Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Das Fachgespräch fand regen Zuspruch.

Bürgerbeteiligung ist Bedingung für Qualität im Stadtumbau

Fachgespräch zu Stadtumbaustrategien in Marzahn und Hellersdorf war gut besucht
November 2008

Am 5. November trafen sich rund 130 Bürger, Politiker und Fachleute im Deutschen Architektur-Zentrum in Berlin-Mitte zu einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Mehr Qualität durch Beteiligung - Stadtumbaustrategien in Marzahn und Hellersdorf “.

Dr. Matthias Bernt vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) stellte zu Beginn am Beispiel anderer ostdeutscher Kommunen die Konflikte zwischen Politik und Bürgern im Stadtumbauprozess heraus. So forderten die Betroffenen mehr Einfluss bereits in der Planungsphase, um eigene Interessen durchzusetzen. Den Politikern gehe es im Prozess der Bürgerbeteiligung oft um Konfliktvermeidung und Legitimation ihrer Entscheidungen. Probleme entstünden immer dann, wenn die Bürgerbeteiligung von der Kommune lediglich als Information der Betroffenen, nicht aber als Partnerschaft verstanden werde. Die Unverbindlichkeit der Ergebnisse von Beteiligungsrunden sei ebenfalls eine Quelle von Konflikten.

Im Anschluss stellte das Bezirksamt einige Projekte mit besonders erfolgreicher Bürgerbeteiligung vor. Präsentiert wurden unter anderem die beiden laufenden Projekte Schorfheideviertel und Stadtteilzentrum Kompass.

Auf der anschließenden Podiumsdiskussion mit Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin für Bauen und Wohnen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Gerd Reinhardt, Bürgermeister von Leinefelde-Worbis, Frank Bielka, Vorstandsmitglied der degewo, Dr. Heike Liebmann, IRS und Norbert Lüdtke, Stadtrat für ökologische Stadtentwicklung im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wurde deutlich, dass der Stadtumbau von der Kommune als permanenter Prozess verstanden wird, der die Entwicklung der Stadt im Einklang mit den aktuellen Bedürfnissen zum Ziel hat und weit über das Jahr 2009 hinaus reicht. Eine qualitative Stadtentwicklung sei aber ohne die Bewohner, die diese Bedürfnisse artikulieren gar nicht möglich.

Von: Quelle: Plattform Marzahn-Hellersdorf, Text: A. Stahl

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