Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Ideen für die Ringkolonnaden

Am 2. November fand der Abschluss der Stadtumbauwerkstatt zu den Ringkolonnaden statt.
November 2007

Am 2. November fand der Abschluss der Stadtumbauwerkstatt zu den Ringkolonnaden statt. Bewohner, Vertreter der zuständigen Verwaltungen und
Fachexperten entwickelten und diskutierten Ideen, was nach dem geplanten Rückbau der Häuser an der Ludwig-Renn-Straße 46-62 und der Mehrower Allee 38-48 mit den Flächen passieren sollte bzw. inwieweit ein Erhalt oder Umbau der Gebäude sowie des Südflügels der Ringkolonnaden realisierbar ist.

Damit wurden jedoch nicht alle Planungsaufgaben für den Stadtumbau an den Ringkolonnaden gelöst, sondern Handlungsmöglichkeiten politisch entscheidungsfähig aufgezeigt und Empfehlungen gegeben.

In drei Arbeitsgruppen ging es darum, städtebauliche Entwicklungsoptionen für Rückbauflächen vorzustellen. Es gab verschiedene Vorschläge, die Elfgeschosser zurück zu bauen zu drei- bis viergeschossigen Einzelbauten. Für die südlichen Ringkolonnaden wird ein Schulstandort präferiert bzw. ein generationsübergreifender Treffpunkt.

Die Bürgerinitiative Ringkolonnaden will so wenig wie möglich zurück bauen lassen und befürwortet den Erhalt der  städtebaulichen Figur der Ringkolonnaden, ebenso wie die Umnutzung der südlichen Ringkolonnaden zur Schule und die Wiederverwertung von rückgebauten Platten für den Bau von Einfamilienhäusern in der Nachbarschaft der Ringkolonnaden. Sie kritisierte wie teilweise auch die Fachexperten das Fernbleiben der DEGEWO an der Stadtumbauwerkstatt, solange der Rückbau von zwei Flügeln der Ringkolonnaden zur Diskussion gestellt wird.

Die Fachleute erarbeiteten Entwürfe zur Umgestaltung der Ringkolonnaden und setzten sich sich teilweise auch für die Wiederverwertung von Gebäudeplatten ein, verwiesen aber darauf, dass bei den Neu- und Umbauten der Standard von energiesparenden Passivhäusern erreicht werden muss.

Als Resümee wurde u. a. darauf verwiesen, die künftige Entwicklung des Quartiers an den Ringkolonnaden verstärkt auf die Profilierung der Friesen-Grundschule zu orientieren, um vor allem junge Familien für dieses Quartier zu gewinnen. Das Schulgrundstück sollte städtebaulich neu geordnet werden. Soweit es immobilienwirtschaftlich tragfähige Lösungen gibt, sollen Teile des Gebäudekomplexes an der Mehrower Allee erhalten bleiben. Unbedingt erhalten werden sollte der Nordflügel der Ringkolonnaden als Nachbarschaftshaus mit einem quartiersbezogenen Angebot sozialer Träger.

Das Abschlussprotokoll finden Sie hier.

Von: Text: R. Friedrich

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