ihren Platz als zukunftsfähig an und wollen an seiner Weiterentwicklung mitarbeiten.

Konkret wünschen sich die Workshop-TeilnehmerInnen mehr Offenheit und Transparenz für den Platz. Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Promenade soll einladender gestaltet und besser beleuchtet werden. Wichtig für Ältere und Familien ist auch der barrierefreie Zugang. Der Platz soll wieder ansprechende Verweilmöglichkeiten und auch Spielangebote für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen erhalten. Und auch die Jugendlichen möchten sich nicht nur in einem kleinen Bereich vor der Tube aufhalten, sondern auch andere Flächen, zum Beispiel zwischen der Grundschule und dem Discount-Markt, nutzen.

Das Aufwertungs-Konzept wird von Stadtlandprojekte voraussichtlich bis Ende März erarbeitet. Die Neugestaltung des Platzes soll in den nächsten Jahren den Abschluss der Stadtumbau-Aktivitäten im Fennpfuhl bilden.

Von: Quelle u. Foto: Georg Balzer, Stadtlandprojekte, Text: Anka Stahl

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