Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Nachrichten-Archiv

Aktuelles


Toben auf der Airtrack-Matte - die Kinder freuen sich über die neue Sporthalle
Bürgermeisterin Giffey und Stadtrat Rämer (Mitte) mit den vier Schulleitern
Die neuen Spielanlagen vor der Sporthalle sind ab 7. September in Betrieb
Der obere Eingang ist von der Hertabrücke über eine Rampe erreichbar

Ein Hauch von Rio in Neukölln

Neue Sporthalle an der Hertabrücke feierlich eröffnet
September 2016

Nahezu tropisch war am 7. September im Herzen Neuköllns nicht nur das Wetter. Im Inneren der neuen Dreifeld-Sporthalle auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Neukölln erklangen Capoeira- und Samba-Rhythmen. Die Freude über die neue Sporthalle war bei allen Gästen groß. Groß ist auch der Bedarf in Neukölln - Kinder und Jugendliche aus vier Schulen werden hier ab sofort ihren Sportunterricht erhalten. Neben der Silberstein-Grundschule direkt nebenan zählen dazu das Albrecht-Dürer-Gymnasium, die Peter-Petersen-Schule sowie die Konrad-Agahd-Grundschule.

Kinder dieser vier Schulen gestalteten das abwechslungsreiche Programm aus musikalischen, tänzerischen und sportlichen Einlagen. Unter den begeisterten Zuschauern waren die Neuköllner Bürgermeisterin Franziska Giffey, die Stadträte für Schule und Sport, Jan-Christopher Rämer, und für Stadtentwicklung, Thomas Blesing, sowie Dr. Jochen Lang, der verantwortliche Abteilungsleiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Auf der Tribüne saßen viele Gäste, die ebenfalls dazu beigetragen haben, dass im Bahngraben an der Hertabrücke nun die schönste und modernste Sporthalle Neuköllns steht, wie Franziska Giffey sagte. Zum Abschluss des Programms durfte sie nach Sportstadtrat Rämer als zweite die neue superfedernde Airtrack-Matte ausprobieren und holte sich dazu Unterstützung bei den Kindern. Auch der neue Parcours wurde erprobt - der Sportstadtrat, ein ehemaliger Eishockeyspieler, turnte vor, die Kinder machten es ihm mutig nach.

Die moderne Halle wurde in drei Jahren mit sechs Millionen Euro aus dem Stadtumbau-Programm nach Entwürfen und unter der Leitung des Büros Freitag Hartmann Sinz Architekten errichtet, das den Architektur-Wettbewerb gewonnen hatte.

Sie verschwindet fast unter dem Niveau der hohen Brücke, so tief liegt der ehemalige Güterbahnhof mit seinen zahlreichen Gleisen, auf dem sie erbaut wurde. Hier an der Silbersteinstraße wurden früher Kohle, Sand und andere Baustoffe verladen. Kaum jemand hatte bei diesem Areal an eine Nachnutzung durch verschiedene Schulgebäude gedacht. Doch im Neuköllner Nordosten gibt es praktisch keine Baulücken und so wurde die Idee trotz anfänglichem Kopfschüttelns verwirklicht.

Dank der unterm Dach platzierten breiten Fenster ist die Halle von Tageslicht durchflutet. Die Fassaden leuchten bahntypisch in verschiedenen Tönen von Zinnoberrot, farblich abgestimmt auch auf das neue Ganztagsgebäude der Silberstein-Schule am anderen Ende des Terrains.

Die künftigen Nutzer der großzügigen Anlage können auch die großstädtische Kulisse genießen - egal, ob sie über die Rampe von der belebten Brücke kommen oder direkt vom Schulhof der Silberstein-Grundschule. Im Hintergrund sieht man alle paar Minuten die S-Bahn auf dem Berliner Ring vorbeirauschen.

Auf der weiten Freifläche zwischen Ganztagsschulgebäude und Sporthalle locken seit neuestem attraktive Geräte zum Klettern und Schaukeln mit originellen Elementen. Zurzeit laufen daneben die letzten Arbeiten an den Außensportanlagen. Auch dieses Gelände wurde aus dem Stadtumbauprogramm finanziert und soll bis zum Spätherbst, wenn Bäume und Sträucher gepflanzt werden, endgültig fertig sein.

Von: BA Neukölln, bearb. Gericke/Radev, Stahl, Fotos: Anka Stahl

Fördergebiete & Projekte

Projektinformationen

Logo Europäische UnionBundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung