Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Der Schwerbelastungskörper.

Infoveranstaltung zum Schwerbelastungskörper

Bauarbeiten beginnen Ende Oktober
Oktober 2007

Zu einer Informationsveranstaltung zum Projekt „Schwerbelastungskörper“ hat das Bezirksamt am 23. Oktober die Bewohnerinnen und Bewohner eingeladen. Vorgestellt wurden die Planungen zur Sanierung des Schwerbelastungskörpers und die Einbindung des künftigen Informationsortes in den Geschichtsparcours.

Mit der Eröffnung des Bahnhofs Südkreuz hat auch das ehemalige Kasernengelände an der General-Pape-Straße neue Bedeutung gewonnen. Es ist in die Planungen im Rahmen des Programms Stadtumbau West einbezogen und soll sich als „Gewerbe- und Kulturkaserne“ zum attraktiven Quartier entwickeln. Zu diesem Gebiet gehört auch der Schwerbelastungskörper an der General-Pape-Straße/Ecke Loewenhardtdamm, der von Hitlers größenwahnsinnigen Umbauplänen für „Germania“ Zeugnis ablegt.
Durch die vom Bezirk herausgegebenen Broschüren wurden schon interessante
Hintergrundinformationen zur Vergangenheit beleuchtet und Informationen über die Zukunft und den Stadtumbau dieses Gebietes im Allgemeinen gegeben. Bei der Info-Veranstaltung ging es ganz konkret um das Bauvorhaben. Das Monument soll saniert werden, behindertengerechte Wege angelegt und ein Aussichtsturm in Richtung Potsdamer Platz aufgestellt werden. Der Turm zeigt die Sichtachse der Prachtstraße der einst geplanten neuen Hauptstadt „Germania“ in Richtung Potsdamer Platz. Am Eingang zum Areal, das seit 1995 Baudenkmal ist,  wird es einen Pavillon geben, in dem sich die Besucher über die wahnwitzigen Baupläne informieren können. Der Schwerbelastungskörper ist Bestandteil des Geschichtsparcours, der sich von der Kolonnenstraße entlang der Bahnanlagen bis hin zum Werner-Voß-Damm erstreckt.
Die Ende Oktober beginnenden Baumaßnahmen werden mit 750 000 Euro aus dem Programm Stadtumbau West finanziert.

In der Diskussion konnten einige Vorbehalte der benachbarten Kleingärtner ausgeräumt werden. So wird es vom Turm aus nur eine Sichtrichtung geben, die Gartenkolonie bleibt geschützt. Der neue Vorplatz, wo der Pavillon entsteht, ist auch für die Kleingärtner als Eingang nutzbar. Der Verein „Berliner Unterwelten“ wird rund um den Schwerbelastungskörper Führungen veranstalten und auch die laufenden Kosten sowie die Aufsicht über das Gelände übernehmen. Damit soll der befürchtete Vandalismus vermieden werden und das bestimmte Kreise diesen Gedenkort als einem  „Wallfahrtsort“ missbrauchen. Detailfragen sollen in weiteren Gesprächen mit der Gartenkolonie geklärt werden.

Von: Quelle: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, bearb./Foto: R. Friedrich

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