Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Arbeit an der "Zwischenablage" 2006

"Kunst in der Großsiedlung" dokumentiert Outdoor-Kunst in Marzahn und Hellersdorf

Umfangreiches Verzeichnis ist einmalig in Deutschland
März 2009

Das Buch "Kunst in der Großsiedlung - Kunstwerke im öffentlichen Raum in Marzahn und Hellersdorf" wurde am 26. März in der Galerie M von Bezirksstadtrat Norbert Lüdtke und Mitgliedern der Kommission "Kunst im öffentlichen Raum" vorgestellt. Es hat eine Auflage von 2000 Stück. Autoren und Initiatoren des Buches sind die ehrenamtlichen Mitlgieder der Kommission Thorsten Goldberg, Ellena Olsen, Martin Schönfeld und Andreas Sommerer, sowie die beiden Vertreterinnen des Bezirksamtes Beate Heinrich und Karin Scheel. Interessierte können die umfangreiche Dokumentation kostenlos im Rathaus am Helene-Weigel-Platz 8 und in der Galerie M erhalten.

In dem Buch werden nahezu alle noch vorhandenen oder bereits verschwundenen Kunstwerke im Stadtbezirk in Bild und Text vorgestellt und auf Stadtplanausschnitten verortet. So kann sich jeder selbst auf den Weg machen, Kunstwerke zu entdecken oder mit anderen Augen zu sehen.

Federführend war die Kommission "Kunst im öffentlichen Raum", die sich seit dem Beginn des Stadtumbaus zunehmend damit beschäftigt, wie mit "ortlos" gewordener Kunst umgegangen werden soll. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist besonders von diesem Phänomen betroffen: Einerseits wurden in dem 30 Jahre jungen Stadtbezirk von Anfang an Kunstwerke in die Gestaltungskonzeptionen der Wohngebiete einbezogen. Andererseits findet gerade in den Plattenbausiedlungen der Großteil des Rückbaus statt.  Etwa ein Drittel der im Buch beschriebenen Kunstwerke ist nicht mehr vorhanden. Das sei aber nicht nur negativ zu bewerten, so die Autoren, die selbst als Künstler, Kunstwissenschaftler und Architekten tätig sind. Städte entwickeln sich und neue soziale und städtebauliche Zusammenhänge isolierten so manche Kunstwerke von ihrem Kontext. Outdoor-Kunst ist auch der Witterung oder schlicht der Nutzung ausgesetzt, wie z.B. auf Spielplätzen, die irgendwann verbraucht sind. Das mindeste an Respekt, was solche Kunst jedoch verdiene, sei ihre Dokumentation.

Mit Stadtumbau-Mitteln sind Kunstwerke an Rückbau-Objekten, wie Mosaike, konservatorisch erhalten worden. Ein Teil dieser Kunstwerke ist in der "Zwischenablage" zu sehen, einem auf etwa 10 Jahre angelegten öffentlichen Depot. Es befindet sich im Hof eines Gebäudes des Bezirksamtes in der Riesaer Straße 94 in Hellersdorf und ist montags bis freitags von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr öffentlich zugänglich. 

Einen Vortrag zum Thema:
"30 Jahre Kunst im öffentlichen Raum in Marzahn und Hellersdorf" hält
Martin Schönfeld

am 8. April um 19.00 Uhr im
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf

Weitere Informationen zum Thema

Von: Text: A. Stahl, Foto: T. Goldberg

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