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Zahlreiche BesucherInnen interessierten sich für den vorgestellten Masterplan.

4.Standortkonferenz Heidestraße

Ziel des vorgestellten Masterplan ist es, ein durchmischtes städtebauliches Quartier zu entwickeln.
November 2008

Zwischen Januar und April 2008 wurde der städtebauliche Wettbewerb „Berlin Heidestraße“ von Vivico Real Estate in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin, der Deutschen Bahn AG und der aurelis Real Estate Management ausgelobt. Aus den fünf teilnehmenden Arbeitsgemeinschaften von Stadtplanern und Landschaftsarchitekten wählte die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Carl Fingerhuth (Zürich) den Entwurf von ASTOC/ Studio Urban Catalyst für den 1. Preis aus. ASTOC/ Studio Urban Catalyst begann anschließend mit dem Prozess der Masterplanung.

Auf der 4. Standortkonferenz Heidestraße am 11. November 2008 stellte Prof. Markus Neppl vom Büro ASTOC den Entwurf des Masterplans den circa 90 Anwesenden vor. Für die sechs Teilquartiere Berlin Central Station, Kunst Campus, Hamburger Höfe, Quartier am Stadthafen, Heidestraße West und Nordhafen wurden Steckbriefe entwickelt und Qualitäten beschrieben. „Der Plan hat sich im halbjährigen Prozess verbessert. Die grundsätzliche Idee des Plans wurde jedoch nicht infrage gestellt,“ so das Fazit von Prof. Neppel.

Von Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wurde der Masterplan als flexible Grundlage für die weitere dynamische Entwicklung des Areals formuliert. Die Senatsbaudirektorin Regula Lücher wies zu Beginn der Veranstaltung darauf hin, dass sich der Wettbewerbsentscheid als richtig und brauchbar erwiesen hat. „Inhalt des Masterplans ist es, dass ein durchmischtes städtebauliches Quartier entwickelt werden soll.“ Es werden u.a. durchmischte Areale, eine nachhaltige Entwicklung und der Ausbau des Verkehrsnetzes angestrebt.

Der Baustadtrat von Mitte, Ephraim Gothe, hob die Bedeutung der Fläche für Berlin und insbesondere für den Bezirk Mitte hervor und lobte das bisherige Abstimmungsprozedere mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und den Eigentümern. Gleichzeitig unterstrich auch er den Wunsch nach einer sozialen Durchmischung im Gebiet. „Die Frage der sozialen Infrastruktur im Quartier muss noch diskutiert werden. Es soll keine Insel der Glücksseligen entstehen.“

Die Vetreter der Vivico Real Estate und der Deutschen Bahn AG sprachen von 10.000- 14.000 Arbeitsplätzen, die am Standort geschaffen werden. Sie betonten, dass der Standort neben dem urbanen Charakter auch einen mobilen Charakter erhalten sollte.

In der zum Ende der Veranstaltung geführten Diskussion kamen aus den Publikum u.a. Fragen zur Stärke der Verdichtung und den Zeitraum der Planerfüllung. Ephraim Grothe betonte, dass sich im Zentrum einer Großstadt die angestrebte Verdichtung gut vertreten lasse. Die Umsetzung, so Frau Lüscher, ist abhängig von den Investitionen. Daher ist es derzeit schwierig, eine genaue Aussage dazu zu machen. Sie kann sich vorstellen, dass als erstes die Wohnquartiere entlang des Wassers oder aber auch der Bahnhofsplatz verwirklicht werden. Als nächste Schritte werden die Abstimmungsprozesse weitergeführt, die Kostenverteilung zwischen den Eigentümern und dem Land Berlin geklärt und die Frage nach der sozialen Infrastruktur diskutiert.

Von: Text, Foto: C. Rackow

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