Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Runde Tische für Stadtumbau West

Bewohner diskutierten Planungen für das Gebiet "Südkreuz"
April 2006

Am 29. März fand in Tempelhof-Schöneberg die letzte Bürgerversammlung in den fünf neuen Stadtumbau West-Gebieten statt, in denen die Bewohner über die geplanten Vorhaben informiert wurden und darüber mit Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Bezirksämter diskutierten.
Frau Jahn vom Büro Jahn, Mack und Partner, die die Voruntersuchungen für das Gebiet „Südkreuz“ durchführten, erläuterte kurz die Situation und die sich daraus ergebenden Planungen. Schwerpunkte sind die Entwicklung der Umgebung des neuen Bahnhofs Südkreuz, die Erschließung von Flächen für Dienstleister und Gewerbe sowie die Schaffung von Grünanlagen und Freizeitangeboten für die Bewohner.


Insbesondere die Ansiedlung von Gewerbe rund um die Bautzener Straße bereitet den Anwohnern Sorge. Das Quartier hatte in der Vergangenheit mit Tendenzen der Verwahrlosung zu kämpfen und konnte diese mit verschiedenen Maßnahmen eindämmen. Nun wird befürchtet, dass in dem stark verdichteten Wohngebiet durch neue Betriebe und den nachziehenden Verkehr die überwundenen Zustände wieder zurückkehren. Deshalb hat sich eine „Anwohnerinitiative Flaschenhals“ gegründet, die mit einem Runden Tisch alle Beteiligten zusammenbringen will, um diese Probleme zu klären und Vorschläge für eine langfristige Perspektive des Gebietes zu unterbreiten. Diese Anregung fand Zustimmung bei den Zuhörern und den Vertretern von Bezirk und Senat und es wurden Listen durchgereicht, in denen sich Interessenten eintragen konnten.


Ein verstärktes Verkehrsaufkommen und der Verlust von Wohnqualität durch den Ausbau von Gewerbeflächen fürchten auch für die Bewohner im Gebiet Naumannstraße. Sie wollen mehr Parkanlagen und den Erhalt der Kleingartenanlage an der General-Pape-Straße. Letzteres konnte ihnen die Bezirksstadträtin Elisabeth Ziemer zusichern. Was den Bau der neuen Naumannstraße und die Planungen für die Umgebung des Bahnhofs betrifft, verwies Stadtplaner Siegfried Kroll auf die noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen mit Eigentümern und der Bahn. Auch für dieses Gebiet soll ein Runder Tisch installiert werden.


Die Idee einer „Schöneberger Schleife“ zur besseren Anbindung an das Stadtzentrum fand die Zustimmung der Bewohner und es gab gleich Vorschläge, wie die Trassenführung effektiver gestaltet werden könnte. Begrüßt wurde auch die Erweiterung des Angebots an Grünflächen, die einerseits den Anwohnern nutzen und andererseits die touristische Erschließung des Areals verbessern können.

 

Von: Text: R. Friedrich

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