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Nicht nur für Ältere: Neue Aufzüge im Bestand der degewo in Marzahn (Sella-Hasse-Straße)

Bericht zum Wohnen in Zeiten des längeren Lebens in Berlin

Veränderungen im Altersaufbau beeinflussen Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung
August 2009

Der Senat hat in einer Sitzung am 12. August den von
Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer vorgelegten Bericht
"Wohnen in Zeiten des längeren Lebens - Bestandsaufnahme und
Perspektiven" beschlossen. Der Bericht stellt neben einem detaillierten
Überblick über Daten und Entwicklungstendenzen auch Handlungsbedarf und
Ziele für das Wohnen in Zeiten des längeren Lebens dar. 

Aufgrund des zu erwartenden demografischen Wandels sowie der veränderten Bedürfnisse und Lebensvorstellungen der Bevölkerung soll möglichst lange ein eigenständiges und selbstbestimmtes Wohnen ermöglicht werden. Wichtig dafür ist eine integrierte, sozial und kulturell vielfältige sowie generationengemischte städtische Nachbarschaft - nicht die Entwicklung von Spezialimmobilien für ausgewählte Zielgruppen.

Senatorin Junge-Reyer: "Die Wohnwünsche älterer Menschen unterscheiden   sich nicht grundlegend von denen der jüngeren Generationen. Die   überwiegende Mehrheit möchte so lange wie möglich selbstständig in   einer eigenen Wohnung und in einer vertrauten Nachbarschaft wohnen, die   im Nahbereich das gewünschte Maß an Kontakten mit Verwandten, Freunden   und Bekannten sowie an Umweltqualität, Waren und Dienstleistungen   bietet. Der Wunsch zum Umzug in Alten- und Pflegeheime besteht selten.   Somit kommt dem Erhalt und der Stärkung funktionierender Nachbarschaften und Quartiere, in denen unterschiedliche Generationen zusammenleben, besondere Bedeutung zu."

Nachfolgende Handlungsfelder haben deshalb im Hinblick auf die Arbeit
   des Senats besonderes Gewicht:
   o Erhaltung und Weiterentwicklung eines vielfältigen, qualitativ
   hochwertigen und quantitativ ausreichenden Angebotes an Wohnungen zur
   Miete und im Wohneigentum, das im Preis der Nachfrage entspricht,
   o Stärkung gemeinschaftlicher Wohnformen,
   o weitere Umsetzung von Barrierearmut und Barrierefreiheit von
   Quartieren, Gebäuden und Wohnungen,
   o Erhaltung und Erhöhung von Attraktivität und Qualität der
   Wohnquartiere durch Aktivitäten zur Aufwertung von öffentlichen Räumen
   und zur Stärkung sozialer Nachbarschaften, zum Beispiel durch mehr
   Bürgerbeteiligung.
   In den kommenden Jahrzehnten wird die Zahl der älteren Bürgerinnen und
   Bürger Berlins und deren Anteil an der Wohnbevölkerung deutlich
   zunehmen: Bis 2030 wird sich die Zahl der Berlinerinnen und Berliner,
   die mindestens 65 Jahre alt sind, von 18 % auf rund 24 % der
   Wohnbevölkerung erhöhen. Das Durchschnittsalter der Wohnbevölkerung
   wird voraussichtlich um drei Jahre auf 45 Jahre steigen. Der Bericht
   der von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit
   der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales unter
   beratender Beteiligung der in der Berliner Initiative Wohnen im Alter
   (BIWIA) vertretenen wohnungswirtschaftlichen Verbände und des
   Landesseniorenbeirats erstellt wurde, erörtert deshalb, welche Chancen
   und Risiken die demografischen Veränderungen in Bezug auf das Wohnen
   für die Menschen und die Stadt mit sich bringen. Wohnen im Alter wurde
   dabei nicht auf die Merkmale des Wohnraums begrenzt, vielmehr wurden
   darüber hinaus auch die Wohngebäude, das Wohnumfeld und die
   wohnungsnahe Infrastruktur als integrale Bestandteile des Wohnens
   betrachtet. Die Vielfalt in den Lebensentwürfen der Zielgruppen sowie
   ihre aktiven Selbstgestaltungs- und Mitwirkungsansprüche und
   -möglichkeiten wurden stärker berücksichtigt.

Siehe dazu Stadtumbau-Projekte zum seniorenfreundlichen Umbau:

Umbau zur Seniorenwohnanlage Ludwig-Renn-Straße

Von: Pressedienst des Landes Berlin, bearb. A. Stahl, Foto: degewo

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