Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Betonstele am Informationsort Schwerbelastungskörper

Mahnmal zur nationalsozialistischen Stadtplanung eröffnet

Der Schöneberger Schwerbelastungskörper ist ab 27.09. jeden Sonntag zugänglich
September 2009

Der Schwerbelastungskörper in Schöneberg ist eine auf den ersten Blick etwas rätselhafte Landmarke in der Berliner Stadtlandschaft. Der Betonzylinder diente den Nazis ab 1941 zur Vorbereitung der von Hitler und Speer geplanten großflächigen Umgestaltung der "Reichshauptstadt" Berlin. An seiner Stelle sollte ein gigantischer Triumphbogen errichtet werden. Der Schwerbelastungskörper sollte die Tragfähigkeit des Bodens für diesen Triumphbogen testen. Doch der Berliner Boden hätte dem nicht standgehalten.

Das Gelände rund um den Schwerbelastungskörper wurde nun mit Mitteln des Stadtumbaus neu gestaltet, um für die Besucher die Dimensionen der Stadtplanung der Nazis erfahrbar zu machen. Unter anderem wurde eine Aussichtsplattform errichtet. Die Kosten für das Gesamtvorhaben belaufen sich auf rund 900.000 Euro.

Anlässlich des Tages des Offenen Denkmals am 12.September 2009 wurde das Ensemble vom Bezirksstadtrat für Schule, Bildung und Kultur des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg, Dieter Hapel, eröffnet.

Anschließend fand die erste Führung über das Gelände durch den Verein Berliner Unterwelten e.V. statt. Der authentische Ort und seine verborgene Geschichte werden durch eine Kooperation zwischen dem Bezirksamt und dem Verein auf Dauer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ab dem 27.September ist das Gelände jeden Sonntag von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet und kann kostenlos besichtigt werden. Führungen finden sonntags um 11.00 Uhr statt und kosten 4 bis 6 EURO.

Im Rahmen der Stadtumbau-Woche findet am Sonntag, dem 4. Oktober 2009, eine Führung von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr statt. Anmeldungen dafür bitte per Mail an Judith Bornhorst (judith.bornhorst[at]herwarth-holz[.]de)

Mehr zum Projekt Schwerbelastungskörper

Von: Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Text: A. Stahl, Foto: M. Richter

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